The Gryphon
fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

 

 

eingangsvielfalt?!

 

 

 

 

 

 

 

 

zwei aufeinmal?

 

 

 

 

 

 

von austauschbaren opas

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

guter eindruck

Technisches ...

Das erste was man sich fragen könnte, wenn man den Kleinen näher inspiziert, wäre wohl: "Wo ist denn der Eingangswahlschalter?" Tja, der PRE verfügt zwar eh nur über gerade mal zwei Hochpegel-Eingänge bzw. vier zugehörige Cinch-Buchsen, aber auch eine solch reduzierte Eingangsvielfalt will doch irgendwie angesteuert werden ... Die Antwort lautet: Der PRE KingRex macht's von allein. Das heißt, es wird automatisch der Eingang durchgeschaltet, an dem tatsächlich ein Musiksignal anliegt. In praxi funktioniert das Ganze so weit problemlos - eine gute Idee, wie ich finde.

king-rex

"Und wenn aber nun zwei Quellen gleichzeitig mit Musiksignalen auf den Kleinen einstürmen, was passiert dann?" Tja, dann setzt sich mal die eine, mal die andere Quelle durch, anscheinend immer gerade die, welche aktuell - da spielt auch die Aufnahme eine Rolle - das stärkere Musiksignal sendet. Ich selbst hatte das mit zwei CD-Playern probiert.

Im täglichen Gebrauch sollte dieser Umstand aber weitgehend problemlos zu händeln sein, zumal die zweite Quelle nicht komplett ausgeschaltet werden muss, sondern schlicht und einfach nur keine Musik spielen  darf ...

kingrexDass es sich beim PRE KingRex nicht um einen klassisch aufgebauten Vorverstärker nach guter, alter Väter Sitte handelt, mag man schon ob der Größe vermuten. Er basiert vielmehr auf einem Schaltungsdesign bei dem, neben diskret aufgebauten Komponenten, an (klang)entscheidenden Stellen Operationsverstärker zum Zuge kommen.

Drei Paar Burr-Brown ICs (OPA627, BUF634, OPA177) besorgen arbeitsteilig die eigentliche Vorverstärkung, stabilisieren und erhöhen die Stromlieferfähigkeit und stellen sicher, dass das Musiksignal schlussendlich von Gleichstromanteilen befreit (der PRE kommt deswegen ohne extra Koppelkondensatoren aus) seine externe Reise zur Endverstärkung antritt. KingRex besitzt übrigens ein Herz für Hörer, die selbst ein wenig experimentieren wollen: Die ICs sitzen auf Sockeln und sind daher leicht auswechselbar, sollten weiterentwickelte, bessere ICs auf den Markt kommen. Was den Garantieanspruch angeht, sollte man freilich vorher abwägen, das Gehäuse ist versiegelt ...


Die relevanten ICs sitzen unter dem Dach einer zweiten Platine (Diamond-Buffer), die sich leicht ausbauen läßt. Nur nebenbei: Der Diamond-Buffer sorgt für höhere Strompotenz und deswegen u.a. für bessere Dynamik.

king rex
Die freigelegten, nun leicht austauschbaren Operationsverstärker.

Klassisch ist übrigens die Energieversorgung geraten: Die verantwortet nämlich kein Schaltnetzteil (wie man vielleicht vermuten könnte, sofern man den PRE KingRex nicht öffnet), sondern ein 8VA Toroidal-Transformator.

Meridian sooloos
Kef Blade

Ebenfalls klassisch - von der Größe mal abgesehen - gibt sich unser Proband, was das Äußerliche angeht: Ohne nun einen ausgemachten "Hingucker" darzustellen, geht der PRE nämlich als ebenso schlicht wie tadellos verarbeitet durch: Wacklig oder klapperig ist da gar nichts, der Lautstärkeregler macht einen ebenso wertigen Eindruck, wie die Cinch-Buchsen (nein, letztere sind eben nicht die häufig auch bei deutlich teureren Geräten vorzufindenden "Wackelpeter", sondern fest verschraubt). Auch der Hauptschalter rastet vertrauenswürdig ein und auf der Frontseite hat‘s desweiteren eine (klar, funktionell betrachtet, eigentlich überflüssig dicke) 6mm starke Alu-Frontplatte. Wer gerne mit Netzkabeln experimentiert, kann dies ebenso tun - das Gerät verfügt über eine "normale" Kaltgerätebuchse.

king rex