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High End 2012: KEF, Transrotor, Electrocompaniet, Chario, Phonar, Music Hall – Messebericht fairaudio

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  1. 3 High End 2012: KEF, Transrotor, Electrocompaniet, Chario, Phonar, Music Hall - Messebericht fairaudio

Wer kennt ihn nicht, den BBC-Minimonitor LS3/5a? Die Lautsprechermarke KEF (www.kef.com/de) hat nun zum 50jährigen Firmenjubiläum ein Sondermodell in Anlehnung an diesen legendären Kleinlautsprecher herausgebracht – und die Premiere fand zur High End statt:

KEF LS50 auf der High End 2012

Freilich muss zugegeben werden, dass KEFs „LS50“ vom historischen Vorbild dann doch in einigen Punkten abweicht. So ist die LS50 natürlich gemäß KEF-Tradition ein Punktschallquellendesign (Stichwort: Uni-Q) mit einer in diesem Fall 13 cm durchmessenden und aus einer Aluminium/Magnesium-Legierung gefertigten Mitten/Bass-Membran sowie einer koaxial angeordneten 25-mm-Hochtonkalotte, vor der ein für eine breitere Abstrahlung sorgender Waveguide sitzt. Die Schallwand ist ebenfalls aus Gründen möglichst homogener Schallabstrahlung gebogen modelliert worden und besitzt an der Innenseite eine geriffelte Struktur, welche für minimale Resonanzen Sorge trage, so KEF. Das Jubiläumsmodell kommt im hochglanzschwarzen Gehäuse sowie mit kupferfarbenen Treibern daher – und liegt preislich bei 998 Euro/Paar.

KEF LS50

Als weitere Neuigkeit wurde seitens der Briten bekanntgegeben, dass die R-Serie nun auch in Hochglanzweiß zu haben sei, was den fairaudio-Kollegen, der sich zur Zeit mit dem größten Standmodell dieser Modellreihe befasst, zu leicht melancholischen Seufzern veranlasste, schließlich sei die KEF R900 in Weiß so schick und das Testmuster in … nun, wir wollen nicht vorgreifen.

KEFs R-Serei - nun auch in Hochglanzweiß zu haben

Überhaupt wird die Farbe Weiß in letzter Zeit öfter gesichtet, nicht nur bei Lautsprechern. Bei Transrotor (www.transrotor.de) zum Beispiel gibt’s seit neustem den „Zet 3“ in ebenjener Farbe …

Transrotot ZET 3 in Weiß

… und auch die neuste Räke-Laufwerkskreation namens „Crescendo“ ist in Weiß zu haben.

Transrotot Crecendo in Weiß

Schwarz ist aber auch schick:

Crescendo in Schwarz

Der Crescendo besitzt eine dreieckige Zarge in Sandwich-Bauweise, einen schweren Aluminiumteller, welcher vermittelt über Transrotors TMD-Lagertechnik angetrieben wird, sowie eine stufenlos schwenkbare Tonarmbasis, die vom Laufwerk Rondino übernommen wurde und Armlängen von 9 bis 15 Zoll (wer immer dergleichen benötigt) ermöglicht.

Tonarmabsis des Crescendo

Um eine weniger technische Optik zu erzielen, befindet sich der Motor beim neuen Transrotor-Plattenspieler übrigens unter der Zarge – versorgt und gesteuert wird er standardmäßig vom „Konstant“-Netzteil. Der Preis fürs „nackte“ Laufwerk (also ohne Tonarm und System) liegt bei 4.700 Euro.

Die italienische Lautsprechermarke Chario und der norwegische Elektronikhersteller Electrocompaniet boten in München einen gemeinsamen Messeauftritt. Die Herren Mertens (Chario) und Roth (EC) sind davon überzeugt, dass die Kombination ihrer Produkte ein besonders stimmiges klangliches Ergebnis zeitige, weshalb schon öfter gemeinsame Auftritte unternommen wurden – so nun auch auf der diesjährigen High End:

Chario in Electrocompaniet stellten auf der High End gemeinsam aus

Das Messe-Highlight bei Electrocompaniet (www.electrocompaniet.no/de) war sicherlich der „ECI 6DS“, ein Vollverstärker mit integriertem D/A-Wandler und Streamingmodul. Die Verstärkerschaltung basiert auf dem kürzlich von uns getesteten, überarbeiteten Klassiker ECI 5 MKII, wobei zusätzlich auch digitale Schnittstellen bereitgestellt werden:4 x S/PDIF (2 Koax, 2 Toslink), 1 x USB (asynchron, 24 Bit/192 kHz), LAN- und WLAN-Eingang. Zudem wird optional eine Dockingstation fürs iPod/iPhone angeboten.

