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Mit Dieselskandal, Flüchtlingskrise und dem Hinscheiden unseres beliebten Altbundeskanzlers Helmut Schmidt bietet das Jahr 2015 nicht gerade viel, woran es sich zu erinnern lohnt. Doch sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass sich just in diesem Jahr für viele Analogfreunde der langegehegte Wunsch nach einem effektiven, elektrisch betriebenen Nadelreiniger erfüllte. Schmunzeln Sie bitte nicht zu früh, denn das handliche Gerät, der „Flux-Hifi Sonic“, ging weg wie warme Semmel und zog unter anderem auch in den Haushalt des Autors ein.

Initiator dieser kleinen Revolution auf den Markt für analoges Zubehör war die damals noch in Pforzheim ansässige Firma Flux-Hifi (https://www.flux-hifi.de/) die sich als Markenzeichen ein frisches, leuchtendes Grün verordnete. Schon 2017 folgte mit dem Ministaubsauger „Flux-Hifi Vinyl-Turbo“ der nächste Coup, der es Vinyljunkies ermöglichte, Schallplatten vor dem Abspielen einfacher von Staub und statischen Ladungen zu befreien.

Grüne Schallplatte

Saugen, waschen, bürsten – alles schick in der Rille mit den kleinen Helfern von Flux-Hifi

Im Jahr darauf brachte Flux-Hifi mit der „Vinyl-Brush“ eine ergonomisch günstige und funktionale Plattenbürste auf den Markt. 2018 folgen die „Sleeves“, Plattenhüllen der Luxusklasse mit antistatischen Eigenschaften.

Vermutlich wäre es sogar noch eine ganze Weile so weiter gegangen, wenn nicht in Folge der bald darauf einsetzenden Pandemie die Gründer und Eigner der Flux-Hifi GmbH sich veranlasst sahen, ihre Pläne zu ändern. 2020 übergaben sie das Unternehmen schließlich an Dr. Marius Gartner.

Der Plattentaubsauger „Flux-Hifi Vinyl-Turbo“

Der Plattentaubsauger „Flux-Hifi Vinyl-Turbo“

Ein Glücksfall für Flux-Hifi, denn es dürfte kaum jemanden geben, der mit dem Produktportfolio so vertraut ist, wie der promovierte Maschinenbauingenieur, der nicht ganz zufällig auch Chef der Boylon GmbH ist, die im Auftrag von Flux-Hifi deren Produkte maßgeblich entwickelte und auch produzierte. Unter einem Dach vereint, dürfte sich die Zusammenarbeit noch effizienter gestalten, wobei die bewährte „Arbeitsteilung“ grundsätzlich erhalten bleibt.

So wird die Boylon GmbH weiterhin verschiedenste Entwicklungsaufträge von Dritten übernehmen, während Flux-Hifi sich auf den Markt für analoges Zubehör konzentriert. Dort haben es die Haßlocher inzwischen zu durchaus beachtlicher Größe gebracht. Allein in Deutschland bieten über 200 Hifi-Händler und andere Verkaufsstellen die Erzeugnisse in der typisch grün-weißen Verpackung an, stationär und natürlich ebenso online.

Firmenchef Dr. Marius Gartner am Prüfplatz des Flux-Turbo-Minisaugers

Firmenchef Dr. Marius Gartner am Prüfplatz des Flux-Turbo-Minisaugers

Den europäischen Markt einschließlich Großbritannien bedient man selbst, während sich in den USA, Japan, China, Polen, Südkorea und den skandinavischen Ländern Vertriebspartner um Kunden kümmern. Was im Übrigen auch in die andere Richtung funktioniert, denn Flux-Hifi ist in ganz Europa (außer in Spanien, Portugal, Frankreich und Norwegen) für Lautsprecher und Elektronik von Opera Consonance verantwortlich, sprich organisiert Vertrieb und Service der röhrenaffinen asiatischen Highend-Schmiede.

