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Computer & HiFi anders interpretiert

Inhaltsverzeichnis

  1. 7 Computer & HiFi anders interpretiert

Während man für den oben genannten Netplayer noch eine externe Speicherplatte oder den eigenen Rechner als Server benötigt, gibt sich der Incantare Mediaserver der deutschen Firma Arcus (www.arcus-audio.com) als echtes One-Box-Medien-Management-Paket zu verstehen.

Arcus MediaServer

Korrekterweise muss man bei ihm auch noch ein „& Video“ anhängen, denn er kann nicht nur Audiodaten und CDs, sondern auch DVDs und BluRays abspielen, besitzt im Innern eine 1 TB-Platte zur Archivierung (und lässt sich optional extern mit weiteren 8 Terabyte hochpimpen), beherrscht 1080p HDTV und weist einen 7.1 HD-Audioausgang auf, freilich für uns konservative HighEnder auch ein Paar Stereo-Cinchbuchsen … Aber was, wenn man auf Videofunktionen gänzlich verzichten möchte? Nun, im Laufe dieses Jahres soll ein Audioserver genanntes Gerät auf den Markt kommen, das, aufbauend auf dem Mediaserver die Bildsektion ausspart und sich so als reinrassige digitale Musiktruhe (plus CD-Player) gibt – allerdings eine, die Multiroom kann. Als Zielpreis werden 3.000 Euro anvisiert – 2.500 Euro unter dem, was man für den Mediaserver zu zahlen bereit sein muss.

Arcus MusicStation

Rippen per Knopfdruck und Archivierung der CD-Sammlung geht bei Arcus allerdings auch günstiger: Die Musicstation vereinigt CD-Laufwerk, Festplatte (160, 320 oder 500 GB stehen zur Auswahl) sowie einen Class-D Amp mit 2 x 60 Watt im Halbzollformat: Preispunkt: ab 1.650 Euro. Die Incantare-Produktreihe ist in Silber, Schwarz und – etwas ungewöhnlicher – auch in Weiß erhältlich.

Arcus MusicStation

Den Deutschlandvertrieb von Arcus besorgt seit kurzem Sintron Audio – da nimmt es kaum Wunder, dass auch andere hauseigenen Marken am Messestand zugegen waren, wie beispielweise Plattenspieler und Elektronik von Thorens (www.thorens.com), aber auch Lautsprecher von Focal (www.focal-audio.net).

Focals neue Electra 1008 Be

Die neue Electra-Serie der Franzosen – seit Oktober 2009 erhältlich – tritt mit highendigem Anspruch auf, gehört dabei aber noch zur Kategorie „leistbar“, jedenfalls ist sie leistbarer als die Flaggschiffe der Utopia-Linie. Von der sie allerdings technologisch profitiert habe, so Herr Kempf von Sintron Audio, was nicht nur für den neuen Beryllium-Hochtöner der Electras gelte.

Herr Kempf von Sintron Audio
Herr Kempf von Sintron Audio

Focal Lautsprecher

Der im Bild vorne zu sehen Lautsprecher ist das größte Modell der Electra-Linie, die Electra 1038 Be, sie liegt preislich bei 9.200Focal Stella Utopia EM Euro/Paar, verwendet drei 18 cm-Basstreiber, einen 16,5 cm Mitteltöner (ganz oben) und den schon genannten Beryllium-Hochtontreiber. Mit über 50 kg das Stück und einer Höhe von 1,25 m ist dies ein rechtschaffen ausgewachsener Speaker – vielleicht erscheint er manchem angesichts des Modells dahinter, der Stella Utopia EM (Höhe circa 1,6 m, Kampfgewicht 165 kg/Stück, Preis: 70.000 Euro/Paar), die in München erstmals dem Publikum gezeigt wurde, aber geradezu zierlich. Nun, alles ist relativ …

Einen Lautsprecher ganz anderer Art präsentierte das Aachener Unternehmen Audiodata (www.audiodata.eu):

Audiodata Allongé

Die Allongé (Preis: 4.450 Euro/Stück) findet ihren Einsatz als hochwertiger Centerlautsprecher oder als, Zitat: „Problemlöser bei sehr großen Bildschirmen“ – die dann freilich aber schon so groß sein müssen, dass die Frontlautsprecher der Heimkinoanlage notgedrungen im Bild herumstehen – in diesen Fällen können zwei Allongés unter dem Bildschirm links und rechts ratsam sein. Technisch hat die Allongé ihrer Wurzeln im Standmodell Ambiancé: Die Treiber – also der Koax vorne und die beiden Basstreiber jeweils an den Seiten – wurden jedenfalls 1:1 übernommen. Die Allongé wird in den nächsten 3-4 Monaten auf den Markt kommen.

Audiodata Audiovolver BasicDie Aachener hatten noch eine weitere interessante Neuigkeit mitgebracht – sie betrifft nicht den Lautsprecherbau, sondern die digitale Raumkorrektur: Seit kurzem gibt es den Audiovolver Basic, den kleinen Bruder des Audioprozessors Audiovolver II (siehe Test). Der Basic liegt bei 3.450 Euro und ist damit 1.300 Euro günstiger als der große Audiovolver. Hierfür muss man auf ein paar Dinge verzichten – als da wären: Der Basic ist nicht netzwerkfähig, kann also nicht wie der größere Bruder als Streaming-Device verwendet werden; das Netzteil wurde weniger aufwändig gestaltet; er besitzt intern nur eine statt zweier Speicherbänke – und er ist ausschließlich über die Fernbedienung zu steuern, nicht über die Frontplatte. Die Kernkompetenzen seien beim Audiovolver Basic allerdings erhalten geblieben, versicherte uns Herr Bohm von Audiodata: Die Raumkorrektur-Berechnung erfolge ganz genau so wie beim Audiovolver II und auch das Servicekonzept mit der Einmessung beim Kunden vorort sei das gleiche.

Herr Bohm von audiodata
Herr Bohm von audiodata

Messebericht: HIGH END 2010

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