Electrocompaniet ECI 6

Die zum Lieferumfang gehörende Fernbedienung besitzt ein Display, was auf einfache Weise die Darstellung von Cover und Metadaten der zu streamenden Musik ermöglicht. Der Electrocompaniet ECI6DS wird voraussichtlich zum September dieses Jahres auf den Markt kommen und preislich zwischen 5.500 und 6.000 Euro angesiedelt sein.

Chario (www.chario.it) hatte gleich eine komplett neue Lautsprecherserie mitgebracht: „Syntar“ heißt sie, was sich aus „Synergetic target“ ableite. Die Serie besteht aus sieben Regal-, vier Stand-und zwei Center-Lautsprechern sowie zwei aktiven Subwoofern. Die Modelle sind mit scharfen wie runden Gehäusekanten zu haben, im letztgenannten Fall hängt der Buchstabe „R“ an der Produktbezeichnung.

Charios neue Syntar-Serie

So handelt es sich beim Foto oben auf der ganz linken Seite um die Syntar 530, rechts daneben steht die Syntar 530R gefolgt vom nächstgrößeren Modell, der 533R. Wie sich erkennen lässt, besitzt die 530R nicht nur runde Ecken, sondern auch eine vergleichsweise breitere Front – das Volumen, auf das die Chassis arbeiten, bleibt freilich das gleiche, denn die R-Version wird ausgleichend einfach weniger tief als die Standardvariante des Lautsprechers gebaut.

Chario Syntar

Die 530 und 530R sind Dreiwegler – der Basstreiber strahlt Richtung Boden ab. Übrigens: Bei der Kalotte handelt es sich mitnichten um ein Metallmodell, sondern um mit Aluminium bedampfte Seide – so sollen die Vorteile von harten wie weichen Membranmaterialien gleichzeitig genutzt werden.

Hochtöner bei der Chario Syntar 530R

Charios Syntar-Serie ist bereits erhältlich und richtet sich eher an den highfidelen Einsteiger, zumindest preislich betrachtet: Die 530 und 530R gehören aber zu den teureren Lautsprechern der Modellreihe und liegen bei Paarpreisen von 1.599 Euro respektive 2.299 Euro.

Bleiben wir beim Thema Lautsprecher, kommen aber von Italiens zu Deutschlands Norden: Im schleswig-holsteinischen Tarp ist die Firma Phonar Akustik (www.phonar.de) beheimatet, die den langen Weg in den Süden der Republik auch diesmal nicht gescheut hat. Wie Chario hatte Phonar eine neue Lautsprecherserie vorzustellen oder genauer: neue Familienmitglieder der Veritas-Next-Reihe. Im Bild zu sehen ist das Modell „P6“, das mit 100 cm Höhe mittlere Exemplar dieser Serie, welches ebenso wie die beiden Brüder als Dreiwegler konzipiert ist:

Phonar Veritas Next P4

Apropos: Das kleinere Standmodell, die Veritas P4 Next, steht bei uns gerade zum Test an. Das große Modell (P8) kommt erst noch, nämlich – so der Plan – im August dieses Jahres. Die Paarpreise für die furnierten beziehungsweise Hochglanzlack-Varianten: 1.798 Euro, 2.198 Euro und 3.198 Euro. Im mattschwarzer und silberner Ausführung wird es jeweils 200 Euro günstiger. Die Veritasserie wird komplettiert durch einen Kompaktlautsprecher, einen Aktivsubwoofer sowie einen Center.

Phonar-Subwoofer

Phonar stellt allerdings nicht nur Lautsprecher her, sondern vertreibt auch Elektronik und Plattenspieler der Marke Music Hall. Einen Prototyp des in den Startlöchern stehenden Music-Hall-DAC/Vorverstärkers namens „Dac 35.2“ gab’s am Messestand ebenfalls schon zu sehen.

Music Hall Dac 35.2

Das Gerät soll im September dieses Jahres verfügbar werden und preislich bei 1.199 Euro liegen. Der Dac 32.5 wird zwei Analogeingänge (Cinch), jeweils zwei optische und koaxiale S/PDIF-Inputs sowie zwei USB-Eingänge – für Computer respektive iPod/iPad/iPhone – besitzen und ausgangsseitig mit drei Outputs, zwei variablen und einem fixen, daherkommen. In der Ausgangsstufe arbeiten Röhren:

Music Hall

Messebericht: High End 2012

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