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110 Jahre sind eine fast unfassbar lange Zeit – nicht nur in der Audiobranche. Wir schauen zurück auf eine japanische Erfolgsgeschichte, die alles andere als selbstverständlich ist. Klar, nicht immer haben sich die Räder so schnell gedreht wie heute, wenn es um Innovationsgeschwindigkeit und neue Technologien geht. Vor 110 Jahren ging das etwas gemütlicher zu, und es lohnte sich noch, einen Verstärker oder ein Grammophon an seine Sprösslinge zu vererben. Dass ein Hersteller, der aus einer solchen – im besten Wortsinn – konservativen Tradition erwachsen ist, sich in die heutigen Zeiten samt ihrer Zwänge und Möglichkeiten nicht nur passiv eingliedert, sondern sie aktiv gestaltet und vorne mitmischt, ist schon einen ausgiebigeren Blick wert!

Denon 1930s Logo

Der Name Denon setzt sich aus dem jeweiligen Beginn von „Denki“ und „Onkyō“ zusammen

Gegründet wurde Denon (www.denon.com) als „Nippon Denki Onkyō Kabushikigaisha“ (wörtlich „Unternehmen für elektrischen Ton Japans“), vom amerikanischen Unternehmer Frederick Whitney Horn zusammen mit japanischen Partnern. Der heutige Firmenname Denon setzt sich aus dem jeweiligen Beginn von „Denki“ und „Onkyō“ zusammen.

Die Fabrik von Nippon Chikuonki Shokai im Jahre 1910

Die Fabrik von Nippon Chikuonki Shokai im Jahre 1910

Mitgründer Frederick Whitney Horn

Mitgründer Frederick Whitney Horn

 Profi-Qualität von Anfang an

Das neue Unternehmen produzierte nicht nur Geräte zur Wiedergabe von Musik- und Filmton, sondern bot auch für den Aufnahmeprozess hochwertige Lösungen an – dabei wollte man sämtliche Geräte selbst entwickeln. So fusionierte das Unternehmen nur zwei Jahre nach seiner Gründung mit Japan-US Recorders Manufacturing.

Das „Schallplatten-Aufnahmegerät“ DP-17K

Das „Schallplatten-Aufnahmegerät“ DP-17K

Somit gehörten nun auch Schallplattenrekorder für die Rundfunkindustrie zum Portfolio – unschätzbar wertvoll, wenn man bedenkt, dass diese Maschinen zur Aufzeichnung zahlloser historischer Ereignisse eingesetzt wurden.

So zum Beispiel im Jahre 1945, als die Rede des japanischen Kaisers Hirohito zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs mit einem Denon DP-17K-Aufzeichnungsgerät nicht nur für die Geschichtsbücher festgehalten wurde – es war darüber hinaus das erste Mal, dass das gesamte japanische Volk die Stimme des Kaisers hören konnte. Auch eine Schneidemaschine fürs Vinyl-Mastering, mit der man die Massenproduktion von Schallplatten entscheidend vorantrieb, brachte Denon auf den Markt.

Denon Entwickler in den 1930er-Jahren

Denon-Mitarbeiter in den 1930er-Jahren

Schallplatten und Tonbänder

1944 wurde das Unternehmen offiziell in Japan Denki Onkyo Co., Ltd. umbenannt. Bald darauf hielten die ersten professionellen Tonbandgeräte für den Rundfunkbereich mit dem Denon-Logo Einzug in die Funkhäuser nicht zuletzt getrieben durch die 1946 besiegelte Partnerschaft mit Nippon Columbia, ein Unternehmen, das eng mit Japans öffentlich-rechtlicher Rundfunkgesellschaft NHK zusammenarbeitete. Ab 1948 wurde dann das Schallplatten-Aufnahme- und -Abspielgerät R-23-A bei NHK als Standardgerät eingesetzt und in dessen Studios in ganz Japan installiert. Das auf Schallplatten-Aufnahmegeräte spezialisierte Denon-Werk in Mitaka stellte dann gegen Ende der 1950er-Jahre fast vollständig auf die Produktion von Tonbandgeräten um, 1963 schließlich beendete Denon die Produktion von Schallplatten-Aufnahmegeräten gänzlich.

