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fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Test: Vollverstärker C.E.C. AMP5300

Futuristisch ...

Juli 2007 / Jörg Dames

Ob man es nun will oder nicht: Es gibt Dinge, die lassen automatisch - quasi unbewusst - ganz bestimmte Assoziationsketten aufkommen. So auch die Buchstabenkombination "C.E.C". Denn sofort hat man folgenden Teil des Alphabets parat: "CD". Zumindest wenn man HiFi-Enthusiast ist. Wird nämlich das Gespräch auf die in den fünfziger Jahren gegründete japanische Firma gelenkt, landet man in der Regel bei einem ganz bestimmten Thema: "Riemengetriebene CD-Laufwerke".

Dass es zu C.E.C. eigentlich noch mehr zu sagen gibt, ist meistens zwar ebenfalls bekannt, dennoch: Auch meinerseits blieben - außerhalb des CD-Player-Bereiches - nähere Bekanntschaften mit Familienmitgliedern der Tokioter HiFi-Schmiede bisher aus.

Frontansicht C.E.C. AMPP 5300

Höchste Zeit für uns also, dies zu ändern. Zumal es den C.E.C. AMP5300 am Markt schon eine ganze Weile gibt. Dass der Entwickler - Carlos Candeias - einen gewissen Kultstatus in der Szene besitzt und der Verstärker mit einigen konzeptionell interessanten Besonderheiten daherkommt, ließ bei fairaudio natürlich zusätzliche Neugier aufkommen:

 

Scheu Analog
Dynamikks
Stereokonzept
AudioVolver II

 

Technisches ...
LEF TechnologieDa bekanntermaßen nichts so praktisch ist, wie eine gute Theorie, sei zunächst - was die erwähnten konzeptionellen Besonderheiten angeht - die von C.E.C. beworbene "LEF"-Technologie (Load Effect Free) erläutert: Die mit einer Single-Ended-Schaltung ausgestattete Endstufensektion soll durch dieses besondere Schaltungsdesign frisch, frei und vor allen Dingen gänzlich unbeeindruckt von den ihr anhängenden Lautsprecherlasten zu Werke gehen. Das Konzept kommt dabei ohne eine "Über-Alles-Gegenkopplung" aus. Dadurch möchte C.E.C. eine erhöhte Immunität gegenüber Phasenverschiebungen zwischen Strom und Spannung erreichen - letztere entstehen leider immer unvermeidlich durch die Lautsprecher. Schlussendlich sollen dadurch Verzerrungen minimiert und zudem selbst impedanzschwache Lautsprecher von den 2 x 100 Watt (8 Ohm) kontrolliert an die Kandare genommen werden.

IGM technologieEin "Intelligent Gain Management" sorgt desweiteren dafür, dass über den Lautstärkeregler unmittelbar der Verstärkungsfaktor der Endstufe justiert wird. Dadurch wird ein üblicherweise direkt in den sensiblen Signalweg der Vorstufe eingeschliffenes Potentiometer überflüssig. Der AMP5300 arbeitet zudem im reinen Class-A-Betrieb, was aufgrund des dadurch notwendigen Kühlkörpers - benennen wir es mal ein wenig euphemistisch - für eine räumlich sehr "geballte" Anordnung der Anschlussmöglichten sorgt:

LautsprecheranschlussMusikhörer mit dicken Fingern oder Besitzer von Lautsprecherstrippen mit Kabelschuhen an den Enden werden wohlmöglich insbesondere die Art, wie die Lautsprecherklemmen konstruiert worden sind, polarisierend finden. Mir ging`s jedenfalls so ...

CEC AMP5300 Rückseite Sehr löblich dagegen und in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich sind die XLR- Anschlussmöglichkeiten und eine im Inneren durchgängige symmetrische Signalführung. Es sei schon jetzt erwähnt: Klanglich lohnt sich die Verwendung dieser Anschlussvariante unbedingt.

Äußerlich zudem auffällig ist die Acoustone-Bodenplatte des AMP5300: Das hauptsächlich aus verschiedenen keramischen Stoffen bestehende Material soll sich durch besondere Härte und Resonanzarmut auszeichnen. Klopft man mit den Fingern auf die Bodenplatte, lässt sich intuitiv ein Eindruck gewinnen, wie dieses Material wirkt.

C.E.C. Acoustone Bodenplatte

 C.E.C. AMP5300 Spikes Die Standfüße können im übrigen mit den beiliegenden - extrem spitzen - Spikes bewehrt werden (Eigene leidvolle Erfahrung: Diese auf keinen Fall lose auf dem Boden herumliegen lassen ...). Alternativ stehen aber auch Plastikfüßchen zur Verfügung.

So weit zu den Konzepten und zum Erscheinungsbild. Aber Sie wissen ja: Auf den Charakter und die inneren Werte kommt es an. Logischer Schluss: Haube auf ...

 

 

 

 

 

Im Test:

Vollverstärker:
C.E.C. AMP5300


CEC Europe/Braun&Quast
www.cec-germany.com

UVP: 1.700 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Creek Destiny

Verstärker:

Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF

LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

carlos?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

looaded effect free ...

 

 

 

 

 

 

intelligent gain management ...

 

 

 

 

dicke finger?

 

 

 

 

 

symmetrisch & keramisch ...