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Inhaltsverzeichnis

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transrotor

Nach so vielen Lautsprechern möchte man sich doch gern mal wieder am Ketten-Anfang beziehungsweise quellseitig umschauen, und damit das Auge nicht zu kurz kommt, kehrt man bei Transrotor (www.transrotor.de) ein … und steht erstmal staunend vor einem chromblitzenden 280kg Trum von Laufwerk und Tisch namens Argo, dem Nachfolger des vormaligen Spitzenmodells Artus. Dieser Thron lässt sich für schlappe 139.000 Euro beim Händler Ihres Vertrauens erwerben …

Herr Dirk Räke erzählte uns dazu die Anekdote über einen zufriedenen japanischen Kunden, der lobend hervorhob, dass er sogar bei leichten Erdbeben problemlos weiter Vinyl hören könne, denn die kardanische Aufhängung des gesamten Laufwerks sorge dafür, dass alles schön perfekt austariert bleibe …

transrotor dark star

Weniger bebensicher, weniger glänzend, aber auch weniger „in-den-Schuldenturm-treibend“ gibt sich eine andere Transrotor-Neuheit: der Dark Star Reference. Der Dreher wechselt, komplett mit Jelco S-Tonarm und dem 2200er-System von Goldring bestückt, für 3.200 Euro den Besitzer. Das Material der Wahl – und zwar fürs das gesamte Laufwerk, nicht nur für den Plattenteller – nennt sich POM (Polyoxymethylen), ein Kunststoff, dem Räke & Co sehr gute Resonanzeigenschaften und damit einhergehend auch erfreuliche klangliche Ergebnisse nachsagen. Im Unterschied zum „normalen“ Dark Star weist die Reference-Version eine zusätzliche untere Basisplatte auf. Der dunkle Stern kam jedenfalls auf unsere Liste der noch genauer zu inspizierenden Geräte.

Wer nach adäquater Phonovorverstärkung sucht, findet ein reichhaltiges Angebot vor – soll’s allerdings ein Röhren-Pre werden, dann wird die Luft schon etwas dünner. Octave Audio (www.octave.de) möchte seinen Beitrag zum Thema „Röhren-Phonovorverstärkung“ leisten und arbeitet an einem entsprechenden Gerät, welches als Prototyp schon mal in München ausgestellt wurde. Gegen September/Oktober 2009 soll dieser Phono-Pre Marktreife erlangen und für circa 3.000 – 5.000 Euro angeboten werden – je nachdem, wie viele und welche der drei möglichen Module (MM/MC/MC symmetrisch) gewünscht werden.

octave phono vorverstärker

In den Startlöchern steht zudem die generalüberholte Variante des Vollverstärkers V40, der nun Octave V40SE heißt. Firmenchef Andreas Hofmann spricht von einem höheren Klangpotential, welches sich aufgrund von Anpassung am Schaltungslayout ergeben habe. Doch der neue 40er besitzt auch mehr Funktionen & Optionen als sein Vorgänger: Wie zum Beispiel ein Vorstufenausgang, die Mehrkanalfähigkeit durch den Bypass-Modus und die Möglichkeit, stromversorgungsmäßig upzugraden, da die Octave-typischen Black Boxes (diese erhöhen die Speicherkapazität der Netzteilelkos) nun Anschluss finden können. Zudem wurde die sogenannte Ecomode-Funktion integriert, welche (falls aktiviert) nach 10 Minuten Musikunterbrechung fast den gesamten ovtave v40Amp herunterfährt. Zur Freude insbesondere der so geschonten Endröhren und zum Ärger unserer Stromanbieter, denn „schlafend“ verbraucht der V40 SE nur 25 Watt – für ‘ne Röhre nicht gerade viel. Angesichts dessen scheint die Preiserhöhung auf nun 3.700 Euro (vormals 3.300 Euro) realistisch.

Nach Herrn Hofmann kam Herr Hoffmann – seines Zeichens Marketing Manager – und empfing uns am Stand von Dynaudio & NAD (www.dynaudio.de, www.nad.de). Hier ging es unter anderem um ein mindestens genau so spannendes, wenn auch völlig anderes Verstärkerkonzept: In der NAD Master Serie wird es ab Juli 2009 Vollverstärkerzuwachs geben – M2 lautet das Produktkürzel hierzu. In Sachen Preis, der unter der 6.000 Euro-Marke liegen soll, wollte man sich noch nicht so ganz exakt festlegen – darauf, dass es sich beim M2 um einen „echten“ Digitalverstärker handelt dagegen schon:

nad m2

Nein, kein Class-D Amp – das wäre im strengen Sinne ja auch analog … sondern digital wie die Amps, die beispielsweise auch von Tact und Lyngdorf gebaut werden. Am NAD M2 finden sich daher auch so einige Digitaleingänge (sechs um genau zu sein), aber analogen Signalen wird freilich ebenfalls Eingang gewährt – sei‘s symmetrisch oder asymmetrisch (intern wird dann natürlich erst mal digitalisiert).

dynaudioBesonders stolz scheint man auf eine Technologie namens Direct Digital Feedback zu sein, eine Regelschleife fürs Audiosignal, welche mit 108 MHz arbeitet und maßgeblich für geringe Verzerrungswerte verantwortlich sein soll – welche NAD mit unter 0,004% THD angibt, egal ob nur ein halbes Watt oder die maximale Dauerleistung von 250 Watt abgerufen wird … Natürlich war dies nicht die einzige Neuheit am Dynaudio/NAD-Messestand, eigentlich wäre es auch noch interessant, etwas zur aktiven Focus 110 A zu sagen – doch wozu, wenn darüber in Kürze ausführlich zu berichten sein wird (siehe Test Dynaudio Focus 110 A)?

Messebericht: HIGH END 2009

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