Der Plattenspieler "Walküre Mk2" von Opera Consonance

Der Plattenspieler „Die Walküre Mk2“ von Opera Consonance

Nach seinem Maschinenbaustudium arbeitete Flux-Hifis heutiger Chef Marius Gartner zunächst für Daimler-Benz. Anschließend sammelte er internationale Erfahrungen beim US-amerikanischen Auto-Zulieferer Borg-Warner. Den Sinn fürs Feinmechanische schärfte Gartner darauf als Technischer Leiter des deutschen Messgeräteherstellers Stabila, sowie bei Lamy, dem Hersteller edler Schreibwerkzeuge. Dann reizte ihn die Selbständigkeit im eigenen Unternehmen.

Ging es hier zunächst vor allem um Temperaturmesstechnik, weitete sich unter Gartners Führung das Tätigkeitsfeld rasch auf andere technische Entwicklungsleistungen sowie die Planung und Umsetzung von Produktionsaufgaben aus. So kam es schließlich zum Kontakt mit Flux-Hifi, wo man sich auf der Suche nach einem Partner befand, der in der Lage sein sollte, die Ideen rund ums analoge Hifi-Hobby in marktfähige Produkte umzusetzen. Die Entwicklung des Sonic begann dann 2014 und es dauerte ein gutes Jahr bis zur Markeinführung im Sommer 2015. Den daraufhin folgenden Rest der gemeinsamen (Erfolgs-)Geschichte skizzierte ich eingangs ja bereits.

Das Team von Flux-Hifi

Das Flux-Team fand flugs für ein Gruppenfoto zusammen – von links nach rechts: Katarina Abrlic (Elektronikerin), Birgit Müller (Mechanikerin), Andreas Meister (Produktentwickler, IT-Spezialist), Dr. Marius Gartner, Dr. Margret Fischer (Marketing, Personal), Vera Brodt (Kunden-Service & Buchhaltung), Stephanie Renner (Kunden-Betreuung)

Allerdings wäre die Story ohne die ausgeprägte Musik-Affinität des Firmenchefs, der sich selbst als Tüftler, Designer, Entwickler und Hifi-Enthusiast bezeichnet, vielleicht ganz anders verlaufen.

So lernte der junge Marius Gartner nicht nur auf dem Klavier zu spielen, sondern auch noch den richtigen Bogenstrich auf dem Cello. Klar, dass man da an klassischer Musik nicht vorbeikommt, doch inzwischen gehören auch Jazz und Rock zum gern gehörten Repertoire, wobei das eigene Musizieren aufgrund von Zeitmangel seit einigen Jahren leider etwas zu kurz kommt.

Marius Gartner mit Firmenvierbeiner

Bevorzugte Klangquelle im Hause Gartner ist selbstverständlich der analoge Plattenspieler, doch nicht nur, schließlich hat Vertriebspartner Opera Consonance neben dem schwergewichtigen CD-Player Droplet CDP 5.0 gleich mehrere Musikstreamer im Angebot, die ganz ausgezeichnet klingen würden, so der Firmenchef.

Innenaufnahme vom Flux-Firmengebäude

Bei der Wahl des Firmenstandorts und der Wahl der Baumaterialien auch für die Innenräumlichkeiten standen nicht zuletzt ökologische Aspekte und ein gesundes Raumklima im Vordergrund, wie Flux-Hifi betont

Neben der Musik sind für den 58-jährigen Umweltfragen und ein sorgsamer und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen ein wichtiges Anliegen. So sei man, nachdem Flux-Hifis Firmensitz 2020 zunächst von Pforzheim nach Schwetzingen verlegt worden sei, schon recht bald auf der Suche nach einem neuen, geeigneteren Standort gewesen, um einerseits Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb unter einem Dach zu vereinen, sowie andererseits den ökologischen Ansprüchen des Unternehmens zu genügen. Fündig wurde man schließlich im rheinlandpfälzischen Haßloch, wo Flux-Hifi und die Boylon GmbH seit Mai des Jahres im gerade neu erstellten Gewerbepark „GreenPlaces“ residieren.

Die Ansiedlung ist ein Vorzeigeprojekt, dass neben Passivhausbauweise, modernster Wärmepumpentechnik und Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern natürlich Wallboxen für E-Autos vorsieht.

