PSB Lautsprecher
fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

klappe auf:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... man bleibt ziemlich
verwirrt zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

schnell & aufgeweckt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die ausgewogenheit hat mich am meisten gewundert.

 

 

 

 

 

viele pluspunkte ...

 

 

 

 

... aber auch zu unpraktisch und
viel zu schwach.

 

 

 

 

 

 

die zukunft oder
für studenten?

Sonic Impact T-Amp von innen

Der Hochtonbereich gefällt ausnehmend gut: Detailreich wirkt er, abgestuft und dabei niemals aggressiv - es sei denn, der Regler wurde zu weit nach rechts gedreht. Die Darstellung der oberen Oktaven gerät dabei weder verhuscht noch aufdringlich hart, sondern klar und neutral. Hierdurch gewinnt die Präsentation Überzeugungskraft: Arbeitet der Drummer mit dem Besen auf dem Becken, ist das klar zu vernehmen - auch bei eher geringem Pegel. Liegt Hall um eine Stimme, wird davon nichts unterschlagen. Aus diesen kleinen, feinen Puzzlesteinchen setzt sich ein lebendiges Bild zusammen - es kommt Live-Feeling auf. Klar, der letzte Schliff fehlt, da sind Steigerungen möglich. Aber bitteschön!

Vielleicht das Eindrucksvollste ist der Bass, auch wenn der Hochton-Bereich vergleichsweise exzeptioneller gerät. Instinktiv schaut man sich dieses Kistchen an und versucht zu begreifen, woher das kommt, was man hört ... und bleibt ziemlich verwirrt zurück. Ich rede nicht von den tiefsten Registern, hierbei zeigt er sich zwar auch recht wacker, weicht aber schließlich doch auf. Die Selbstverständlichkeit in den untersten Oktaven fehlt ihm - aber er traut sich ran. Und das was kommt, ist Gott sei dank nicht aufgebläht, sondern eher schlank gehalten - wenn auch in sich wenig strukturiert. Geht es aber in Oberbass-Gefilde, weiß er anständig zu definieren: Trocken und schnell präsentieren sich Bassläufe, böse grummeln Bassflächen (Massive Attack einlegen und lachen ...). Und der Bass wirkt räumlich präzise, er ist nicht "einfach nur irgendwie da". Wie gesagt: beeindruckend.

Sonic Impact T-Amp: Batteriefächer

Zu alledem kommt, das der Sonic Impact T-Amp schnell ist, ja, aufgeweckt geradezu. Aber auch nicht vorschnell - gut, vielleicht ein bisschen. Jedenfalls wirkt er ganz und gar nicht schüchtern. Nur wenn alles auf einmal einstürmt und es musikalisch sehr dicht (und auch laut) wird, duckt er sich kurz einmal weg. Es wäre ja auch noch schöner, wenn er alles könnte.

Die Fähigkeit "Tempo zu machen" ergibt in Kombination mit der klaren Präsentation, der guten Räumlichkeit und den dynamischen Fähigkeiten einen Verstärker, der zusammengefasst vor allem eines kann: richtig Spaß machen.

 

Hörzone
Piega
Phonar
Zendo Cable by Mundorf

 

Der T-Amp wirkt lebendig, musikalisch und rhythmisch. Und noch mehr, er hält die tonale Balance: Das musikalische Geschehen wird sehr klar präsentiert, aber auch nicht über-analytisch oder kühl. Den Klängen wird ein Leben verliehen, ohne das er ein Eigenleben entwickeln würde. Diese Ausgewogenheit ist es, was mich am meisten gewundert hat. Wäre er lediglich in einer "Teildisziplin" hervorragend und würde andere Bereiche signifikant missachten, so wäre das Urteil schnell gefällt: "Schon ganz nett, dass es in dieser Preisklasse überhaupt einen Vollverstärker gibt - aber was will man denn schon groß erwarten?" Doch der Sonic Impact T-Amp 5066 ist nicht lediglich "ganz nett" - er ist, so simpel sich das anhören mag, richtig gut! Und das auch jenseits von Preis/Leistungs-Überlegungen.

 

Fazit:

Der Sonic Impact T-Amp ist gekennzeichnet durch ...

  • ein offenes Klangbild - klar und transparent. Dabei lebendig und musikalisch, ohne ein Zuviel an künstlicher Wärme.
  • eine gute räumliche Darstellung, insbesondere in der Horizontalen. Die Tiefenstaffelung fällt eher gering aus: klare Tendenz zum Zweidimensionalen.
  • Tempo und Dynamik an wirkungsgradstarken Lautsprechern und bei limitiertem Maximalpegel.
  • Detailreichtum, vor allem im Hochtonbereich. Aber auch durch einen Bass der sich "kross & knackig" darstellt.
  • ein Preis/Leistungs-Verhältnis, das nicht herausragend ist, sondern schon fast absurd.

Sind "normale" Verstärker damit erledigt? Nein. In der jetzigen "Verpackung" und mit nur einem Audio-Eingang, ist er viel zu unpraktisch. Zudem kann er, aufgrund seiner viel zu geringen Ausgangsleistung, mit einem Großteil der üblichen Lautsprecher nicht sinnvoll betrieben werden. So unpraktisch und so schwach wie er ist, kann er sich nur dort entfalten, wo mit einer Handvoll Watt ein nicht allzu großer Raum mit Musik "gefüllt" werden soll - und wo ästhetisches Empfinden und Praxistauglichkeit sehr kleingeschrieben werden.

Freilich hat man bei Sonic Impact den Hype in der HighEnd-Szene wahrgenommen - schließlich war der T-Amp schon einmal ausverkauft. Eine "gehübschte" Version ist auf dem Markt: Im Alu-Gehäuse, mit einem vernünftigen Lautstärkeregler und gescheiten Ein- und Ausgangs-Buchsen versehen, nennt er sich gleich Super T-Amp. Das Ganze für einen guten Hunderter mehr.

 

Mein Urteil fällt doppelt aus:

Liebe HighEnder, keine Bange, Sie müssen Ihre knapp 100 Kilogramm Elektronik nicht sofort verkaufen. Sie klingt nach wie vor wesentlich besser. Aber betrachten Sie diesen kleinen Verstärker ruhig als einen Fingerzeig in die Zukunft. Denn wenn eine derartige Performance für weit unter 100 € möglich ist, was ließe sich dann für meinethalben 1.000 € realisieren? Hier wird sich etwas bewegen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Leben Sie von einem eher studentischen Budget? Ihnen ist Musik sehr wichtig, aber die Verpackung schnurz? Das Maximale der Gefühle sind in Summe 1.000 € für eine komplette HiFi-Kette? Vielleicht noch weniger? Legen Sie so gut wie alles in wirkungsgradstarke Lautsprecher an, einen mp3-Player besitzen Sie ja sowieso - und nun kaufen Sie noch den T-Amp. That's it. Zwar nicht absolutes HighEnd, aber es sollte mich wundern, wenn Sie damit nicht jede Menge Spaß haben werden.

Sonic Impact T-Amp