Als Stereoschallplatten zusehends als „next big thing“ am Horizont der Hifi-Entwicklung aufkamen, entwickelte sich parallel dazu der Phono-Tonabnehmer DL-103 zum großen Hit – wobei er zunächst zum professionellen Abspielen, sprich für Dienste bei NHK gedacht war. Mehr als 55 Jahre nach seiner Einführung wird der Tonabnehmer nach wie vor in der Denon-Fabrik in Shirakawa produziert (zum Jubiläum schickt Denon aktuell den Moving-Coil-Tonabnehmer DL-A110 an den Start).

Der Denon-Klassiker schlechthin: Das MC-Pickup DL-103

Der Denon-Klassiker schlechthin: Das MC-Pickup DL-103

Ebenfalls für professionelle Anwender brachte Denon 1966 seinen ersten Kopfhörer, den SH-31, auf den Markt. Heutzutage werden in Shirakawa hochwertige Over-Ears wie der Denon AH-D7200 oder der Denon AH-D9200 mit hohem Handarbeitsanteil gefertigt. Im Consumer-Bereich erschien der Name Denon erstmalig im Jahre 1970: Und zwar bei der Plattenspieler-Motoreinheit DP-5000 mit Direktantrieb, die mit einem Sockel, einem Tonarm und einem Tonabnehmer nach Wahl ergänzt werden konnte.

Digitalaudio-Pionier

Denon half zwar maßgeblich dabei, die LP-Ära einzuläuten – doch die Abwesenheit von Fortschritt wäre Rückschritt, und so gehörte man ebenfalls zu den Pionieren der digitalen Audiotechnologie zu Beginn der 1970er Jahre und entwickelte den weltweit ersten kommerziell einsetzbaren PCM-Digitalrekorder. In der breiten Öffentlichkeit etwas überschattet durch den Start des ersten Denon-Vollverstärkers, des PMA-500, im Jahre 1972.

Das frühe Digital-Audio-Engagement von Denon ebnete auch den Weg für die CD – schließlich entwickelten die Japaner sogar den weltweit ersten CD-Player für den professionellen Gebrauch, den DN-3000F, natürlich für die Rundfunkbranche. Schon ab 1981 (und damit ein Jahr vor Einführung des CD-Players für den Privatgebrauch) stand der DN-3000F in den Studios.

Der erste Consumer-CD-Player von Denon: DCD-2000

Der erste Consumer-CD-Player von Denon hieß DCD-2000

High-End-Statement!

Mit der Flaggschiff-Serie S1 aus dem Jahr 1993 führte Denon einen Großteil der Audiotechnologien ein, die bis heute im gesamten Sortiment in fortwährend weiterentwickelten Evolutionsstufen zu finden sind. Die Denon-S1-Modelle umfassten das CD-Laufwerk DP-S1, den D/A-Wandler DA-S1, den zweiteiligen Vorverstärker PRA-S1 sowie die Monoblock-Leistungsverstärker POA-S1 – was für ein Traum, auch heute noch! In dieser Über-Referenz-Serie kam auch erstmals die Alpha-Processing-Technologie zum Einsatz, die digitalen Audiosignalen einen „analogeren“ Klang verleihen sollte.

Denon DP-S1 & DA-S1

CD-Laufwerk mit DAC: Denon DP-S1 & DA-S1

Denon PRA-S1

Denon PRA-S1 – ein zweiteiliger Vorverstärker

Denon POA-S1

Massiver Monoblock: Denon POA-S1

AV-Sound

Ebenfalls „ahead of its time“ war Denon gegen Mitte der 1980er Jahre, als Heimkino ein breiteres Thema zu werden versprach. Ohne zu zögern brachten die Japaner ihre ersten AV-Receiver-Modelle auf den Markt – unter anderem den AVC-500. Im Vergleich zu den heutigen AV-Receivern mit ihren zahlreichen leistungsstarken Verstärkerkanälen und der Unmenge an (digitalen) Features erscheinen die Audio- und Videoumschaltung für bis zu drei Videorekorder, der integrierte Verstärker (mit 2 x 25 Watt) für Stereo-Frontlautsprecher oder zwei Hintergrund-Lautsprecher sowie das „Surround-Sound-Feature, das Stereoprogrammen Atmosphäre verleiht“ vielleicht banal. Doch man kann den Denon AVC-500 sicherlich als „Beginn von etwas Großem“ bezeichnen – nämlich einer Revolution im Home-Entertainment-Bereich. Und wer zuerst kommt, mahlt zuerst: Bis heute gehört Denon zu den Marktführern in diesem Bereich.