Hier, im Dreieck zwischen Ludwigshafen, Heidelberg und Karlsruhe haben Flux-Hifi und die Boylon GmbH einen Standort mit ausreichend Platz für Lager, Produktion, Büros und, nicht zu vergessen, einen eigenen Musik- und Vorführraum gefunden. Die Gebäude sind tatsächlich im firmentypischen Grün (GreenPlaces!) gehalten, was aber Zufall und keineswegs ausschlaggebend für die Entscheidung für Haßloch gewesen sei. Dass die dennoch goldrichtig gewesen ist, werde gerade jetzt vor dem Hintergrund stark angestiegener Energiepreise so richtig deutlich, so Gartner.

Grüner wohnen: Die Farbe des Firmengebäudes passt zum Corporate Design von Flux-Hifi wie die berühmte Faust aufs Auge

Ein anderer Aspekt ist das sehr angenehme Raumklima, das man sofort wahrnimmt, sobald man das Gebäude betritt. Echtholzfußböden, der automatisierte Luftaustausch und ein durch die Galeriebauweise großzügiger „Luftraum“ sorgen für einen ausgeprägten Wohlfühlfaktor.

Auch die Galeriebauweise trägt zum offenen Ambiente der Räumlichkeiten von Flux-Hifi bei

Auch die Galeriebauweise trägt zum offenen Ambiente der Räumlichkeiten von Flux-Hifi bei

Auf drei Etagen arbeiten hier einschließlich Geschäftsführer bis zu neun Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Wobei das, wie ich schnell merke, nicht so ganz richtig zu sein scheint, denn die beiden Mischlingshunde Ella und Ronny sind gleichfalls stets dabei. Die Hündin und der quirlige Rüde wurden vom Chef und seiner Ehefrau Dr. Margret Fischer, welche sich um das Marketing und den Auftritt der Unternehmen in den sozialen Medien kümmert, auf Reisen nach Ungarn und Spanien in bemitleidenswertem Zustand aufgelesen und wieder aufgepäppelt. Das tierische Duo scheint sich hier jedenfalls pudelwohl zu fühlen, was wohl auch ein wenig daran zu liegen scheint, dass die beiden von der übrigen Belegschaft offenbar mit Leckereien und zusätzlichen Streicheleinheiten verwöhnt werden …

Dr. Margret Fischer von Flux Hifi

Marketing-Frau und Personalerin Dr. Margret Fischer und ein nicht allzu fotoaffines, gleichwohl überaus beliebtes Teammitglied

Betritt man den modernen Bau, wird rasch gewahr, dass bei aller Luftigkeit mit der Ressource Raumfläche sehr sinnvoll umgegangen wird. Beispielsweise verzichtet man auf ein repräsentatives Entree zugunsten zusätzlicher Lager und Staufläche, die sich natürlich im Erdgeschoß befinden. Der Platz wird zudem gebraucht, um mit dem Hubwagen die für den Versand vorbereiteten Paletten manövrieren zu können. Da sich zu beiden Seiten große Sektionaltore öffnen lassen, können kleinere LKW bei Bedarf sogar ins Gebäude einfahren.

Der „Umschlagplatz“ für Warenausgang und -annahme bei Flux-Hifi

Der „Umschlagplatz“ für Warenausgang und -annahme

Über eine Treppe gelangt man in die erste Ebene, wo sich Produktion, Prüfplätze und der Prototypenbau befinden. Inzwischen wird fast alles vor Ort produziert, und was man nicht selbst herstellen kann, bezieht man aus der Umgebung oder allenfalls noch aus dem europäischen Ausland. Selbst die Kunststoffteile für Sonic, Turbo und die Vinyl-Brush, die man vor der Pandemie in Fernost herstellen ließ, kommen jetzt wieder von einem inländischen Zulieferer. Früher reiste Dr. Gartner zweimal im Jahr um die halbe Welt, um den Kontakt zu seinen Zulieferern zu halten und um sich von der Einhaltung der Qualitätsvorgaben zu überzeugen. Seit das Reisen nicht mehr so einfach möglich ist und die Logistikkosten deutlich höher ausfallen, ist der Standort Deutschland für den Unternehmer wieder eine hochwillkommene Alternative.

