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high end messe-bericht – Quadral, Reson, Higoto – fairaudio

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 high end messe-bericht - Quadral, Reson, Higoto - fairaudio

quadralGleich zwei Messepremieren gab’s am Stand des wohlbekannten Herstellers Quadral (www.quadral.com). Obwohl – so ganz „neu“ ist der erst seit wenigen Monaten für die Hannoveraner entwickelnde Thomas Mengert genaugenommen nun auch wieder nicht, brachte er sich doch ehedem bereits unter Bernd Stark ins Quadral’sche Team ein, um dann zwischenzeitlich für einige Jahre andere Wege zu gehen. Bei der Entwicklung der neu vorgestellten Vulkan VIII (ab 6.500 Euro Paarpreis) – der großen Schwester der von fairaudio bereits getesteten Montan VIII – hat Herr Mengert dann schon erste Spuren hinterlassen, wie man uns mitteilte.

quadral vulkan VIII

Ein nach vorne wie seitlich aus einer Druckkammer herausblasender 30er Tiefbasskonus,quadral vulkan hochtöner ein äußerlich dem der Montan gleichender, aber mit einem stärkerem Antrieb versehender Mitteltöner und ein weiterentwickeltes Bändchen, das nun von einem „Laboratory Reference“-Schriftzug geziert wird, sollen, so Quadral, für eine „höchst präzise und tiefreichende Basswiedergabe, einen authentischen Stimmbereich und rhythmische Agilität“ sorgen.

Recht massive Neuheiten hatte Reson (www.reson.de) an den Start gebracht: Aus einem massiven Alublock wird das Gehäuse des Cantata Music Center (5.900 Euro) von Resolution Audio gefräst. Das Gerät firmiert formal als Highend-Universalwandler – und fungiert dank des eingebauten Laufwerks gleichsam als audiophiler CD-Player, extern ansteuerbarer DA-Wandler (via USB- als auch S/PDIF) sowie im Zusammenspiel mit einem NAS als Netzwerkplayer (UPnP/DLNA). Direkt an einen Computer (PC/Mac) angeschlossen, soll das Cantata Music Center von diesem unmittelbar als USB-Gerät erkannt werden – ohne weitere Treiberinstallation.

Mittels einer Cantata Pont Neuf genannten USB-Ethernet Brücke (400 Euro) lassen sich dem Hersteller zufolge zudem auch größere Entfernungen überbrücken (USB ist ja für größere Strecken, allerspätestens ab fünf Metern ungeeignet). Vom Computer bis zum Pont Neuf herrscht dabei weiterhin USB-Verbindung, von wo es dann aber via Ethernet Richtung Cantata Music Center weitergeht (alternativ mit Hilfe von Drahtlos-Convertern auch via WLAN). Der Clou dabei: Der Computer soll bei alledem das Musik Center unverändert als „normales“, einfach zu händelndes USB-Gerät erkennen. Die Übertragung erfolgt, so Reson, im Jitter-minimierenden Asynchronmodus und bis 96kHz/24Bit.

reson resolution audio cantata

Herr René Reuter vom deutschen Reson-Vertrieb

Die Themen USB und Jitter-Bekämpfung spielten auch am Stand von Higoto (www.digital-highend.de) eine Rolle. Das 120 Euro kostende M2Tech Hiface (manchmal fragt man sich, ob die Schöpfer solcher Namensgebungen eventuell zu viel Star Wars geguckt haben …) ist auf den ersten Blick zunächst einmal schlicht ein „USB-auf-S/PDIF-Adapter“ (RCA oder für einige Euro Aufpreis BNC). Der es allerdings in sich hat:

M2Tech Hiface

Zum einen soll das USB-typische Jitterproblem (welches daher rührt, dass angeschlossene Geräte, wie DACs, generell einen fremden beziehungsweise im ankommenden USB-Signal verborgenen Takt „aufgezwungen“ bekommen) mittels zweier verbauter Quarzoszillatoren im Zaum gehalten werden. Zum zweiten können die in Computer-Betriebssystemen normalerweise wirkenden, aber nicht gerade klangförderlichen Standard- Audiotreiber – bekanntermaßen ein sehr leidiges Thema – mittels der dem M2Tech Hiface beiliegenden Treiber umgangen werden. Und zum dritten lässt sich die USB-Schnittstelle (die normalerweise auf 96kHz beschränkt ist) mittels dieses „Adapters“ auf 192kHz/24Bit aufbohren. Ein hochspannendes Tool – welches förmlich danach schreit, mal in unseren Hörräumen zum Zuge zu kommen …

Messebericht: HIGH END 2010

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