fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Test: Exposure S 2010 CD-Player & Verstärker
Preis: 1.120 Euro je Komponente

Belichtungsmessung

Exposure S 2010

April 2009 / Martin Mertens

Irgendwie habe ich es geschafft in den Ruf zu geraten, ein Faible für antiquierte Technologien zu besitzen. Vermutlich nicht zu unrecht. Was Musikwiedergabe betrifft, bin ich beispielsweise der Ansicht, dass zwei Lautsprecher für eine vernünftige Raumabbildung reichen. Ich habe eine Schwäche für Röhrenverstärker und bin der Überzeugung, dass es immer noch Punkte gibt, in denen die analoge Schallplatte den gängigen digitalen Tonträgern überlegen ist.

Aber: Meine CD-Sammlung liegt in gerippter Form auf einem NAS-Server, die Musikdaten werden also nach Bedarf über das heimische WLAN-Netz zum Netzwerkplayer gestreamt. Diesen Artikel schreibe ich am Computer und nicht an der wunderhübschen mechanischen Schreibmaschine, die im Regal steht. Und die Fotos, die ich für diesen Artikel geschossen habe, sind selbstverständlich mit der Digitalkamera gemacht. Wobei - die schönsten Fotos mache ich immer noch, Sie ahnen es, auf herkömmlichem Film. Am liebsten Schwarzweiß.

Exposure im SucherKlar ist es deutlich komfortabler am Bildschirm mit Photoshop in zehn Minuten das zu erreichen, was man sonst (vielleicht) in einem halben Tag in der Dunkelkammer mit der Nase über Entwickler und Fixierbad schafft. Trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass kein Computerausdruck es mit einem sorgfältig auf Barytpapier vergrößertem und sauber verarbeitetem SW-Negativ aufnehmen kann. Zudem lernt man bei diesem konservativ-konventionellen Verfahren einige grundsätzlich richtige Dinge über Fotografie. Die gelten zwar auch in der digitalen Bilderwelt, scheinen aber aufgrund der zahlreichen Bearbeitungsmöglichkeiten nicht mehr so wichtig genommen zu werden. Man lernt beispielsweise, dass man ein unscharfes Bild im Nachhinein niemals scharf machen kann. Oder dass man Kontraste nicht beliebig manipulieren kann. Wenn man am Anfang, bei der Aufnahme, nicht richtig belichtet, kommt kein gescheites Bild heraus – die korrekte Belichtung bleibt weiterhin das A und O anspruchsvoller Fotografie. Belichtung heißt übrigens auf Englisch Exposure. Was uns leidlich elegant zu den zu besprechenden Geräten führt …

Die Firma Exposure entstand in der Blütezeit des britischen High Fidelitys – also Mitte der 1970er Jahre. Doch während Firmen wie NAD, Naim oder Rega längst keine Insidertipps mehr sind, hat es Exposure nicht zu solcher Bekanntheit gebracht, zumindest nicht in meiner Wahrnehmung.

Das Produktportfolio des Herstellers ist überschaubar und beinhaltet hauptsächlich CD-Spieler und Verstärker, die sich auf drei Produktlinien aufteilen. Die Geräte der S 2010-Serie stellen das Einsteigersegment dar. In preislich aufsteigender Reihenfolge kommen die Geräte der Serien S 3010 und New Classics.

Exposure im Sucher

Vom deutschen Exposure-Vertrieb, Connect Audio, wurden der S 2010 Vollverstärker und der zu ihm passende CD-Player S 2010 zu Testzwecken geordert. Ein weiteres Mitglied dieser Produktlinie ist übrigens die S 2010 Endstufe - eine separate Vorstufe gibt es hingegen nicht. Der Endverstärker ist als Ergänzung zum Vollverstärker gedacht, etwa für den Bi-Amping Betrieb.

Exposure S 2010 Kombi mit Endstufe

 

 

 

 

 

Im Test:

CD-Player & Verstärker:
Exposure S 2010

UVP: 1.120 Euro

Vertrieb:
Connect Audio
Tel. +49 (0)6434-5001

eMail:
info@connectaudio.de
Web:
www.connectaudio.de


 

Equipment:

Quellen:

analog:
Thorens TD 160 HD
(mit TP250 Tonarm &
Benz Micro MC Gold
Tonabnehmer)

digital:
Creek CD 43 Mk II
Logitech Transporter


Verstärker:

Phono-Pre:
Lehmann Black Cube SE II

Vollverstärker:
Jadis Orchestra blacksilver
Myryad MXI2080

Lautsprecher:
Expolinear T 120
Gaithain ME150

Kabel:
NF: Vampire CC
LS: inakustik LS 1002

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

belichtung heißt übrigens auf
englisch exposure

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

im visier:
die exposure
s 2010 geräte