Der erste AV-Receiver Denon AVC-500 – eine unscheinbare Revolution

Der erste AV-Receiver Denon AVC-500 – eine unscheinbare Revolution

Auf einmal ging dann alles Schlag auf Schlag: 1997 zeigte Denon die weltweit erste Fünfkanal-Surround-Sound-Demo und brachte bald darauf den ersten Verstärker mit THX Surround EX, den AVC-A10SE, auf den Markt. Schon im Jahr 2000 folgte das weltweit erste Verbraucherprodukt mit DTS-ES Discrete 6.1: der AVC-A1SE.

Erneutes Neuland: HEOS Multiroom

HEOS Multiroom

HEOS Multiroom

Mit dem HEOS-System betrat Denon vor einigen Jahren erneut Neuland. Multiroom, Wireless, Streaming-Integration – alles komfortabel gesteuert über eine eigens konzipierte App oder Sprachbefehl. Auch Audio-Komponenten des ebenfalls traditionsreichen Anbieters Marantz können ins HEOS-System eingebunden werden.

Die Sound-Systeme Denon Home 150, Denon Home 350 und Denon Home 250

Die Streaming-Lautsprecher Denon Home 150, Denon Home 350 und Denon Home 250

In Feierlaune 

 

110 Jahre Denon-Jubiläum - LogoNach nunmehr 110 Jahren ist Denon natürlich zum Feiern zumute; und deshalb bringen die Japaner eine Jubiläumsserie an den Start, die es in sich hat. Als da wären: Der AVC-A110 ( ein 13.2-Kanal (!!!) AV-Receiver), der Stereo-Vollverstärker PMA-A110, der CD-Spieler DCD-A110 sowie der Tonabnehmers DL-A110. Über den PMA-A110 und DCD-A110 haben wir bereits einen Testbericht verfasst, der in Kürze veröffentlicht wird!

Die “110 Jahre”-Jubiläums-Modelle von links nach rechts: Der AV-Receiver AVC-A110, der Tonabnehmer DL-A110 sowie der Vollverstärker PMA-A110 und der passende CD-Spieler DCD-A110

Die 110-Jahre-Jubiläums-Modelle von links nach rechts: Der AV-Receiver AVC-A110, der Tonabnehmer DL-A110 sowie der Vollverstärker PMA-A110 und der passende CD-Spieler DCD-A110

 

Kontakt:
Denon Deutschland | A Division of Sound United
An der Kleinbahn 18
41334 Nettetal
Telefon: +49 (0) 2157 – 1208-0
E-Mail: info@denon.de
Web: https://www.denon.com/de-DE

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Nubert

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J. Sikora Initial Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: Transrotor Figaro

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Norma Audio REVO DAC-Modul Streamer: Auralic Aries, MacBook Pro

Vollverstärker: Linn Classik Movie II (Surroundreceiver mit integriertem DVD-Player)

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2 Phonoverstärker: Linnenberg Bizet, Neukomm MCA112S

Endstufen: Linnenberg LIsZT Stereo

Lautsprecher: Argon Audio Forte A5, Qin Prestige Three, Nubert NuPro A100

Kopfhörer: AudioQuest Nighthawk, AKG N60 NC Wireless

Kopfhörerverstärker: ifi iDSD nano, Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Gutwire Chime 3, Fastaudio Black Science NF-Kabel: Gutwire EON-Z, Gutwire Synchrony 2 SE, Audioquest Yukon, fastaudio Black Science Phono), Graditech Kide 3 und Kide 1 Digitalkabel: JIB Boaacoustic Silver Digital Xeno USB, AudioQuest Vodka und Cinnamon Ethernet, AudioQuest Carbon RCA, Graditech Kide Digital RCA Netzkabel: Audioquest Tornado, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Ultimate Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 Customized

Zubehör: Stromfilter: Tsakiridis Super Athina Sonstiges: YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren, The Gryphon De-Magnetizer

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m