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fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

faszination feinauflösung ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

authentizität ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"schaffe, schaffe ..."

 

 

 

 

 

sandbefüllung des weichenraumes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

konbination: sand & edelquerstrebe ...

Die ersten Takte ...

...sollten zunächst ohne jegliche Umbaumaßnahmen erfolgen - Sehring S703 SE "pur" sozusagen. Dass Sehring mit seiner 700er-Serie auch Tonstudios beliefert, erwähnte ich bereits. Warum dies so ist, wird einem bereits nach kurzem Hinhören bewusst. Die Sehring S703 SE fasziniert in puncto Feinauflösung und Feindynamik sowie präziser räumlicher Definition von Anbeginn. Und ja - durch eine ungewöhnliche Ruhe zwischen und hinter den Tönen der Musik. Je intensiver und länger man hinhört, je mehr CDs man einlegt, desto mehr zieht zudem die absolut bruchlose, keinen Frequenzbereich bevorzugende oder benachteiligende Darbietung in ihren Bann. Feinste Klangereignisse werden detailliert und ziseliert heraus gearbeitet - und das ohne einen im Geringsten in irgendeiner Art zu "schlauchen". Nein, auch Langstreckenhörer haben keine Krampfanfälle zu befürchten.

 

Audreal
Ascendo
Naim Ovator S400
Klangfluss

 

Ein gutes Beispiel liefert "Mistaken for Strangers" von The National ab. Das zweite Stück ihrer zweiten sowie gleichzeitig aktuellen CD "Boxer". Das musikalisch absolut zu empfehlende Album - involvierender, leiser Rock mit viel Empathie - leidet leider an einer etwas überkomprimierten Aufnahme. Diese gerät dadurch bisweilen ein wenig undefiniert massig.bass-mittel Zudem ist das isoliert wirkende, nicht in den musikalischen Fluss gegliederte Aufblitzen des Hi-Hat-Anschlages latent enervierend. Die Sehring S703 SE schafft zwar nicht das Kunststück, die Aufnahme zu reparieren - aber so filigran und luftig habe ich "Mistaken for Strangers" bis dato über keine andere Box gehört. Die Stimme des Sängers erhält dabei einen ungewohnt authentischen Korpus. Bassdrum und Toms wirken rhythmischer. Und das vormals erratisch und artifiziell wirkende "Hi-Hat-Gepiekse" bekommt tatsächlich die Rolle eines natürlichen und in das Stück integrierten Instrumentes zugewiesen. Diskrete Klangereignisse sind auch als solche wahrnehmbar - aber nicht Ihrer Feinstofflichkeit und Integrität beraubt. Im Gegenteil: Die analytischen Fähigkeiten der Sehring S703 SE sorgen für etwas ganz Besonderes - für etwas, was analytischen Komponenten eigentlich nicht gerade nachsagt wird: Sie sorgen tatsächlich dafür, der Musik etwas Organisches einzuhauchen - quasi "Leben" auf der Bühne zu schaffen.  

Apropos "Schaffen": Obwohl kein Schwabe, sondern ursprünglicher Niedersachse, durfte ich vor lauter Musikhören ja nicht vergessen, dass mir noch ein wenig handwerkliche Arbeit bevorstand. Also, Inbusschlüssel geschnappt und die Standardquerstreben gegen die für je 100 EUR erhältlichen "Edel-Querstreben" getauscht. Äußerlich nicht entscheidend anders, sind Letztere im Gegensatz zu Ersteren nicht hohl - das Innere des Metallkörpers wird unter extrem hohen Druck mit Holz befüllt. Das Klangergebnis beeinflusst das tatsächlich: Es wird ruhiger. Zu ruhig, wenn Sie mich fragen. Die Strahlkraft der S703 SE geht zurück. Die Verve leidet. Vielleicht war auch die Kombination mit Audioplans Anti-Spikes ein wenig zuviel des Guten. Aber dennoch. Nicht unnötig lange fackeln: Lieber wieder "ab" damit ...

Und zur Schaufel gegriffen. weichenraumBevor der Sand rieselt, sind allerdings einige gehäusetechnische Umbaumaßnahmen zu vollziehen (im Bild sehen Sie den Weichenraum vor der Sandbefüllung). Im Gegensatz zu mir, werden Sie im Fall der Fälle von diesen allerdings befreit. Umbauarbeit und Bauteile sind nämlich für 150 EUR pro Box inklusive. Dafür bekommt man neben einer ca. 3kg schwereren Box auch zusätzlich klangliches Gewicht im Hoch-Mitteltonbereich. Ich sag`s gleich: Leider kein ruhestiftendes. Der Zauber der oben beschriebenen Homogenität und geschlossenen Wiedergabe weicht einer leichten Überdominanz und zusätzlichen Forschheit im Mittel-Hochtonbreich. Das ist mir dann doch zuviel Verve. 

Diesmal fackelte ich aber dennoch: Mit Trichter bewaffnet, hatte ich, geduldig wie ein Schaf und von Staubwolken eingehüllt, die Sehring S703SE umgebaut und befüllt ...

nach Umbau

Nein, die Lautsprecher sollten nicht gleich wieder entleert werden. Sicherheitshalber wollte ich noch einmal die Kombination aus Verve-raubender Edelquerstrebe und allzu ins forsche gehender Sandbefüllung testen. Also griff ich erneut zum Inbusschlüssel ....