Firmenbericht: Besuch bei Canton
Zurück in die Zukunft
von Andreas Guenther
Der größte Lautsprecher-Hersteller in Deutschland? Schwierig, da streiten sich die Geister und die Statistiken. Aber Canton (https://www.canton.de/) hat gute Chancen – und sich frisch aufgestellt. Junges Management, alte Zeiten. Gelten die Werte der goldenen Tage in diesen rasenden Zeiten noch? Ein Besuch, eine Reportage, der feine Blick hinter die Kulissen, aber mit kritischen Fragen.

Weilrod – seit 1972 …
Es gibt keine Tabledance-Bar in Weilrod. Dafür aber nette Häuser, ein Bächlein, ein Sportlerheim – das war’s. Fast: Weilrod ist auch die Heimat von einem der größten Lautsprecherbauer der Republik, Canton residiert hier, mit unerschütterlicher Treue seit 1972. Im Gemeindeteil Niederlauken stehen die Fertigung, das Mutterhaus und ein Verwaltungsgebäude aus zwei miteinander verbundenen Fertighäusern der 1980er-Jahre. Alles nett, beschaulich, man kommt in diesem Teil des Taunus auf 58 Einwohner pro Quadratkilometer. Hase, Igel sagen sich gute Nacht, Canton sagt hallo und manchmal auch die Schafe auf der Wiese nebenan.


Wer partout meint, spezielle Bars aufsuchen zu müssen, der fährt etwas unter einer Stunde in das Bahnhofsviertel nach Frankfurt. Hier gibt es Sünden aller Art, bewusstseinserweiternde Mittel noch dazu. Weilrod markiert die Gegenwelt, und der Apfelwein-Konsum geht auch hier beharrlich zurück – in der Fachsprache „Ebbelwoi“. Das ist ein seltsamer Spagat, in dem Canton lebt. Die große Metropole im Süden, die Hänge des Taunus vor der Haustür. Den schalltoten Raum für die Messung der Prototypen braucht man eigentlich nicht, man könnte die Lautsprecher und das Mikrofon auch auf die freie Weide neben der Firmenzentrale stellen. Keine Reflexionen, absolute Stille. Selbst die Einflugschneise des größten deutschen Airports liegt weit weg von der Gemeinde. Ruhe rundum.

Top trainiert
Dazu ein offenbar gesundes Arbeitsklima. Die Angestellten halten Canton seit Generationen die Treue, die Führungsebene sieht aus, als ob sie jeden Morgen einen Marathon absolvieren würde. Der Chefentwickler, der Marketingchef, der Geschäftsführer wirken absolut drahtig, offenbar kein Gramm zu viel. Beängstigend fast. Kurz huscht ein Gedanke durch unseren Hinterkopf: Vielleicht sind das alles Asketen, vielleicht ist Canton sogar eine Sekte?


Unwahrscheinlich. Dafür wird zu viel gelacht, und in der Kantine steht mitunter auch ein Leberkäs auf dem Tisch. Aber zur Völlerei neigt man keinesfalls. Wie auch die Lautsprecher selbst. Die hatten, vor langen Jahren, mal die Tendenz zum dicklichen Oberbass, doch seit Frank Göbl hier als oberster Entwickler das Regiment führt, seit dem herrscht strikte Linearität. Aber mit gewisser Freude am „Peng“ – Langweiler sind die Canton-Wandler mit Sicherheit nicht, sondern Freunde der Dynamik, egal ob beim Live-Mitschnitt aus der Rock-Arena oder im kleinen Streichquartett.


Gute alte Schule
Vielleicht ist es der Geist, der „Spirit“ der ersten Jahre. Die Entwicklungsabteilung von Canton sitzt noch immer im Zentrum der Gründerväter – der alten Schule von Niederlauken. Die wurde Anfang der 1970er-Jahre frei. Das Bundesland Hessen ordnete seine Gemeinden neu und beschloss, die versprengten Schüler per Bus in eine zentral gelegene Gesamtschule zu chauffieren. Glücksfall für Hubert Milbers, Otfried Sandig, Günther Seitz und Wolfgang Seikritt.

