Firmenbericht: Loftsound mit Markus Kampschulte
Sinn und Sinnlichkeit
von Andreas Guenther
Irgendwo im nirgendwo – und doch erfolgreich. Loftsound ist ein High-End-Händler am westlichen Einfallstor zum Sauerland. Die Fans pilgern aus dem ganzen Land, aus Österreich und der Schweiz nach Arnsberg. Kann man von Markus Kampschulte etwas lernen? Nur so viel: Er bezeichnet sich selbst als „Hummel“.
Die klassische Frage eines HiFi-Händlers: Wie bekomme ich die Kunden in den Laden hinein? Markus Kampschulte angelt gern. Vor seinem Laden in Arnsberg (www.loftsound.de/) steht eine Box mit erschwinglichen Schallplatten. Im Laden selbst sind dann die teuren Edelpressungen aufgereiht – und im Hinterzimmer spielt eine Kette von dezenter Weltklasse. Also eine sanfte Steigerung von fünf Euro auf 30 Euro bis hin zu den separaten Gewässern für dicke Fische.

Das gelingt erstaunlich gut. Vor allem über Generationen, Geschlechter und Geldbeutel hinweg. Das schönste Erlebnis, das Markus Kampschulte in diesem Sinne hatte: Eine junge Frau, etwa Mitte 20, hatte sich in den Laden verirrt und brach bei einer simplen Platte von Diana Ross in Tränen aus. Emotional ein Volltreffer, finanziell eher nicht entscheidend. Aber es kommen vor allem auch Fans aus anderen Städten und Ländern.
Aber bitte kein Mainstream
Obwohl die Lage von Arnsberg, nun ja, etwas weiter vom Nabel der Welt entfernt ist. Insbesondere der kleinere Ort der Gemeinde, Neheim. Die nächste bedeutende Stadt wäre Dortmund, aber auch deren Innenstadt ist eine runde Stunde mit dem Auto entfernt. Nichts im Süden, Norden, Osten. In Neheim führt parallel zum Geschäft eine Einkaufsstraße von eher trauriger Gestalt an zwei Bäckereien, einem Metzger und den üblichen Handy-Shops vorbei. Laufkundschaft kann hier keine Umsatzwunder vollbringen. Aber die bewusste Selektion von Markus Kampschulte. Bei Loftsound stehen und spielen Dinge, die kaum ein High-End-Fan in die erste Reihe der Branche verorten würde. Lavardin, Air Tight, Acoustic Groove, DeVORE, Jean Marie Reynaud … Jeder, der jetzt durchgehend wissend mit dem Kopf nickt, steht im Verdacht, ein Hochstapler zu sein. Dann kommt aber gleich die mittlere Prominenz: Harbeth, Fezz und Acoustic Signature. Die Platzhirsche, die mächtigen Lockstoff-Namen, fehlen faktisch.

In zweiter Generation – mit Tonstudio
Da denkt man als Fachjournalist schnell arrogant und dumm: Wer die Big Player aus England oder den USA nicht im Schaufenster hat, wird bald straucheln. Tut Loftsound nicht, schon der Vater war im Ort geschätzter Radio- und Fernsehtechniker, und Markus Kampschulte selbst unterhält flankierend noch ein eigenes Tonstudio. Das mehr LPs veröffentlicht als CDs. Auch das ist eine Botschaft, die sich bis in den Laden erstreckt. Mein Blick schweift, und ich würde schätzen, rund ein Dutzend Silberscheiben zu sehen. Ein Nichts verglichen mit den dreitausend Schallplatten.

Auf ins Hinterzimmer
Die LPs nehmen ein Drittel der Ladenfläche von Loftsound ein, dann ein paar Blickfänger unter den Lautsprechern und Kopfhörern. Der eigentliche Zauber findet im Hinterzimmer statt. Hier wird gehört. Bei anderen Händlern trifft man dann ein Hyper-Design-Wohnzimmer ohne Realitätsbezug an oder eine Männerhöhle ohne Lebenskunst. Bei Loftsound ist es ein gepflegter Raum mit dem eher kleinen Gedeck an der Front, zwei hüfthohe Standboxen, ein Plattenspieler, ein Röhrenverstärker. Keine Potenzveranstaltung. Der Raum ist etwas überdämpft. Das weiß Markus Kampschulte, er experimentiert gerade mit Wandpaneelen. Die kommen aus dem Baumarkt und sollen zeigen, dass Raumakustik auch für bescheidenes Geld zu haben ist.