Große Maschinen sucht man bei Flux-Hifi allerdings vergebens. Die Montage geschieht, ich wollte es zuerst kaum glauben, größtenteils von Hand. Darüber hinaus ist es Arbeit für Spezialisten, denn beim Zusammensetzen des inzwischen zum Turbo II gereiften Plattenstaubsaugers kann am Ende ein halber Millimeter über die finale Saugleistung entscheiden, die im Anschluss an einem speziellen Messplatz selbstredend überprüft wird.

Die ruhige Hand, die das zuwege bringt, ist die von Mechanikerin Birgit Müller. Flankiert wird sie dabei von Katarina Abrlic, der zusammen mit Angela Tison auch sämtliche Lötarbeiten obliegen.

Frau Birgit Müller ist für die korrekte Mechanik von Flux-Hifi-Produkten verantwortlich

Frau Birgit Müller ist für die korrekte Mechanik von Flux-Hifi-Produkten verantwortlich

Katarina Abrlic beim Löten

Lötvirtuosin Frau Katarina Abrlic

Die beinhalten nicht zuletzt die akribische Fertigung der seit kurzem von Flux-Hifi angebotenen Lautsprecherkabel Flux-Matrixx LS-4-R und Flux-Matrixx LS-8-R. Zwischen 269 und knapp 700 Euro kosten die aus hochwertigen Kupferlitzen gefertigten vier- beziehungsweise achtadrigen Kabel. Die Verlötung mit versilberten Laborsteckern erfolgt mit einem speziellen Silberlot und sei, so der Geschäftsführer, einer der Gründe, warum die Kabel über ein enorm gutes Preis-Leistungsverhältnis verfügen würden. Von ihm erfahre ich weiterhin, dass Flux-Hifi aktuell die Markteinführung von NF-Kabeln – sowohl in Cinch- als auch XLR-Ausführung – vorbereitet.

Wie bei den Lautsprecherkabeln soll den Kunden auch bei den NF-Kabeln ein realistischer Preis den Einstieg in die Welt hochwertiger Audioverbindungen schmackhaft machen. Gleichwohl spare man nicht an der Qualität, so habe man sich aus klanglichen Gründen für den Einsatz der zwar metallreduzierten und massearmen, nicht aber gerade billigen Cinchstecker von Klei entschieden, weiß Gartner zu berichten. Da ich gleichfalls einige Kabel mit Steckern dieser Provenienz in meiner Kette betreibe, weiß ich, dass er damit durchaus richtig liegt. Die XLR-Version soll mit den bekannt guten Steckern von Neutrik aus der Schweiz ausgeliefert werden.

Wasserreinigungsanlage bei Flux-Hifi

Das besonders reine Wasser, das als Grundlage fürs „Flux-Fluid“ für den Sonic und die Reinigungsflüssigkeit „Flux-Vinylcleaner“, dient, bereitet Flux Hifi selbst auf

Zum Qualitätsbewusstsein von Flux-Hifi passt, dass mir der Firmenchef stolz die eigene Anlage zur Herstellung von hochreinem Wasser für die flüssigen Erzeugnisse der Haßlocher – „Flux-Fluid“ für den Sonic und die Reinigungsflüssigkeit „Flux-Vinylcleaner“ für Plattenwaschmaschinen – präsentiert. Man habe nirgends Wasser in der geforderten Reinheitsstufe zu einem annehmbaren Preis erhalten können und daher filtriere man nun halt einfach selbst.

Im obersten Stockwerk, der Verwaltungsebene, sitzen Vera Brodt und Stephanie Renner vor großen Monitoren. Erstere kümmert sich hauptsächlich um die Buchhaltung und die Belange der Boylon GmbH, ist aber auch in den Kundenservice von Flux-Hifi involviert, während die Betreuung der Händler und Geschäftskunden in den Händen ihrer Kollegin liegt.