Wie so viele Firmengründungen war das Quartett auch von einem gewissen Selbstbewusstsein angetrieben: Wir haben zwar nicht das große Geld – aber wir können es besser. In den Biografien, in den Genen kamen auch einige Erfahrungen von der Konkurrenz zusammen – von Heco, von Braun. „Abtrünnige“? Eher mutige Freibeuter. Aber mit strengen Werten. Wobei der Faktor des Braun-Designs noch der wichtigste war und ist. Es gelten die Ideale des unaufgeregten, intuitiven Designs. Alles wertig und im besten Fall bis hin zu den Idealen des Bauhauses verpflichtet.

Canton – nix Ente
Eine gewisse bildungsbürgerliche Noblesse kehrte auch in den Firmennamen ein: Canton ist eine Verbrüderung des lateinischen „Cantare“, eben „Singen“, und dem deutschen „Ton“. Also nix mit der chinesischen Ente nach Canton-Art. Bei unserem Besuch sind wir auf eine alte Holzkiste gestoßen – da steht der Schriftzug noch banal-unaufgeregt in einer Non-Serifen-Schrift.


Aber schnell, ein Jahr nach der Gründung, war das bis heute gültige Design gefunden: Es soll ein Crescendo sein, die Buchstaben werden von links nach rechts „lauter“, eben dicker. Das „T“ in der Mitte wirkt wie mit der Streitaxt gespalten – auch das ist Absicht und eine Assoziation für Stereo, links und rechts, der Januskopf.
Auf den Fotos von 1972 wirken die jungen Männer gar nicht sooo jung. Man kaschierte, was auch immer, mit einem Vollbart. Dazu die feschen Schlaghosen – und die begrenzten Brieftaschen. Die plötzlich frei gewordene Schule hätte keine bessere Start-Immobilie sein können. Doch eine kleine Tüftler-Bude wurde sie nicht. VW-Busse mit dem Logo fuhren vor, über 30 Angestellte saßen an Schraubendrehern und Lötkolben. Das hätte finanziell auch so richtig, richtig schiefgehen können.

Heute gibt es „Tools“ – man kann die Nachfrage einschätzen, skalieren, prognostizieren. Damals gab es im ganzen Ort Niederlauken nur ein einziges Telefon. Das war also durchaus höchst wagemutig von den Canton-Gründern, heute würden manche Manager mit diesen Charaktereigenschaften eher in die Spielbank im nahen Bad Homburg gehen. Alles auf Rot, alles auf Start, alles auf Canton. Die Überraschung war groß, selbst für die Positiv-Denker: Vierundzwanzigstausend Lautsprecher verkauften die Neulinge im ersten Jahr, die „schwarze Null“ war für das Ende der ersten vier Jahre anvisiert – stand aber schon nach zwölf Monaten in den Bilanzen.
Aus heutiger Sicht klingt das nach der unendlichen Erfolgsgeschichte deutscher Ingenieurskunst. Stimmt aber nur zum Teil. Weit wichtiger war eine flankierende Marketingstrategie. Canton rief allen bundesdeutschen – wohlgemerkt: westdeutschen – Konsumenten in die Ohren, die Augen und auf die Anzeigeseiten: Wie klein können Lautsprecher sein?
Die frühen Superseller


Die Kundschaft liebte es behaglich, wohnraumfreundlich, Canton lieferte die LE250 mit einer Schallwand, die nicht mal ein DIN-A4-Blatt maß – auf Fotos waagrecht neben einem Schallplattenstapel gepackt. Das war der Superseller, Punktlandung in ein Lebensgefühl. Zwingend fast, dass schon 1979 die Umsätze durch ein folgendes Sub/Sat-System befeuert wurden. Das war Deutschlands vorauseilende Antwort auf Boses Lifestyle-Würfel – nur eben im Nussbaum-Dekor.
Wer der Zeitleiste der Produkte folgt, staunt darüber, dass Canton eigentlich nie – bildlich gesprochen – in den nahegelegenen Bach gefallen ist. Jedes Ding passte in seine Zeit, manches sogar mutig vor seiner Zeit. Der Gamma 800 R war eine All-in-One-Elektronik. Würde man heute sagen, 1977 aber ein Geniestreich im schönsten Braun-Design – die Museen müssten sich darum reißen, ebenso die Generation Z mit ihrer Vorliebe für Relikte. Vor allem fasziniert, dass sich die Kompakt- und vielleicht noch stärker die Standboxen seit Mitte der 1990er-Jahre keinen schnellen Moden angeschlossen haben. Ja, es gab ein paar poppige Würfel im Apple-Gummibärchen-Stil, damit hatte es sich aber auch. Das Stringente und Dezente ist bis heute der Markenkern, unverrückbar.