Wie beim Herrenausstatter: die Raumakustik
Das Thema spricht Kampschulte sehr früh an. Kein Verkauf ohne den Hinweis, dass die eigenen vier Wände essenziell sind. Dann wird das Gespräch aber nicht auf ultra-teure Kindermatratzen für die Wand umgeleitet, sondern auf ganz praktische Lösungen. Fast jeder Kunde wird vor der Hörsitzung gebeten, nicht nur seine Lieblingsmusik mitzubringen, sondern idealerweise auch eine Skizze seines Wohnambientes plus ein paar Handyfotos. In diesem Kontext versteht sich Loftsound als Maßschneider. Oder direkter formuliert: Wenn einer zum Herrenausstatter geht, dann sollte er auch seine Konfektionsgröße wissen.
Klare Werte
Warum das eigenwillige Markenrepertoire? Markus Kampschulte hat alles selbst gehört, alle Hersteller selbst besucht und deren Fertigung bestaunt. Es gilt dem Handwerk und der persönlichen Freundschaft. Dazu die Lebenserfahrung: 99,47 Prozent aller seiner Kunden haben keine High-End-Platten im Regal stehen. Er selbst auch nicht. Es geht um andere Werte.

Die da wären? Kampschulte ist in diesem Punkt weder ein Missionar noch überhaupt von einer Klang-Religion getrieben. Ein Orchestermusiker sagte ihm einmal, dass er kein Interesse daran habe, die Fliege auf der Stirn des Bratschers am dritten Pult der Berliner Philharmoniker zu hören. Gut gesagt. Auflösung ist gut und wichtig, aber der Trend zur Maximalanalyse mancher Komponenten geht für Kampschulte oftmals auch mit einem Verlust der musikimmanenten Werte zusammen.
Harte Welt, weiche Musik?
Was genau jetzt die Gefahr eines Missverständnisses aufkommen lässt. Es liegt Loftsound nicht am Herzen, der harten Welt ein weiches Musikerlebnis entgegenzusetzen. Analyse ist auch am westlichen Eingangstor zum Sauerland erlaubt, Linearität sogar Pflicht. Aber dem Trend zur Hyperinformationsdichte wird Paroli geboten. Großes Thema. Für ein langes Gespräch mit Markus Kampschulte. Die Auszüge veröffentlichen wir weiter unten als Interview.

Jetzt könnte man den Provokateur spielen: Ein kleiner High-End-Händler, entfernt von der Laufkundschaft, entfernt von jedwedem Hotspot der Musikwelt – und doch kommen die Käufer, aus erstaunlichen Entfernungen sogar. Was zum Teil an Kampschultes Präsenz auf YouTube liegt. Das sind unaufgeregte, bewusst raue und handgestickte Videos, in denen der Meister über seine aktuellen Lieblinge spricht. Das Wichtigste dabei: Er predigt nicht. Fast hat es den Anschein, dass er die Besprechung der neuen Hardware hinter sich bringt, um dann seine Lieblingsscheiben in die Kamera zu halten. Natürlich auf Vinyl.
Verbeugung vor den Tontechnikern
Dabei zeigt sich die tiefere Leidenschaft eines Mannes, der die Musik über die Reproduktion stellt. Natürlich werden auch die seltenen, audiophilen Japanpressungen gelobt. Aber es kann auch einmal eine banale 70er-Jahre-Pressung der Fledermaus unter Carlos Kleiber sein oder das neuste Album von Trevor Horn. Das macht regelmäßig ein festes Drittel des Videos aus und umspannt die ganze Welt der Musikvielfalt, stets mit einer Verbeugung vor den Tontechnikern. Was auch daran liegt, dass Kampschulte ein eigenes Tonstudio unterhält, ja: von dieser Seite der Klangerschaffung eigentlich kommt.

In seinem Store gibt es die hauseigenen Aufnahmen, natürlich mit der Dominanz der schwarzen Scheiben. Mitunter auch als Kultobjekte in rotem „High Quality Vinyl“. Die Sauerländer scheinen Clevere zu sein: Die LPs sind auch im Webstore von Loftsound zu sehen, aber nicht alle zu kaufen. „Kein Versand, der Artikel ist nur bei uns im Laden erhältlich! Nur noch wenige verfügbar! Vorher telefonisch anfragen!“ So angelt man.
„Dat is nich billig, dat is gut.“
Im ersten Schritt geht alles um Sichtbarkeit. Der Mensch ist primär ein Augentier, erst dann ein Ohrentier. Schöne Cover, spannende Fotos auf der Webseite, dann die Videos. Wer den Laden betritt, erlebt die gleiche Botschaft. Es gibt zwar Streamer, aber in der Unterzahl. Es gibt CD-Player, aber verschwindend wenige. Zuerst die Wand an LPs, dann die rotierenden Plattenspieler – und natürlich die teils übergroßen, fetten Röhren. Dann rattert die Haben-wollen-Maschine im Kopf: Sieht das toll aus. Wie das wohl klingt? Sofort findet sich der Kunde auf dem Sessel im Hörstudio wieder. Kampschulte und sein Team kredenzen dann einen Kaffee, während im Hintergrund das anvisierte Set-up aufgebaut wird. Wenn die Nadel in die Rille sinkt und die ersten Takte erklingen, herrscht abrupter Szenenwechsel. Die Sauerländer sind nicht für ihre Poesie bekannt. Die höchste Wertschätzungsformel der Region: „Dat is nich billig, dat is gut.“
Über Zweierbeziehungen und Hummeln – Interview mit Markus Kampschulte