Vera Brodt und Stefanie Renner

Die freundlichen Damen Vera Brodt (links) und Stephanie Renner sind für die Buchhaltung sowie die Kunden-Betreuung zuständig

Da es zum Konzept Gartners gehört, Hierarchien flach und Wege klein zu halten, sowie aufgrund der engen Verflechtung der beiden ansässigen Firmen, ist der Arbeitsplatz von Produktentwickler Andreas Meister ebenfalls hier untergebracht.

Meister tüftelt für Flux-Hifi stetig an neuen Produktideen und deren Umsetzung, widmet sich aber auch der Produktpflege. Dem Kundenfeedback und konstruktiver Kritik wird von jeher ein großes Interesse entgegengebracht, denn so lassen sich nicht selten genau die Ansätze für Veränderungen ausmachen, deren Umsetzung ein gutes Produkt noch besser werden lassen. Ein sichtbares Ergebnis solchen Tuns ist der neue Flux-Turbo II, der durch trickreiche Optimierung der Saugkanäle nun mit der doppelten Saugleistung aufwarten kann; der Nadelreiniger Sonic hat inzwischen ebenfalls die ein oder andere Detailverbesserung erfahren.

Andreas Meister von Flux Hifi

Andreas Meister tüftelt für Flux-Hifi stetig an neuen Produktideen und deren Umsetzung, widmet sich aber auch der Produktpflege

Bis sein eigenes Büro fertiggestellt ist, steht auch der Schreibtisch von CEO Gartner im “Großraumbüro“, übrigens direkt neben dem seiner Frau, die als Kommunikationsexpertin und Businesscoach mit eigenem Unternehmen den Job als Marketingleiterin on top erledigt. Multitasking auf hohem Niveau scheint tatsächlich eine besondere weibliche Eigenschaft zu sein.

Last not least ist der Besuch im Flux-Hifi „Showroom“ natürlich Pflicht. Hier stehen mehrere Anlagen aus Komponenten und Lautsprechern von Opera Consonance bereit und natürlich das ganze Spektrum der Flux-Hifi-Produktpalette. Die großen Hornlautsprecher M15 20th Anniversary von Opera Consonance klingen durchaus verführerisch, doch ganz frei von euphonische Tendenzen sind sie am Vollverstärker Cyber 880i nicht, was eine halbwegs sichere Beurteilung etwa der Flux-Hifi-Kabel natürlich erschwert. Und die würde ich gern einmal hören. Auf eine eingehende Demo von Sonic, Turbo II und der Brush kann ich heute gut verzichten, denn ich habe sie alle getestet sowie daheim im regelmäßigen Gebrauch und weiß daher um ihre Wirkung und Funktion.

Die große Opera-Consonance-Anlage mit den Hornlautsprechern M15 20th Anniversary und dem Plattenspieler Walküre Mk2

Die große Opera-Consonance-Anlage mit den Hornlautsprechern M15 20th Anniversary und dem Plattenspieler „Die Walküre Mk2“

Daher wechseln wir zu einer Anlage mit einem Paar Opera Consonance Compact Monitor, zierliche Zweiwege-Lautsprecher, die den legendären BBC-Monitoren LS 3/5a nachempfunden sind. Als Kraftquelle dient der Röhrenvollverstärker Linear 845, der mit zwei 845-Endröhren 28 Class-A-Watt in der Geschmacksrichtung „Single Ended“ pro Kanal bereitstellt. Der bereits erwähnte CD-Player Droplet CDP 5.0 fungiert als Zuspieler und ist der Grund für ein kleines  Déjà-Vu-Erlebnis, hatte ich doch einen Vorfahren des heutigen CDP 5.0 vor fast zwanzig Jahren mal in die Finger bekommen und fand ihn damals richtig gut.

Kompaktboxen von Opera Consonance mit Röhrenvollverstärker Line 845 und CD-Player Droplet CDP 5.0

Die kleinen, sich an klassische LS 3/5a anlehnende Monitore von Opera Consonance am Röhrenvollverstärker Linear 845 und dem CD-Player Droplet CDP 5.0

Wir hören mit den Kabeln von Flux-Hifi, namentlich dem Flux-Matrixx LS-4-R sowie dem kleineren der beiden Cinchkabel, die ihre Aufgabe beherzt und ansprechend lösen.

