fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Test: Plinius M8 und SA-103 | Vor/Endverstärker-Kombination
Preis: 4.500 Euro und 8.200 Euro

Wer die Wahl hat …

Plinius M8 und SA-103

Januar 2012 / Frank Hakopians

Fragt man in einschlägigen audiophilen Kreisen nach dem aus klanglicher Sicht bevorzugten Verstärkerprinzip, wird man auffällig häufig die Antwort Röhren- und/oder Class-A-Verstärker zu hören bekommen. Was die klanglichen Meriten dieser Konzepte angeht, besteht ein erstaunlich hohes Maß an Konsens im ansonsten doch eher sehr heterogenen Umfeld der High Fidelity.

Dass ich vorbelastet bin, möchte ich an dieser Stelle auch keinesfalls verheimlichen. Meine aktuellen Röhrenverstärker finden Sie in der Equipmentliste linkerhand und was Class-A-Verstärkung angeht, sollten Sie wissen, dass ich eine ganze Zeit lang glücklicher Besitzer zweier Omtec CA 25 gewesen bin. Und es kommt noch schlimmer. Auch die kleinen Class-A-Monos Small One von Green Wall befanden sich schon einmal in meinem Besitz. Warum ich Ihnen das erzähle? Wegen eines Tastschalters auf der Endstufe Plinius SA-103. Um diesen Endverstärker und die passende Vorstufe Plinius M8 (Vertrieb: www.audioconcept.eu) wird es im Folgenden gehen.

Der besagte Tastschalter ermöglicht aus dem normalen Class-AB-Betrieb der Endstufe in einen nahezu reinen Class-A-Modus (siehe Verstärkerklassifizierungen) zu wechseln. Ein Feature, welches bereits die Vorgänger der Plinius SA-103 zu bieten hatten. Auch auf mich übt dieser Schalter, der rechts neben einem Mutingtaster auf der Frontplatte thront, eine erhebliche Anziehungskraft aus, verheißt er doch den Eintritt in eine verzerrungsfreiere Klangwelt.

Plinius SA-103

Aber auch ohne diese Besonderheit darf man den SA-103 getrost als Inkarnation einer amtlichen Endstufe bezeichnen: eine quaderförmige Trutzburg aus teilweise fingerdicken Aluminiumplatten, deren bloßer Anblick bereits einem Anschlag auf des Highenders Bandscheiben gleichkommt. Die quasi als Versöhnung für 38 Kilogramm Gewicht angebrachten Griffe an Front und Rückseite dienen da vor allem der Erinnerung daran, dass Transporte tunlichst nur von zwei Personen vorgenommen werden sollten.

Plinius SA-103 - filigran verästelte Kühlrippen
Endstufe Plinius SA-103 - filigran verästelte Kühlrippen

Aber auch dann ist es ratsam, es nicht zu forsch angehen zu lassen, denn die ausgeprägt filigran verästelten Kühlrippen sind zwar keinesfalls so „blutrünstig“ wie andernorts schon kolportiert wurde, dennoch sollte man hier von beherztem Zugriff absehen und besser einen respektvollen Sicherheitsabstand wahren. Von „Männerverstärker“ darf ich jetzt eigentlich nicht schreiben, weil der Amp ja auch meiner Frau gut gefällt. Aber die hat sich vor Jahren auch schon mit einer Geithain 901 bestens arrangieren können und dürfte sich damit als Indikator für den WAF eindeutig disqualifiziert haben ...

Schwertransport: Plinius Vor/End-Kombi M8+SA-103

 

 

 

 

 

Im Test:

Vorverstärker:
Plinius M8
UVP: 4.500 Euro

Endstufe:
Plinius SA-103
UVP: 8.200 Euro

Vertrieb:
Audioconcept HiFi Vertriebsgesellschaft

Telefon: 06709 - 439

eMail: contact@audioconcept.eu

Web: www.audioconcept.eu

 

Equipment:

Quellen:

Bladelius Gondul M
Horstmann & Petter Ullysses (Tonarme: Audiocraft AC 4400 , Horstmann & Petter  Iason,Tonabnehmer: Dynavector XV-1S , Denon DL 103 „Volpe“)

Verstärker:

Vorstufe:
Melody 1688 II

Endstufe:
Tenor Audio 75 Wi Monoverstärker, Mudra M 500 Monoverstärker

Lautsprecher:

Kharma Ceramique CE- 3.2, Gamut Phi 3, Tocaro 40 b, A.C.T.  AL 4x4 (Subwoofer)

Stromversorgung:

Accuphase PS 500V, Trenntrafos von Steinmusic und Moll-Audio, AHP-Klangmodule, Furutech-Steckdosen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die griffe sind quasi zur versöhnung angebracht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

schwertransport: plinius vor/end-
kombi m8/sa-103