Dynamikks!
fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

 

 

 

 

innenansichten ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"wehrhaft wirkendes äußere ..."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"hören & staunen ..."

Technisches ... 

 

Der Classic 6.6 ist zwanzig Kilo schwer und mit zwei mal 160 Watt an 8 Ohm (bzw. 270 Watt an 4 Ohm) durchaus potent. trafo classic 6.6Der Aufbau ist in "Doppelmono" gehalten: Je vier 10.000 µF Siebkondensatoren sowie je ein 400 VA-Trafo (ja ich weiß, in den im Internet kursierenden Datenblättern ist von 450 VA oder sogar 500 VA die Rede) sind pro Kanal aktiv. Der Dämpfungsfaktor beträgt fast 400 - ein Indikator dafür, dass der Classic 6.6 imstande ist, Lautsprecher kontrolliert und spannungsstabil zu befeuern.

Vorderseitig ist der Classic 6.6 mit einer 1 cm starken Frontplatte und hochwertig anmutenden Eingangswahlschaltern versehen - inklusive Relaissteuerung im Inneren - sowie einem fast schon obszön anmutenden "Lautstärkerädchen". fuß Sclassic 6.6Das geradezu "wehrhaft" wirkende Äußere wird durch die mächtigen, seitlichen Kühlrippenwirken optisch verstärkt. Letztere sind für "chillige" Arbeitstemperaturen der im Inneren werkelnden Leistungstransistoren von Toshiba verantwortlich. Diese arbeiten bis 20 Watt im reinen Class-A-Betrieb. Unten am Gerät befinden sich Standfüße, bei deren Entwicklung das Thema Mikrofonie sicherlich auch eine Rolle gespielt hat. Die Geräterückseite beherbergt ein solides Anschlussfeld, insbesondere die Lautsprecherklemmen betrifft. Zudem ist die Verbindung zwischen Vor- und Endstufe per Schalter auftrennbar - die Endstufe lässt sich so leicht extern ansteuern.

 

O.k. Mr. Yu, das klingt für das geforderte Geld wahrlich überzeugend. Doch was passiert, wenn man den Classic 6.6. einschaltet?

 

phonosophie
Dynaudio
Zendo Cable by Mundorf
Acoustic Solid

 

Hören ...

und staunen. Falsch. Einschalten und ohne etwas zu hören, gleich Staunen, ist angesagt.

Und zum Sicherungskasten marschieren ... dann erneut einschalten. Wenn man Glück hat - nun hören. Ansonsten den Algorithmus nochmals durchlaufen. Gut Ding will Weile haben. Anderen, an der gleichen Sicherung hängenden Geräten, bekommt die zeitweise "Entspannung" sicherlich auch mal gut.

Was tun? a. Damit leben. Das Problem ist zum Glück - je nach Hausinstallation - unterschiedlich virulent. b. Basteln - Einschaltstrom begrenzen. c. Oder nach einer Version des Classic 6.6 Ausschau halten, bei der das Ganze angeblich nicht mehr passiert.

O.k. hören?

Ja, der Classic 6.6 musiziert in leisen Stunden manchmal selbsttätig - ohne dass der CD-Player eingeschaltet werden muss. Nun gut, manche finden auch Aquariumgeblubber entspannend. Aber im Ernst: Mich stört das zeitweise aufkommende, leichte Trafobrummen nicht. Also, endlich rein mit der ersten Scheibe in den Audiomeca Obsession II ...