
August 2007 / Jörg Dames
Vielleicht kennen Sie das Gefühl ja auch. Oder können sich zumindest daran erinnern. Obwohl mehr oder weniger gerade noch Sommer ist. Wie das damals war, wenn man sich als Kind zu Weihnachten etwas ganz sehnlich wünschte und das Objekt der Begierde dann irgendwie anders aus fiel. Anders, als man sich das so erhoffte ...
Ja - ein wenig ist bei fairaudio ständig Weihnachten. Geschenkt bekommen wir zwar leider nichts - "geborgt" ist aber auch nicht schlecht. "Auspacken, aufbauen, ausprobieren" heißt es regelmäßig - da kann einem schon mal feierlich zumute werden. Manchmal aber auch nicht. Und dann stellt sich dann das besagte "Gefühl" ein.

Das kommt zwar selten vor - wir planen unseren Wunschzettel nämlich schon im Vorfeld sehr genau. Doch manchmal kommt es eben anders, als man denkt. Da will es einfach nicht klingen. Über solche Komponenten zu schreiben, macht mitunter wenig Freude. Und dann hilft nur noch eins: Zurück in den Sack damit, beziehungsweise zum jeweiligen Vertrieb.
Schön ist dann aber - Sie erahnen es sicherlich - dass wir bei fairaudio immer was "in petto" haben - unser Jutebeutel ist nie ganz leer. Für schnellen Trost ist also in der Regel gesorgt ...
Um konkret zu werden: Als ich zur Epos M16 wie zu einem Trostpflaster griff, fühlte ich mich zwar nicht gerade zutiefst betrübt - aber dennoch durch eine andere Komponente gerade ein wenig enttäuscht.
Ich will jetzt gar nicht zur Jammerharfe greifen. Und auch nicht bereits am Anfang zuviel verraten. Aber schon mal vorweg: Beim Schreiben des Wunschzettels sollte sich - was die M16 angeht - unser "Riecher" nicht getäuscht haben ...
Die in Groß-Britannien entwickelten
und in China produzierten Epos M16 kommen im "slim-line" Design daher - wie es im englischsprachigen Prospektblatt heißt. Um die Standfestigkeit zu erhöhen - die Wandler also quasi auf breitere Füße zu stellen - sind "two plinth" beigelegt:
Zwei Sockel größeren Durchmessers, die mit dem Gehäuse fest verschraubt werden. Natürlich nicht mit Spax-Schrauben,
sondern mittels eines eingelassenen Maschinengewindes. Die Fläche der Sockel, die den Lautsprecher aufnimmt, ist mit einem gummiartigen Material versehen. Das sorgt für eine mechanisch gleichmäßige Verbindung - und ist sicherlich auch akustisch nicht irrelevant. An der Passgenauigkeit des Ganzen gibt es rein gar nichts zu mäkeln. Eher schon daran, dass standardmäßig keine ordentlichen Brücken fürs Tri-Wiring-Terminal mit an Bord sind - mit den beiliegenden Blechbrücken haben wir es erst gar nicht probiert. Allerdings ist dieser "Mangel" auch bei anderen Herstellern nicht gerade selten vorzufinden - selbst in höheren Preisklassen.
Equipment:
Quelle:
C.E.C. TL51XR
Audiomeca Obsession II
Sonneteer Bryon
Verstärker:
Accuphase E-212
Perreaux R200i
Classic 6.6
Myryad MXI2080
Lua 4040C
Lautsprecher:
Thiel CS 2.4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Kabel:
NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF
LS: Ortofon SPK 500, Reson LSC 350, HMS Al Cinema
weihnachten?
wunschzettel
trostpflaster
"... two plinth ..."
tri-wiring