Visionär – und ein Schwesterwerk
Damit das auch geklärt ist: Canton agiert als GmbH & Co. KG. Es bringt also nichts, am Ende dieser Reportage zur Börse zu stürmen – alle Anteile sind unverkäuflich und in Familienhand von Günther Seitz, Achim Seitz, Oliver Hennel und Christoph Kraus. Firmenmitgründer Günther Seitz wohnt gleich hinter der Firmenzentrale, den Hügel hinauf im Nachbarort – und den Namen „Alleinherrscher“ wird er brüsk von sich weisen. Er hat die Machtstrukturen an die nächste Generation übergeben, ist aber noch immer im Haus präsent. Am besten stellt man sich einen Mix aus Lichtgestalt, Vaterfigur und Visionär vor. Ein Visionär mit über 80er Jahren? Soll es geben, gibt es hier.

Unter seiner Ägide traf man dramatisch-mutige Entscheidungen. So hat Niederlauken ein Schwesterwerk – in Dlouhý Újezd. Kennt man nicht? Muss man auch nicht kennen. Das ist mental mit dem Taunus verwandt, nur weniger hügelig – und liegt in Tschechien, gleich hinter der Grenze, runde 400 Kilometer entfernt. Der Deal ist von entscheidender, strategischer Wichtigkeit. Hier passiert die Fertigung der Chassis, der Weichen. Alles im Sinne einer Manufaktur mit hohen Qualitätsstandards.


Die Probefahrt: km/h = dB
In Zeiten der Pandemie, als Transportwege aus Fernost faktisch zusammenbrachen, fuhren mit schöner Beständigkeit die Canton-LKWs zwischen den beiden Ländern. Das ist nah, auch für Chefentwickler Frank Göbl, der hier seine Vorgaben live und in persona vermitteln kann. Zudem passt es aufs Schönste in den Deal mit dem Autobauer Skoda – für den Canton die klangliche Top-Ausstattung seiner besten Modelle entwirft.

Perfekte Überleitung: Der gute Frank Göbl hat mich am Bahnhof eben auch mit einem Skoda Enyaq abgeholt. Vollelektrisch, rasant dynamisch, nur von der hochdynamischen Wiedergabe des Soundsystems überboten. Bei der Entwicklung dieser Klanginszenierungen lernt man viel – über Industriestandards, Haltbarkeit und Hochtechnologie, von der Chassis-Konstruktion bis zum DSP-Chip. Nehmt das, ihr Porsche-Fahrer: Eine halbe Stunde neben Frank Göbl, bei Hardrock und Strawinskys „Feuervogel“ – und ich war sicher, dass mein nächstes Mobil ein Skoda mit Canton-Sound sein wird. Hochwahrscheinlich zumindest.

Nebenbei: Auf halber Strecke nach Weilrod brausen wir an der Saalburg vorbei und halten – ein perfekt restauriertes Römerkastell. Erst kürzlich hatte eine wissenschaftliche Studie bewiesen, dass man gerade dort am längsten und gesündesten lebt, wo vor 2000 Jahren auch die Legionäre gebadet, getrunken und ihre Festungen gebaut haben.

Das Lager der alten Meister
Langes Leben – ist auch den Produkten von Canton beschieden, die Nachhaltigkeit ist eingebaut. Das ist der vielleicht spannendste Raum bei unserem Reportage-Besuch: das Lager der alten Meister. Hier liegen Chassis, die eigentlich die komplette Geschichte von Canton ausplaudern. Ein Archiv der Superlative. Über 50 Jahre ist die Firma nun alt – und dennoch könnte ein Fan die Erstbestückung als „New Old Stock“ ordern. Also ein unbenutztes Ersatzteil von 1972 beispielsweise. Das ist ohne Vergleich im deutschen HiFi-Geschäft, allenfalls ein paar kleine Röhrenverstärker-Manufakturen weltweit können und wollen mithalten.


