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Test: B.M.C. AMP C1 Verstärker | Preis: 3.898 Euro

Bull's Eye

BMC Amp C1

 

März 2011 / Martin Mertens

Da steht er nun. Ich gebe zu: Als ich das erste Mal ein Foto von ihm gesehen habe, fand ich das zentrale „Bullauge“ ziemlich schick. Hinter der runden Scheibe des B.M.C. AMP C1 (www.bmc-audio.de) sitzen zwei Leistungsanzeigen, dazwischen ein numerisches Display zur Anzeige der Lautstärke und darüber die Anzeige für den gewählten Eingang. In dieser Form habe ich so etwas noch nicht gesehen.

Wo ich ihn nun so realiter vor mir stehen habe, bin ich mir uneins. Ein wenig protzig wirkt das schon. Auf der anderen Seite erinnert mich das Design irgendwie an ein Messgerät. Ein altes Oszilloskop vielleicht, bei dem zentral auf der Front des Gerätes der runde Leuchtschirm der Kathodenstrahlröhre sitzt. Oder ein altmodisches Volt- oder Amperemeter, bei dem links und rechts Stellknöpfe für die Bereichseinstellung liegen.

BMC Amp C1

Die großen Einstellräder auf beiden Seiten der Anzeige dienen aber anderen Zwecken. Das Linke ist schlicht der Power-Schalter. Ein kurzer Dreh und mit einem sattem „Plopp“ schaltet sich das Gerät ein. Das numerische Display zählt einen Zehn-Sekunden-Countdown, in denen alle Spannungen hochgefahren werden, dann ist der Verstärker betriebsbereit. Die Lautstärke pegelt sich automatisch auf einen Wert von „10“ ein, was an Lautsprechern mit normalem Wirkungsgrad sehr moderat ist.

Apropos Lautstärke. Für deren Regelung ist das rechte Einstellrad zuständig. Dabei ist der Knopf aber nicht auf die Achse eines Potentiometers aufgesteckt. Die Lautstärke wird beim B.M.C. AMP C1 elektronisch über ein Netzwerk aus Transistoren und Widerständen eingestellt. Bei dem Drehregler handelt es sich also lediglich um einen Impulsgeber für die elektronische Regelung.

BMC Amp C1 - DisplayZwischen der zentralen Anzeige und den großen Drehknöpfen befindet sich noch jeweils ein Tastschalter. Der linke dient zur Regelung der Displayhelligkeit, der rechte schaltet der Reihe nach die Hochpegelinputs durch: von drei asymmetrischen zu zwei symmetrischen Eingängen. Das Wechseln zwischen den Eingängen erfolgt dabei sehr elegant mit einem fest eingerichteten Fading. Die Lautstärke der aktuellen Quelle wird beim Umschalten schnell aber sanft herunter geregelt; nach dem Umschalten wird die neue Quelle entsprechend wieder hochgeregelt. Das geht gerade so schnell, dass der Effekt bemerkbar ist, aber beim Durchschalten zwischen mehreren Quellen nicht stört.

Erwähnenswert ist noch, dass dem Verstärker eine recht massive Fernbedienung beiliegt. Von den zahlreichen Knöpfen sind allerdings nur fünf für die Bedienung des Verstärkers zuständig: ein Paar Knöpfe, um die Eingänge in beide Richtungen durchzuzappen, ein Paar zum Rauf- beziehungsweise Herunter-Regeln der Lautstärke und eine Mute-Taste, um den Verstärker spontan verstummen zu lassen. Die restlichen Tasten steuern den CD-Player und den DA-Wandler von B.M.C.

 

 

 

 

 

 

Im Test:

Vollverstärker:
B.M.C Amp C1
Preis: 3.898 Euro

Hersteller & Vertrieb:
B.M.C. AUDIO GmbH

Tel. 0561 - 473 98 150

eMail: info@bmc-audio.de

Web: www.bmc-audio.de


 

Equipment:

Quellen:

analog:
Thorens TD 160 HD
(mit TP250 Tonarm &
Benz Micro MC Gold
Tonabnehmer)

digital:
Creek CD 43 Mk II
Logitech Transporter


Verstärker:

Phono-Pre:
Lehmann Black Cube SE II

Vollverstärker:
Jadis Orchestra blacksilver
Exposure 2010 S

Lautsprecher:
Gaithain ME150

Kabel:
NF: Vampire CC
LS: Fast Audio Compact 6M in Biwiring-Konfiguration

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

irgendwie erinnert mich das design an ein messgerät

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

apropos lautstärke