
September 2011/Tobias Zoporowski
„Ara“ bezeichnet im Koreanischen die See oder das Meer. Was dies mit einem Röhrenvollverstärker zu tun hat, will sich mir nicht recht erschließen. Denn Rauschen gehört selbstverständlich nicht zu seinem Handwerk. Und auch harmloses Dahinplätschern ist nicht das, was ich erwarte. Me(e)hrwert haben die Emillé-Entwickler ihrem jüngsten Spross (Vertrieb: www.accuton.de) aber dennoch mit auf den Weg gegeben, wie wir noch sehen werden.
Zunächst galt es für mich, ein großes Missverständnis aus dem Weg zu räumen. Mit Emillé war ich nämlich bislang noch nie unmittelbar in Berührung gekommen. So hatte ich die Südkoreaner gedanklich in Richtung derjenigen Hersteller und Vertriebe geschoben, die massiv anmutende Komponenten mit klangvollen Namen zu kleinen Preisen in den Markt drücken. Jaja, ganz falsch. Ich weiß.
Emillé-Verstärker (es gibt nur Amps, Quellen bieten die Asiaten nicht an) muten nicht nur massiv verarbeitet an, sie sind es auch - und mein Testmodell „Ara“, dessen „Special Edition“ (SE) dem deutschen Markt erst im Mai vorgestellt wurde, markiert den Einstieg in das Produktportfolio von Emillé und ist dennoch knapp 3.000 Euro schwer - nach Billigheimerei riecht das nicht.

Vollverstärker:
Emille Ara SE
Preis: 2.995 Euro
Vertrieb: Accuton Thiel & Partner GmbH
Telefon: 02238 - 475475
Web: www.accuton.de
eMail: info@accuton.com
Equipment:
Quelle:
analog:
Transrotor Insigne mit Tonarm Rega RB 300 und Abnehmer Goldring 1042 GX, Phono-Pre: Lehmann Audio Black Cube Statement, Tuner: Sansui T-80 (modifiziert)
digital:
CD-Spieler Lua Appassionato und Yamaha CD-S 1000, iPod-Station: Advance Acoustic MiP-Station (modifiziert)
Musical Fidelity vDAC
Naim DAC
Verstärker:
Symphonic Line RG 9 MK IV
Yamaha A-S 1000
Lautsprecher:
Magnat Quantum 905
Nubert nuVero 14
Klipsch RF-82 II
Kabel:
LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld
missverstandene emillé: keine billigheimerei