Technologiegetrieben – und edelsteinaffin
120 Angestellte arbeiten bei Canton – 40 in Tschechien, 80 im Taunus. Wobei überrascht, dass der Chefentwickler gleich vier Assistenten an seiner Seite hat. Ich frage Frank Göbl, der schnell antwortet: Er braucht das Team aus doppeltem, ja dreifachem Grund. Zum einen verlangt die ständig potentere Klangsteuerung nach Profis und Programmierern, explizit im Car-Audio-Sektor – beständig wächst dazu auch das Geschäftsmodell der vollaktiven „Smart“-Lautsprecher, die nicht nur Watt an die Membranen bringen, sondern ebenso umfassende D/A-Wandler und Player sind. Es komme in unserer Zeit nicht nur darauf an, der Gute zu sein, sondern auch der Schnellere. Canton ist technologiegetrieben.


Ganz frisch werkelt das Team an Membranen, die mit Diamantstaub veredelt sind. Kennt man von der Konkurrenz. Dort aber bei den Hochtönern, Canton wird noch in diesem Jahr das Wissen und die Fertigungswege auf die Mitteltöner erweitern. Unterm Strich ist das erst mal ein Geldfresser – die Entwicklungs- und Maschinenkosten. Aber das ist, bei aller ruhmreichen Vergangenheit, unabdingbar. Rasten, rosten, ausruhen – da sind schon andere glorreiche Familienbetriebe den Bach hinuntergegangen. Canton will auf der Gegenseite stehen. Auch mit dem sicheren Gefühl, dass die Firmenkasse gut gefüllt ist.
„Das hält fit, das hält jung, das hält uns am Markt“ – Interview mit Christoph Kraus, CEO von Canton
Christoph Kraus ist seit 2019 der Taktgeber bei Canton. Die Gesellschafter und vor allem auch die Familie beriefen ihn aus vielen Gründen zum CEO: Christoph Kraus ist ausgewiesener Finanzmanager, Visionär mit Blick auf gesundes Wachstum – und er ist nebenbei auch sein Schwiegersohn.

fairaudio: Wenn wir von der großen Canton-„Familie“ sprechen – dann ergeben sich erstaunlich viele Assoziationsketten. Die Mitarbeiter werden im besten Sinne wie Familienmitglieder behandelt. Sie haben in die Familie des Firmengründers eingeheiratet. Sind da sogar die Canton-Fans Teil der Gemeinschaft?
Christoph Kraus: Familie ist wichtig. Eigentlich ist Familie alles. Günther Seitz hat mich zu einem Gespräch gebeten – damals arbeitete ich noch in einer Bank in Frankfurt. Da haben wir uns lang über die Zukunft unterhalten. Die Firma – und eben die Familie. Einhellige Meinung war, Canton muss in der Familie bleiben. Dann war die Frage, wer macht es? Irgendwann wurde der Druck lauter. Dann sagte Günther: „Hör auf in der Bank und mach mal was Gescheites. Komm jetzt endlich in die Firma.“

fairaudio: Oha – das hört sich nach einem Mix aus Vorschusslorbeeren und Stress an?
Kraus: Stimmt – ich war Wertpapierhändler, Aktien und Derivate. Aber im Nachhinein war die Entscheidung zu der Zeit die völlig richtige. Merkt man natürlich nicht, wenn man so in ein altes Leben eingebunden ist. Das war ein Super-Job. Unter den Bedingungen von früher, als ich anfing. Dann kam die Finanzkrise und alles wurde stark eingedampft im Hinblick auf Individualität, auf Kreativität, wie man handelt, wie man Produkte kreieren darf und an Kunden verkauft. Deswegen war es der richtige Zeitpunkt, um von der Bank wegzugehen und hier anzufangen.