Markus Kampschulte hat nicht nur den Laden von seinem Vater geerbt. Der war Radio- und Fernsehtechniker alter Schule. Also kann der Sohn auch mit dem Lötkolben umgehen und Schaltpläne lesen. Vielleicht kommt daher die Freude an den handwerklichen Preziosen. Das Konzept ist einzigartig. Aber mit Ansprüchen auch an die Käufer.
fairaudio: Habe ich das richtig verstanden – bevor ein Kunde hier etwas kaufen darf, muss er seinen Raum vermessen haben?
Markus Kampschulte: Muss nicht, aber das ist natürlich schon sehr hilfreich. Ähnlich wie wenn man in ein Bekleidungsgeschäft geht – da muss man dem Verkäufer auch seine Konfektionsgröße mitteilen. Für uns ist es total wichtig zu wissen, in welcher akustischen Umgebung das Ganze stattfinden soll.
fairaudio: Der perfekte Kunde kommt also mit der Zeichnung seines Innenarchitekten?
Markus Kampschulte: Eine Skizze genügt. Manche Kunden kommen mit Fotos oder kleinen Videos. Da kann man schon sehen: Wie ist der Fußboden, wie sind die Wände beschaffen? Sind da große Scheiben drin, was macht die Decke? Als Profi muss man schon abschätzen können, was bei einem Kunden akustisch passiert.

fairaudio: Die Dokumentation seines Wohnraumes ist wichtiger als sein Sparbuch?
Markus Kampschulte: Ich empfinde es als wichtiger, das Umfeld zu kennen. Sagen wir mal als Beispiel: Man kauft sich einen Sportwagen. Da gibt es viele, die können sich dieses oder jenes Modell vorstellen. Es gibt aber auch Leute, die wollen dann wirklich an die Grenze gehen. Und wenn man dann nicht die perfekte Rennstrecke hat, dann performt auch der schönste Sportwagen nicht. Wenn der Raum nicht vorwiegend geeignet ist, dann hat auch die teuerste Anlage nichts zu bieten. Vielleicht sogar im Gegenteil, dann ist die kleinere Lösung die bessere. Was aber nicht automatisch heißt, dass ich den Raum des Kunden mit Akustikmodulen vollhängen will. Manchmal ist ein simpler Teppich schon eine erste Lösung.
fairaudio: Ein berühmter Journalisten-Kollege sagte mal, es geht nur eines – wohnen oder hören …
Markus Kampschulte: Ich sag‘ mal so – will ich wirklich Perfektion haben, dann gebe ich Ihrem Kollegen Recht. Ein guter Raum erfordert in unserer Branche Symmetrie und bestimmte Punkte, die eben nicht reflektieren. Aber das Extrem, das zieht kaum jemand durch. Und dann immer wieder die Folgefrage: Muss wirklich jeder dieses Level erreichen, um Spaß zu haben?

fairaudio: Wie sieht die Käuferschaft aus? Ist sie älter, kommt sie aus der Region?
Markus Kampschulte: Im Schwerpunkt kommt sie überregional daher. Auch aus der Schweiz und Österreich. In der Zeit, in der mein Vater noch HiFi verkaufte, da hat jeder in unserem Ort eine Anlage gehabt; da gab es noch vier andere Händler hier um die Ecke. Heute muss man lange suchen, dass man überhaupt noch jemanden findet. Das macht uns spannend. Was mir gefällt, dass neben den Boomern auch jüngere Leute kommen. Wir haben draußen, wenn der Laden auf ist, immer so eine Schütte stehen mit günstigen Platten. Dann schauen wir raus und sehen fast alle Menschen lächeln. Es ist immer ein Grinsen. Toll, wenn die Leute ein positives Gefühl haben. Das baut auch eine Schwellenangst ab. Es ist immer wieder erstaunlich, was die jungen Mädels da kaufen. Da ist viel Ozzy Osbourne dabei, Fleetwood Mac und Bowie. Nun gut, auch Taylor Swift ist natürlich gefragt, doch das passt alles nicht in das Klischee, das wir von der Branche haben.

