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fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

"das tönt ja ganz schön erwachsen ..."

 

 

 

 

neigung!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"voice recognition test"

 

 

 

"oben rum"

 

 

 

großes kino?

Ausprobiert ...

"Na - das tönt ja ganz schön erwachsen", waren meine spontanen Gedanken, als ich mir die zierliche M16 das erste Mal akustisch zu Gemüte führte. Ja - die Epos liefert echten Bass - ohne diesen durch einen überhöhten Grundton lediglich vorzugaukeln. Der Hochton geriet mir allerdings zunächst ein wenig vorwitzig. Aber Sie wissen ja - Geduld ist eine Zier. Das gilt insbesondere auch hinsichtlich der Einspielzeit neuer HiFi-Komponenten. Epos empfiehlt, für dieses Prozedere so ungefähr 24 bis 48 Stunden anzupeilen. In dieser Zeit - und auch danach - tut sich wirklich eine Menge - gerade was die Homogenität und Konsistenz der Wiedergabe angeht. Weiterhin wird in der englischsprachigen Bedienungsanleitung der Rat erteilt, die vorderen Spikes weiter herausragen zu lassen bzw. weniger weit einzuschrauben - damit sich die Lautsprecher ein wenig nach hinten neigen.

sockel mit spikes

Die Abbildung gewinnt, meiner Einschätzung nach, tatsächlich an Offenheit im Mitten- und Hochtonbereich - sowie ein wenig an Größe. Ach ja, zum Thema Spikes: Was ich an deren Verwendung eigentlich nicht mag, sind die sich häufig einschleichenden zusätzlichen Härten im Klangbild. Die Epos M16 zeigt sich hier aber relativ schmerzfrei. So bleiben lediglich die unvermeidlichen Löcher in meinem Dielenfußboden zu beklagen - meine Treffsicherheit verlangt einfach nach größeren Untersetzern, als handelsüblich erhältlich ...

 

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Beim Blick auf mein CD-Regal fiel mir ClockDVA ins Auge - sphärische und gleichsam rhythmische Musik. Ursprünglich als experimentelle Jazzcombo gestartet, wechselte die Band in den 90gern das Genre - und brachte einige wirklich außergewöhnliche Alben mit elektronischer Musik heraus. "Voice Recognition Test": Ein Stück, das ich in- und auswendig kenne. clock-dvaGleich anfangs setzt ein Beat ein, der sich anschließend durch den ganzen Song zieht. Bei Lautsprechern, die im Grundtonbereich nicht ganz ehrlich sind - und damit versuchen, andere Schwachstellen zu kaschieren - nervt das schnell. Über die Epos M16 aber nicht. Hat sie auch gar nicht nötig. Denn es geht mit ihr sogar noch weiter nach unten. Das tiefe Grummeln des synthetischen Basses stellt zwar keinen Lackmustest für die Fähigkeit zu echtem "Bass-Punch" dar - dessen eher fließendere Abstufungen werden von der Britin aber mit der gebotenen Präzision nachgezeichnet. Und das ist gut so - gerade solche Musik verliert schnell an Faszination, wenn es an entsprechender Qualität im Fundament mangelt.

Auch die oberen Frequenzgefilde leiden nicht unbedingt an Mangelerscheinungen. Als "sanftmütig-zurückhaltend" geht das jedenfalls keineswegs durch, was die Aluminiumkalotte da abliefert. Auch nach ausreichender Einspielzeit nicht. In "Voice Recognition Test" ertönt im Hochtonbereich ein sich wiederholender Sequenzer-Rhythmus - einer künstlichen Hi-Hat ähnelnd. Das gerät über die Epos M16 schon ein wenig nassforsch. Doch keine Bange. Wie heißt es so schön: Problem erkannt - Problem (großteils) gebannt. Die forsche Gangart weicht deutlich zurück, sobald man die Lautsprecher weniger stark einwinkelt. Dann geraten z.B. auch die Sibilanten - zischelnde S-Laute - auf der zwischendurch mal eingelegten CD "The Black Light" von Calexico weniger scharf.

So präpariert liefern die Epos M16 ganz "großes Kino". Nein - nicht der spektakulären Art. Die Britin besticht durch ihre neutrale Spielweise. Diesbezüglich ist sie z.B. der ungleich teueren Thiel ähnlich. Kein Bereich des Frequenzspektrums wird über Gebühr betont oder vernachlässigt.