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Test: Teac Distinction Serie - AI-2000 und CD-2000 | Verstärker und CD-Player | Preise: 1.500 Euro und 1.000 Euro

Zweimal Zweitausend

Teac AI-2000 und CD-2000

 

März 2012 / Tobias Zoporowski

In den letzten Jahren fühlte sich Teac (www.teac.eu) eher an den beiden Enden eines gedachten „Dimensionsstrahls“ wohl: Im Mini-/Mikro-Segment mit den durchaus anspruchsvollen Komplettanlagen der „Reference“-Serie (siehe Test Teac Reference 600 Kompaktanlage) und unter dem Markennamen „Esoteric“ im HighEnd-Bereich. Also ungefähr da, wo für „Otto-Normalverdiener“ nur die feuchten HiFi-Träume bleiben.

Dazwischen klaffte eine bemerkenswerte Lücke, die Teac nun mit der „Distinction“ getauften Produktlinie schließen möchte. Die besteht aus insgesamt sieben neu entwickelten Geräten: Drei CD-/SACD-Spieler, drei Vollverstärker und ein Tuner tummeln sich in drei preislichen Abstufungen und bilden so den neuen „soliden Mittelbau“ von Teacs HiFi-Haus. Zum Test standen mir der Vollverstärker AI-2000 und der CD-/SACD-Player CD-2000 zur Verfügung. Die beiden stellen, der neuen Hierarchie der Distinction-Familie (1000, 2000, 3000) folgend, die „Mitte der Mitte“ dar. Aber der Reihe nach. Womit haben wir es zu tun?

Das Design der „Distinction“-Komponenten finde ich angenehm reduziert, die Verarbeitung untadelig hochwertig. Die in ihrer Form an einen „Hundeknochen“ erinnernden und aus gebürstetem Aluminium gefrästen Frontplatten – eine gewisse Ähnlichkeit mit Esoteric-Gerätschaften scheint nicht zufällig – verleihen beiden Geräten etwas gleichzeitig Dynamisches und in sich Ruhendes. Das gilt besonders für den sehr massiv anmutenden Vollverstärker.

Die übersichtlich angeordneten Funktionselemente fasst man gern an, alle Tasten geben definiert Rückmeldung, der beim Amp zentral angeordnete Lautstärkesteller läuft schön satt. Nebensächlich ist so ein Eindruck keineswegs, sind es doch auch solche vermeintlichen Kleinigkeiten, die darauf schließen lassen, wie sorgfältig – oder eben nicht – ein Produkt konzipiert wurde. Hier ist zu konstatieren, dass die Anfassqualität dem geforderten Preis mehr als gerecht wird.

Bedienen lässt sich – direkt an den Geräten – alles, was es zum Musikhören braucht. Hat man die mitgelieferten Infrarotgeber mal verlegt – was blöd wäre, denn auch sie sind haptisch und ergonomisch gelungen – wäre das zumindest keine Katastrophe, würde den Umgang mit den Teacs höchstens unbequemer, aber nicht unmöglich machen.

Fernbedienung der Teac-Kombi

Warum ich das erwähnenswert finde? In Zeiten, in denen immer mehr Hersteller auf den „Netzwerk-Zug“ aufspringen und sich zunehmend Gedanken darum machen, ihre Produkte möglichst smartphonekompatibel auszulegen, habe ich bereits des Öfteren erlebt, dass sich die ein oder andere Komponente „ohne“ auch überhaupt nicht mehr steuern lässt. Eine Entwicklung, die – aber das ist nur meine persönliche Einschätzung – bei aller Innovation nicht zielführend scheint.

Teac AI-2000 - Innenansichten

Der mit strammen 14 Kilogramm ganz schön pfundige Amp ist umfangreich ausgestattet und durchdacht aufgebaut: Drei Hochpegelquellen finden via Cinchsteckern Anschluss, eine weitere gar symmetrisch per XLR-Buchsen. Auch an Vinylfreunde hat Teac gedacht. Der integrierte Phonoentzerrer nimmt die „Strömchen“ von MM-Tonabnehmersystemen entgegen. Will man die Nachbarn oder die beste aller Ehefrauen nicht stören, lässt sich auch ein Kopfhörer andocken. Insgesamt zwei Paar Lautsprecher kann der AI-2000 versorgen. Für ambitionierte Kunden, die ihre Kette sukzessive ausbauen möchten, lassen sich die Verstärkerzweige auftrennen (Pre-Out/Bypass) und so etwa ein Subwoofer in den Signalweg einschleifen. Eine Klangregelung oder eine Tapeschleife sucht man dagegen vergebens. Aber ehrlich: Vermisst habe ich beides nicht. In dieser Preisklasse zwar kein Alleinstellungsmerkmal, aber durchaus nicht selbstverständlich ist der voll diskrete Doppelmono-Aufbau des AI-2000 mit jeweils kanalgetrennter „Saftfabrik“ in Ringkernform.

Teac AI-2000 - zwei Ringkerne

Auch das Pendant, der CD-Spieler CD-2000, lässt es an nichts fehlen: Neben herkömmlichen Audio-CDs spielt er auch die im Handel immer seltener werdenden, unter Aficionados gleichwohl sehr beliebten SACDs ab. CD-R/RW ist selbstverständlich, MP3 und andere komprimierte Dateiformate mag das Laufwerk hingegen nicht. Mit seinem rückwärtigen USB-2.0-Port fungiert der CD-2000 als externe Soundkarte beziehungsweise D/A-Wandler für Streaming und Internetradio für jeden PC oder Mac.

USB-Eingang des Teac CD-2000

Nach Herstellerangaben sollte das treiberlos funktionieren, was ich zumindest für die von mir eingesetzten Betriebssysteme Mac OS 10.6 und Windows XP SP2 bestätigen kann. Der verbaute Wandlerchip vom Typ Cirrus CS4398 rechnet mit 24 Bit und 192 Kilohertz. Nicht verwunderlich ist – schließlich besitzt der 2000er-Amp einen symmetrischen Eingang –, das der Player neben Cinch- auch XLR-Ausgänge aufweist.

Analog-Out des CD-Spielers

 

 

 

 

 

 

Im Test:

Vollverstärker:
Teac AI-2000

UVP: 1.500 Euro

SACD/CD-Player:
Teac CD-2000

UVP: 1.000 Euro


Hersteller & Vertrieb:
Teac Europe GmbH

Telefon: 0611 - 7 15 80

eMail: info@teac.de

Web: www.teac.eu


 

Equipment:

Quelle:

analog:
Transrotor Insigne mit Tonarm Rega RB 300 und Abnehmer Goldring 1042 GX, Phono-Pre: Lehmann Audio Black Cube Statement, Tuner: Sansui T-80 (modifiziert)

digital:
CD-Spieler Lua Appassionato und Yamaha CD-S 1000, iPod-Station: Advance Acoustic MiP-Station (modifiziert)
Musical Fidelity vDAC
Naim DAC

Verstärker:

Symphonic Line RG 9 MK IV
Yamaha A-S 1000

Lautsprecher:

Magnat Quantum 905
Nubert nuVero 14
Klipsch RF-82 II

Kabel:

LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vermeintliche kleinigkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

auch an die beste
aller ehefrauen
wurde gedacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der player als
soundkarte