fairaudio: Wie stimmen Sie die Auswahl der Produkte ab? Sehen Sie etwas, hören Sie etwas – und schwupp, steht es in Ihrem Laden?
Markus Kampschulte: Ich bin als Jugendlicher mit den normalen HiFi-Fabrikaten aufgewachsen, die man so aus den Magazinen kennt. Und viel mehr kannte ich auch nicht. So dachte ich: Okay, das, was die darstellen, zeigt den Querschnitt der Welt. Bis ich nach Las Vegas auf die Messe geflogen bin. Dort habe ich gesehen, dass zwei Drittel von dem, was da stand, vollkommen unbekannt waren. Auf diesem Level habe ich auch noch nie gehört. Das waren wilde Konstruktionen, die mich aber der Musik viel, viel näher brachten als alles, was ich bis dato kannte. Das war so ein Punkt, wo ich mir sagte: Jetzt befasse ich mich mit kleineren Manufakturen.

fairaudio: Wenn ich mich hier umschaue, sind die US-Amerikaner aber gar nicht so stark vertreten. Ich sehe Franzosen bei den Lautsprechern, dann Polen bei den Röhren-Amps, dann noch die britischen BBC-Monitore. Ist das Ihre Klangphilosophie, oder eine bewusste Auswahl, die breit gestreut möglichst viele Geschmäcker beeindrucken will?
Markus Kampschulte: Nein, so überhaupt nicht. Ich mache das jetzt über 20 Jahre – da probiert man alles Mögliche aus. Ich stelle mir immer selbst die Frage: Was nimmt mich emotional mit, was packt mich? Das ist vor allem Musik, die gar nicht so toll aufgenommen wurde. Ja, es gibt viele schöne, audiophile Aufnahmen – aber in Summe dessen, was ich im Plattenschrank habe, ist das ein Anteil von maximal einem Prozent. Dann fand ich Hersteller, die haben mich gepackt – wow, diese Art von Qualität, die kenne ich gar nicht. Und bei der Auswahl meiner Marken, da hab‘ ich auch einfach Riesenglück gehabt.

fairaudio: Das klingt ein wenig zu märchenhaft für die Funktionsweisen unserer Branche. Sie müssen doch zum Telefonhörer gegriffen haben, sie müssen doch Bestellungen getätigt haben.
Markus Kampschulte: Ja, ich habe vieles probiert. Viele Marken gingen hier durch, die dann nicht ins Sortiment kamen. Ganz viele nicht. Die meisten nicht.
fairaudio: Das klingt wie bei einer Zweierbeziehung. Entschuldigung, meine Liebste, aber das wird nichts mit uns …
Markus Kampschulte: Ja, kann man sagen.
fairaudio: Sind Sie ein erfahrener Schlussmacher?
Markus Kampschulte: Nein, einfach ist das nie. Menschen zu enttäuschen und zu sagen, das wird doch nichts zwischen uns, ist eine Aufgabe, die mir nicht leicht fällt. Aber am Ende war mir klar, das muss sich gut anfühlen, genau wie bei einer Partnerin.

fairaudio: Fühlen Sie sich glücklich mit dem aktuellen Ist-Zustand? Alles richtig gemacht?
Markus Kampschulte: Da will ich jetzt nicht als Oberlehrer auftreten, aber ich sehe schon, wie viele Fehler in dieser Branche gemacht werden. Wie viele Chancen nicht genutzt werden. Ob Sie nun Hersteller sind oder Händler – man muss Emotionen verkaufen können. Natürlich muss auch für meine Familie die Kasse stimmen, ganz klar. Aber das ist nicht der erste Gedanke.
fairaudio: Was ist der erste Gedanke?
Markus Kampschulte: Wie kann ich den Kunden das fühlen lassen, was diese Jungs, diese Mädels, diese Musiker damals gefühlt haben? Also ich sehe uns da mehr als Übermittler. Ich bin, glaube ich, in weiten Teilen so etwas wie eine Hummel.
fairaudio: Bitte?
Markus Kampschulte: Ja, also ein Tier, das physikalisch eigentlich kaum die Chance hat, abheben zu können, sich aber nicht drum schert. Es macht mich in weiten Teilen aus, dass ich einfach nicht groß nachdenke. Und wenn ich in die Zukunft schaue, dann ist sie eher positiv, eher eine Chance. Ich lasse mich gern emotional auf neue Themen ein.

fairaudio: Das klingt nach Lebenskunst. Bewusst provokant gefragt: Können Sie das als Deutscher überhaupt? Stehen deshalb so viele französische und italienische Lautsprecher umher?
Markus Kampschulte: Deutsches High-End klingt auch gut. Und ist in der Regel topverarbeitet. Aber kann ich ein Spaltmaß hören? Habe ich bisher nicht. Jetzt mal ernsthaft: Wenn man nach Frankreich fährt und sieht, wie die Leute da Essen zelebrieren – da sind wir Lichtjahre davon entfernt. Und wie sie Musik genießen …
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