Billboard
Luxman

High End 2007

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 High End 2007

Mai 2007 / Jörg Dames

„Der beste Ton. Das beste Bild.“ So lautete das Motto der nun mittlerweile zum vierten Mal im Münchener M.O.C. stattfindenden und europaweit führenden Spezialmesse.

Es sei aber bereits vorweg erwähnt, dass wir im Rahmen unseres Besuches eher dem guten Ton auf der Spur waren. Einerseits entspricht dies mehr dem Selbstverständnis von fairaudio, andererseits gibt es dafür auch durchaus praktische Gründe: Die durchschnittlichen Dioptrienwerte unseres Teams würden bei Ihnen sowieso Zweifel an etwaigen „Augenzeugenberichten“ aufkommen lassen.

Doch zurück zum Eigentlichen. Die Rahmendaten der HIGH END 2007 wurden ja bereits im Vorfeld hinlänglich bekannt gegeben: 220 Aussteller präsentierten auf über 15.000 qm Fläche rund 600 Marken. Zum diesbezüglich sicherlich aufkommenden Stichwort „Orientierung“ leistete uns im Übrigen der wirklich übersichtlich gestaltete Messekatalog, den man sich – inklusive Porto – für 15 EUR nach Hause schicken lassen konnte, brauchbare Dienste.

Wie wir uns nun innerhalb dieser Aussteller-Opulenz orientieren wollten, war bereits im Vorfeld klar: Gerade die kleineren Anbieter sind, wie auch der Messeveranstalter auf seinen Webseiten (www.highendsociety.de) betont, das „Salz in der Suppe“ eines solchen Events.

Während also die Beletage und der zweite Stock des Gebäudes hauptsächlich von den Großen der Branche besiedelt wurden, tummelten wir uns während unserer zwei Besuchstage vornehmlich in der unteren Etage. Diese hatte, neben interessanten Ausstellungen und teilweise beeindruckenden Vorführungen, auch noch die Technologiebühne zu bieten, auf der – mal mehr, mal weniger informativ – fachliche Hintergründe zum Besten gegeben wurden.

Da wir gerade dabei sind: Nicht immer zum Besten gestellt war es mit den Vorführungen in Bezug auf die Raumakustik. Die Zeitschrift Stereoplay erwähnte in ihrer aktuellen Ausgabe (06/07), dass eine mangelhafte Raumakustik „keine Entschuldigung mehr sein kann“. Fanden wir eigentlich auch. Dazu aber später mehr.

Denn zu Beginn sollte erst mal ein kleiner Streifzug durch die Hallen anstehen:

Zunächst begegneten wir dabei eher zufällig einem kleinen Hersteller aus Deutschland, der möglicherweise dem einen oder anderem Leser durch den ebenso lizenzierten wie limitierten Nachbau der B&W Nautilus „Urschnecke“ bekannt sein dürfte: Marker-Audio. Ins Auge fielen diesmal aber nicht skulpturartige Kunstwerke, sondern solide, bodenständige und gleichermaßen äußerst wertig anmutende Zwei-Wege-Lautsprecher, die Kassiopeia Superieur:

Kassiopeia Superieur

Formgebung und Oberflächenqualität sind für 1600 EUR (Paar) alles andere als gewöhnlich: Die Verarbeitung beeindruckte durch eine auch akustisch signifikante Formgebung und einen 12-Schicht-Piano-Lack, dessen Fertigstellung – wenn man den Aussagen des sympathischen Viktor Marker Glauben schenkt – einen Monat beansprucht. Da zudem auch die inneren Ingredienzien (Van den Hul, Munddorf) nicht von schlechten Eltern zu stammen scheinen, freut sich fairaudio gar auf einen möglichen Test.

International, ja sogar fernöstlich wurde es im leider etwas hektisch zugehenden Vorführraum der Hong Konger Firma Volent(www.volent.com.hk),
die, was deutsche Gefilde angeht, anscheinend noch ohne Vertrieb dasteht. Während die Vorführanlage
(Volent Paragon VL-2, 5050 EUR) von dem bereits bei fairaudio getesteten,
aber hierzulande noch eher unbekanntem Vollverstärker Classic 6.6 befeuert wurde …

volent paragon und classic 6.6

… schien auch die zu diesem Zeitpunkt leider stumme Chorale-Serie (Spitzenmodell Chorale CL3 für 4640 EUR) optisch sehr augenfällig:

volent chorale

Erst auf den zweiten Blick augenfällig wurde es am Stand von Empire (www.empire-hifi.de) beziehungsweise Jürgen Welte. Ins Auge fiel nämlich -gestatten- „Replay„: Ein erstmalig präsentierter Plattenspieler der gar nicht so taufrischen Marke Revolver, die zur Zeit des Aufkommens der CD-Spieler-Technik bereits einmal Schiffbruch erlitten hatte und nun unter der Ägide neuer Investoren reanimiert wurde:

revolver replay

revolver replay

Rumgehangen wurde buchstäblich am Stand von U-vola. Die „suspended Loudspeakers“ der italienischen Firma würden sicherlich auch im Manhattener „Museum of Modern Art“ als durchaus kreativer Ansatz durchgehen:

Um Irritationen zu vermeiden: Ich fand`s so schräg fotografiert einfach nur schöner …

u-vola

Hier noch einmal in der korrekten Vertikalen:

u-vola

Ach ja, geklungen haben die Eier auch. Sogar in einem extra Vorführraum. So ganz große Kunst war es dann aber nicht mehr. Dennoch: Ein bisschen Extravaganz finde ich immer sympathisch.

Apropos Kunst: Ein wahrhaftiger Künstler gar internationalen Renommees
glänzte durch seine Anwesenheit am Stand von Podium Sound….

Messebericht: HIGH END 2007 in München

  1. 1 High End 2007
Billboard
AVM