Zendo Cable by Mundorf
fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

die ummantelung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

eine liaison von
akustik und design

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

dreisatz aus aluminium,
nomex und kapton

 

 

 

 

 

 

 

 

teufelswerk mikrophonie

Bei der "Ummantelung" hat der Kunde die Qual der Wahl: In der günstigsten Version (11.200 €) wird Glas angebracht, sehr schick schwarz-glänzend (exakt das wäre mein Favorit ...) oder eben in einem der weiteren 1950 (!) Farbtöne. Möchte man die perfect mit Stein bekleiden, wird es etwas übersichtlicher: Granit, Marmor, Kalkstein oder Schiefer stehen zur Auswahl. Sollte dies alles nicht reichen, sind auf Kundenwunsch auch Ausführungen mit anderen Steinsorten möglich. Oder soll es Aluminium sein? Lieber doch eine furnierte Version? Auch das geht ... Die Front erscheint trotz ihrer knapp 27 cm Breite recht schlank, da die absolut perfect fast 1,42 Meter in die Höhe ragt - sehr ausgewachsen, aber optisch nicht "erschlagend". Sie wirkt hochgewachsen und mit einer gewissen technischen Noblesse versehen. Gut, leicht wird sie nicht zu verstecken sein, aber wozu sollte ein solches Möbel auch versteckt werden?

Die Schallwand zeigt, welche Liaison Akustik und Design hier eingegangen sind. Das vielleicht Auffälligste ist das "zurückgestufte" Hochtonbändchen, welches mittig zwischen den beiden Mittelton-Treibern sitzt. Der Kenner vermutet, dass das Thema "Zeitrichtigkeit" bei absolut audio wohl eine Rolle spielt - und liegt damit ganz richtig. Warum ist es aber keine nach hinten geneigt Schallwand geworden, das ist doch immer noch modern? Nun, bei der hier vorzufindenden D'Appolito Anordnung verbietet sich das, nicht nur mit der Zeitrichtigkeit wäre es dann wieder vorbei. Herr Abel verspricht sich von diesem Prinzip, neben der bewusst "gebündelten" Schallführung in der Vertikalen, vor allem eine -tonhöhenunabhängig - stabile räumliche Abbildung der Musikwiedergabe. Plausibel, denn das "Wandern" des Signals vom Mittel- zum Hochtöner geschieht aus beiden Richtungen - und sollte sich somit akustisch aufheben. Einen Gewinn an Wirkungsgrad und eine Minimierung der Boden- und Deckenreflexionen gibt's noch oben drauf.

Aber zurück zur "Stufe" - das diese nicht gerade ausgefallen ist, hat auch seinen akustischen Grund: Die dreieckige Form in Kombination mit den abgeschrägten Kanten minimiert die Angriffsfläche für Kantenreflexionen - Beugungseffekten des Schalls an der Gehäusefront soll der Garaus gemacht werden (Herr Abel ist diesbezüglich etwas extrem, ich musste mir eine kleine Lästerei anhören, die ging in etwa so: "Erst alles abschrägen und zum Schluss kommen sie bei der Frontbespannung mit schönen, dicken Vierkanthölzern an - da haben sie dann wieder ihre Reflexionen!" Die absolut audio Frontbespannungen werden daher aus (rundem) Draht gefertigt, der Stoff ist derart dünn, dass die Chassis durchschimmern ...).

Diese dreieckige Formgebung wiederholt sich bei den Bassreflex-Austrittsöffnungen - vier Stück sind davon zu sehen, je zwei pro 34l-Kammer, in denen die Visaton-Alu-Treiber werkeln. "Hübsch gemacht, dass sich die Form wiederholt.", sagte ich Herrn Abel. "Minimiert Strömungsgeräusche.", war die Replik. Man habe erst mit anderen Formen experimentiert, das Dreieck hätte sich aber als optimal herausgestellt.

 

Transrotor
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BTB Elektronik
Hörzone

 

Kennen Sie das, wenn einer immer 'ne Antwort hat? Na mal sehen ...

fairaudio: Wieso nicht auch ein Mitteltöner aus Aluminium? Ist doch ein schön leichtes, steifes Material.

Rüdiger Abel: Das schon, aber die Membranresonanzen von Alu verbieten eigentlich den Einsatz im Mitteltonbereich, der fängt dann nämlich an zu "klingeln". Nomex als Membranmaterial ist hier eine ideale Kombination aus innerer Dämpfung und Steifigkeit.

fairaudio: Aus welchem Material ist das Hochton-Bändchen?

Rüdiger Abel: Das ist ein Magnetostat. Die Folie ist aus Kapton - gleichzeitig sehr leicht und temperaturbeständig. Die aufgedampften Leiterbahnen können schon mal warm werden ...

fairaudio: Wieso ist eigentlich konsequenterweise nicht auch der Bassbereich nach D'Appolito angeordnet?

Rüdiger Abel: Bei so großen Abständen zwischen den Bass-Treibern, ist die Konsequenz dann meist ein handfestes Aufstellungsproblem. Das wollte ich vermeiden.

fairaudio: Sie verwenden zwei Weichen ...

Rüdiger Abel: Ja, richtig - eine für den Bass, eine andere für den Mittel- und Hochtonbereich. Das reduziert die Mikrophonie- und die Übersprechanfälligkeit (Bi-Wiring/-Amping ist möglich). Alle Spulen sind Backlack-Spulen: Der aufgetragene Lack wird nach der Wicklung erhitzt, dies "verklebt" die Windungen miteinander, sie können daher nicht mehr schwingen - ein weiterer Beitrag zur Verringerung von Mikrophonieeffekten.

Die Widerstände sind aus induktionsarmem Metalloxid, die Kondensatoren ausgewählte M-Caps oder Elkos höchster Qualität. Einen sehr geringen Verlustfaktor sollen diese haben, das minimiert Phasenfehler und verhindert Kompressionen. Für die Innenverkabelung wird 6 mm starkes, sauerstofffreies, Kupfer verwendet. Dabei fällt mir ein: Innenaufnahmen werden Ihnen von der absolut perfect kaum gelingen, ich habe die Verkabelung sehr straff mit Bindern befestigt, sonst schwingt da drinnen womöglich noch was ...

fairaudio: Wie lange braucht ein absolut audio Wandler, bis er eingespielt ist?

Rüdiger Abel: Nicht so lange, die Chassis werden mit einem niederfrequenten Signal vorgealtert. Ein bisschen "Luft nach oben" gibt es bei einem neuen Lautsprecher natürlich immer.

fairaudio: Können Sie uns noch weitere technische Besonderheiten erläutern ...

Rüdiger Abel: Ach nun ... Klar könnte ich Ihnen noch drei Tage etwas über die Technik erzählen, aber das interessiert doch so genau niemanden. Schließlich dient die ganz Technik doch nur einem Ziel: Der Musikalität eines Lautsprechers.

fairaudio: Da haben Sie freilich auch wieder recht ...