fairaudio: Das wäre doch eigentlich die perfekte Vorlage – oder in der Fußballsprache die perfekte Flanke in den Strafraum: Will ein Börsen-Profi nicht irgendwann auch Canton an die Weltmärkte bringen?
Kraus: Nein, ich weiß, was es bedeutet, an die Börse zu gehen. Das verschluckt zuerst mal ganz viel Geld an Berater, die einen börsenfähig machen. Und dann muss ich ja auch irgendjemanden finden, der die Aktien kaufen soll. Aber das wollen wir nicht. Natürlich sollte man sich ab und zu der Situation anpassen. Aber es ist keinerlei Option im Moment – oder auch nur in der Diskussion, einen Investor reinzuholen. Darüber reden wir nicht. Wir reden lieber darüber: Was machen wir als nächstes, welche Produkte, wo ist noch ein Feld, in dem wir nicht tätig sind ?

fairaudio: Nochmals zur Einstiegsfrage: Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Canton-Kunden, die Canton-Fans?
Kraus: Natürlich gehören sie für mich alle zur Family of Sound, zur Canton-Familie, im weiteren Sinne. Und das pflegen wir. Wir treten nicht direkt mit jedem Einzelnen in Kontakt; das erleben wir ganz nah auf Messen. Der Kunde möchte entweder unsere Lautsprecher hören oder ihm gefällt die Vorführung. Da machen wir im Moment alles richtig. Auch nach Weilrod kommen Fans, es ist kein Museum im eigentlichen Sinne. Obwohl wir selbst bei Lautsprechern von 1992 oder 1982 weiterhelfen. Schicken Sie uns Ihr defektes Chassis, wir reparieren es. Das ist doch ein Qualitätsversprechen, das man nur sehr, sehr selten vorfindet. Kann man stemmen, wenn man die Utensilien dafür hat und das Know-how. Beides haben wir, solange der Vorrat reicht. Eine ältere Mitarbeiterin hat noch als Minijobberin hier geholfen und konnte die uralten Chassis aufbauen. Wir lieben und leben Kundenzufriedenheit. Die Wegwerfmentalität ist hier eigentlich noch nie eingezogen.

fairaudio: Die Frage muss sein: Warum gibt es keine Kopfhörer von Canton? Das ist doch der am stärksten wachsende Markt – eine Goldader?
Kraus: Wir denken schon seit Längerem darüber nach. In der jetzigen Phase, in der wir gesamtwirtschaftlich sind, scheue ich mich vor den Investitionen. Das ist eine klare Nicht-Umsetzung aufgrund von Kalkulationen. Das ist das Einzige. Nein, wir machen keinen Kopfhörer, weil ich kein Fan bin. Im Gegenteil, das ist ein ganz guter Markt und er wächst auch. Wir haben immer wieder mal die Fühler ausgefahren, ob wir das doch irgendwie hinbekommen. Aber den Qualitätsanspruch, den wir an einen Kopfhörer haben, in einer gewissen Preisklasse und die Initialkosten, die man für so einen Kopfhörer braucht, das will gut überlegt sein. Mit einem Kopfhörer ist es vielleicht am Anfang getan, aber dann muss relativ schnell ein zweiter kommen. Und das sind Dimensionen an Investitionen, an die ich mich im Moment nicht traue.

fairaudio: Die große GS ist als ultimativer Lautsprecher entwickelt worden. Gleich mehrfach: eine ultimative Huldigung an Günther Seitz, eine ultimative Klangqualität, aber auch ein ultimativer Preis. Wie hält es Canton mit dem Premium-, gar Luxus-Segment?
Kraus: Wir probieren uns auch im sehr hohen Preissegment aus. Durchaus mit Erfolg. Insgesamt erwirtschaften wir 70 Prozent im deutschsprachigen Raum, also Österreich und die Schweiz einbezogen. Für weitere Entwicklungen müssen wir viel Arbeit leisten. Aber gerade die überaus anspruchsvollen Lautsprecher tragen viel Know-how in unsere Firma. Ebenso ist es immer spannend, was aus dem Skoda-Konzern an uns herangetragen wird. Ideen austauschen – das hält fit, das hält jung, das hält uns am Markt.

Adresse & Kontakt
Canton Elektronik GmbH + Co. KG
Neugasse 21-23 | 61276 Weilrod
Telefon: +49 (0) 6083 – 287-0
E-Mail: info@canton.de
Web: https://www.canton.de
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