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eher handfest
denn ätherisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

eigentlich zu groß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die eigentliche überraschung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

richtig heftig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

hingucker aus
der steiermark

Vor/Endverstärker-Kombi von AVM
Vor/Endverstärker-Kombi von AVM

Ebenfalls mehr von der handfesten denn ätherischen Seite zeigte sich die Kombi aus Fischer & Fischer (www.fischer-fischer.de) 129 Kilogramm das Stück schweren und 18.800 Euro das Paar teuren Standlautsprechern SN 570, die mit einem Wirkungsgrad von 92 dB für die AVM Monos MA6.2 (Paar 14.980 Euro, www.avm-audio.com) eine relativ leicht zu betreibende Last darstellten. Nicht, dass es dessen unbedingt bedurft hätte, denn schließlich gehören die mit MosFets bestückten Monoblöcke mit ihrem 1000-VA-Trafo zu den ultrastabilen Endstufen, die dank 600 Watt Dauerleistung auch mit deutlich weniger genügsamen Speakern harmonieren dürften. Übrigens, der zweikanaligen Schwester der Monos, der SA6.2 hat Kollege Jörg Dames bereits für fairaudio auf den Zahn gefühlt.

Gemeinsame Vorführung von AVM und Fischer&Fischer
Gemeinsame Vorführung von AVM und Fischer & Fischer

Quellseitig kam hier der AVM Media Player MP 6.2 zum Einsatz, der als Medienserver nicht nur alle gängigen Streamingformate unterstützt, sondern mit seinem eingebauten PureCD-Laufwerk von Teac auch der guten alten CD einen erstklassigen Klang entlockt. Anschließend ging es in den Vorverstärker SD 6.2, der allerdings nicht nur eine analoge Vorstufe darstellt, sondern ebenfalls als Streamer und Wandler eingesetzt werden kann, woher die Bezeichnung SD - Streamen und DAC - herrührt. Für diese beiden sind 7.200, respektive 7.490 Euro anzulegen. Es klang, wie gesagt, kraftvoll und dynamisch, ohne dabei klangfarbliche Aspekte zu vernachlässigen. Echte Allrounderqualitäten eben, womit nicht nur Blues und Rockfreunde gehörig auf ihre Kosten kommen dürften, sondern auch Liebhaber großorchestraler klassischer Werke.

Nachdem zunächst das Erdgeschoss und die Ebene der Salons „abgearbeitet“ wurden, ging es nun in die drei höher gelegenen Stockwerke des Maritim. Auch wenn die Räumlichkeiten hier natürlich etwas beengter ausfielen, hatte das, wie sich zeigen sollte, keinesfalls Einfluss auf die Qualität des Gebotenen.

RG5 Reference
Symphonic Line RG5 Reference

So war die Vorführung von Symphonic Line (www.symphonic-line.de) aus Duisburg wie immer ein Paradebeispiel dafür, wie gut man in den kleinen Hotelzimmern auch mit eigentlich zu großen Lautsprechern klar kommen kann. Rolf Gemeins RG5 Reference (23.000 Euro/Paar) wurden von der hauseigenen Elektronik zu einem fein aufgelösten, luftigen Klang animiert. Auch satte, tiefreichende Bässe gab es zu hören. Die oft beklagten Raummoden oder diffuse Mitteltonlagen glänzten hier durch Abwesenheit.

audionet
Audionet

Auch bei den Neuberlinern von Audionet (www.audionet.de), deren Umzug von Bochum an die Spree erst einige Monate zurückliegt, hatte man den Raum im Griff. Dieses Jahr hatte sich Audionet für die Vorführung der hauseignen Elektronik für die jüngst von uns getesteten Lautsprecher SN 470 von Fischer & Fischer entschieden. Keine schlechte Wahl. Ohne Übertreibung konnte man die Performance des klassisch designten CD-Spielers Planck und des mit 2 x 167 Watt an 8 Ohm ausgesprochen kräftigen Vollverstärkers Watt als unaufgeregt und sehr souverän beschreiben. Das Zusatznetzteil Ampere wurde in dieser Konfiguration übrigens nicht mit dem Vollverstärker, sondern mit dem CD-Spieler Planck verbunden. Traditionell soll damit das Klangvermögen der Audionetgeräte eine weitere Steigerung erfahren.

einstein
Einsteins große Kette ...

Einstein (www.einstein-audio.de), regelmäßig ein Garant für guten Sound, führte in Bonn gleich mit zwei unterschiedlichen Setups vor. Befriedigte die „große“ Einstein-Kette naturgemäß Hörer, die auf Referenzklänge aus waren, so bot die kleinere Anlage die eigentliche Überraschung: Noch nie habe ich eine Kette, die scheinbar so achtlos auf zusammengeschobene Tische positioniert wurde, dermaßen auf den Punkt spielen hören. Fokus, Raum, Klangfarben, dazu eine irre Dynamik, alles da. Angesichts der kleinen Monitore mit ihren 15-cm-Tiefmitteltönern, die man praktischerweise gleich mit auf die Tische gestellt hatte, kam man aus dem Staunen kaum heraus. Roger Waters Amused to Death von der kürzlich neu aufgelegten LP zu hören, stellte sich als echter Leckerbissen heraus, auf den einige Besucher leider verzichteten, da sie beim Anblick der bescheidenen und offensichtlich so „dilettantisch“ aufgestellten Anlage gleich wieder kopfschüttelnd den Raum verließen. Welch ein Fehler!