Grundsätzlich neutral, kommt der bauartbedingt nicht besonders tiefreichende Bass der kleinen Monitore ohne ohrfällige Aufdickungen aus, während im Mittenbereich besonders Stimmen mit natürlicher Artikulation und angenehmer Anmut wiedergegeben werden. Vielleicht wäre etwas mehr Hochtonfeuer nett, doch im Vergleich zu ähnlich moderat gepreisten Wettbewerbern ist mir eine unaufdringliche, wenig harsche Gangart dann doch eindeutig lieber. Der bemerkenswerten Raumdarstellung und Dynamik dieser Kette scheinen bereits die Flux-Hifi-Einstiegskabel gerecht zu werden. Geht da noch was? Vermutlich, aber da bei meinem Besuch gerade keine eingespielten Kabel der größeren Baureihen greifbar sind, muss aus Fairnessgründen auf einen direkten Vergleich leider verzichtet werden. Vielleicht lässt sich der demnächst in der eigenen Kette nachholen. Jedenfalls macht die Perfomance schon der günstigen Einstiegsofferte Lust auf mehr.

Maruis Gartner vor Hifi-Anlage von Opera Consonance

Was bleibt am Ende eines überraschend kurzweiligen Tages bei Flux-Hifi? Nun, beindruckt hat die wohltuende Offenheit und Transparenz, mit der mir begegnet wurde. Kein Bling-Bling, kein Vortäuschen von etwas, das man nicht ist und auch nicht sein will. Dafür ein sehr informativer Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens, das den Anspruch erhebt, Produkte zu erzeugen, die für ihren jeweiligen Einsatzzweck zum Besten gehören, was man sich kaufen kann und ziemlich sicher noch nach Jahren des Gebrauchs klaglos ihren Dienst tun. Respekt verdient das ernsthafte Bemühen, trotz aller wirtschaftlichen Zwänge die Belastungen für die Umwelt gering zu halten und es scheint mir, als wäre die leuchtend grüne Firmenfarbe letzten Endes doch mit Bedacht gewählt.

Eingang bei Flux Hifi

Hersteller und Vertrieb:
FLUX-Hifi GmbH & Co. KG
Fritz-Karl-Henkel-Straße 16
67454 Haßloch
Telefon: +49(0)6324 – 98 97 717
E-Mail: info@flux-hifi.de
Web: https://www.flux-hifi.de/

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Luxman L 595 bei CM-Audio

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: TW-Acustic Raven AC Tonarm: Graham Phantom B-44, Analog Tools, Pyon Sound Iris Tonabnehmer: Steinmusic Aventurin 6, modifiziertes Denon DL 103R, Lyra Titan i Sonstiges: Plattentellermatten von Dereneville und Steinmusic, externer Plattenspielerantrieb Dereneville DAE-01SP

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Rockna Wavelight Musikserver: Innuos Zenith SE Sonstiges: Electrocompaniet EMP-2

Vorstufen: Hochpegel: Silvercore Linestage Two Phonoverstärker: Chord Symphonic, Einstein The Phonostage

Endstufen: Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos), Kharma MP150

Lautsprecher: Acapella La Campanella, Ichos N°Four MkII SE, Clockwork Event Horizon

Kabel: Lautsprecherkabel: Analog Tools Reference Serie NF-Kabel: Analog Tools Reference Serie, Akeno Audio Ultimate Netzkabel: Acoustic Revive Absolute, Steinmusic Highline Netzleiste: Nordost QRT QB4 und QB8 Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)

Zubehör: Stromfilter: Trenntrafos von Steinmusic Sonstiges: Sicherungen: AHP-Klangmodule, Steinmusic Harmonizer, AHP II Kupfer, Hifi-Tuning Supreme 3 und Audio Magic SHD Beeswax Ultimate & Premiere Ultimate

Sonstiges: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella, Symposium Precision und Ultra-Coupler, Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices, Highendnovum Passiver Multivocalresonantor PMR

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 23,4 m² Höhe: 2,64 m