einstein
... und die kleine

Als Fehler erwies sich allerdings auch die Annahme, dieses klangliche Ergebnis hier mit einer nach landläufigem Maßstab bescheidenen Kette einfahren zu können. Zwar nutzten die Bochumer als Quelle frecherweise einen günstigen Pro-Ject-Dreher, den sie aber mit einem Ortofon Cadenza Black ordentlich aufgerüstet hatten. Einsteins Vollverstärker The Tune schlägt mit 6.800 Euro zu Buche, während die Netzleiste The Octopus Ultimate mit 2.200 Euro das Konto belastet. Die kleinen Zweiwege-Lautsprecher CRM II kommen von Audio Machina und werden hierzulande von Einstein vertrieben. Kostenpunkt 10.000 Euro.

Einstein The Octopus Ultimate
Einstein The Octopus Ultimate

So blieb neben dem aufregenden Hörerlebnis die Einsicht, dass solche Qualitäten weder für einen Apfel und auch nicht für ein Ei zu bekommen sind.

abacus
Abacus Trifon 5X

Wer nicht ganz so viel anlegen wollte, konnte bei Abacus electronics (www.abacus-electronics.de) fündig werden. Die Nordenhamer Elektronik reißt üblicherweise kein allzu großes Loch ins Portemonnaie und auch die aktiven Lautsprecher sind in der Regel recht bodenständige Angebote. In Bonn präsentierte man die Trifon 5X, das Spitzenmodell aus der Trifon-Reihe zum Paarpreis von 7.900 Euro. Der Einstieg in diese am oberen Preisende der Abacus-Lautsprecher angesiedelte Serie markiert die Trifon 3 für 4.400 Euro, die wir Anfang des Jahres bereits ausführlich besprochen haben.

stereokozept
Lautsprecher von Stereokonzept sowie Elektronik von MSB
und PS Audio

Richtig heftig ging es dann wiederum im Raum von Hifi2die4 (www.hifi2die4.de) zu, denn hier wurde mit sehr hochwertiger Elektronik von MSB und PS Audio vorgeführt. Neben digitaler Kost gab es auch das gut 48.000 Euro teure Über-Analoglaufwerk von Kronos zu hören. Die Musik gelangte enorm detailreich und weiträumig zur Darstellung. Klangkörper wirkten wie in Fels gemeißelt, während der Bass, eher von der schlanken, definierten Sorte, doch überraschend tief und fest, eine stabile Basis bot.


Dynamisch: Johannes Rickert von Stereokonzept und seine Modell-2-Lautsprecher

Manch einer mochte gar nicht glauben, dass sich die eingesetzten Lautsprecher Modell 2 von Stereokonzept (Paarpreis 10.000 Euro, www.stereokonzept.de) der Performance der Weltklassekomponenten mit insgesamt sechsstelligem Preisschild tatsächlich gewachsen zeigten. Kein Wunder, dass viele der erstaunten Besucher von Entwickler Johannes Rickert nicht nur erfahren wollten, wie er das nur anstelle, sondern auch, wo er angesichts der nicht gerade ausladenden Physis seines Modell 2 den vermuteten Subwoofer versteckt habe.

Hans-Joachim Voss schien sichtlich stolz die Mk 3 Version der weltweit renommierten Stereoendstufe AMP II
Hans-Joachim Voss von Accustic Arts

Zeit bei Accustic Arts (www.accusticarts.de) vorbeizusehen. Geschäftsführer Hans-Joachim Voss schien sichtlich stolz die Mk-3-Version der weltweit renommierten Stereoendstufe AMP II vorstellen zu können. Soweit ich den Erläuterungen der anwesenden Entwickler folgen konnte, ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Und wenn man Schaltungselemente beibehalten habe, wurden sie zumindest umfassend optimiert. Zur „alten“ Mk 2 ergäben sich daher deutliche Zugewinne, vor allem in Sachen Musikalität. Der aktuelle Verkaufspreis wird bei 11.500 Euro liegen. Kein Grund für Besitzer des Vorgängermodells sich zu grämen, denn für 2.300 Euro ist ein komplettes Upgrade möglich. Die Kette aus Lauffen, bestehend aus dem CD-Spieler Player II (12.500 Euro), der Vorstufe Tube Preamp II (8.990 Euro), dem Phonoamp Tube Phono II (8.990 Euro, aber wo bitte war noch mal der Plattenspieler?) und eben dem Amp II Mk 3 bewies an den unbestechlichen Schallwandlern Ascendo System F ihr Können.

Trenner und Friedl Osiris

Trenner und Friedl (www.trenner-friedl.com) hatten die Osiris mit nach Bonn gebracht. Mit piekfeiner Verarbeitung und Furnieren (nur aus heimischen Hölzern) in allerbester Möbelqualität ist der wohnraumfreundliche Lautsprecher aus der Steiermark ein echter Hingucker. Der Klang steht dem nicht nach und punktet mit großer Musikalität bei punktgenauem Abbildungsvermögen. Nicht verwunderlich, wenn man weiß, dass ein Koaxialsystem seinen Dienst in der für 5.990 Euro Paarpreis zu habenden Osiris verrichtet.