sowter übertrager
räumlich und
plastisch
rhythmisch und dynamisch

Um auf die weiter oben erwähnte Gesamtperspektive zurückzukommen: Ganz richtig vermutet, der Symphony liebt die eher gefühlsmäßige Ansprache. Was das heißt, wird unmittelbar einsichtig, sobald man ihn hört - doch so nackt schwarz auf weiß klingt's recht blumig, nicht wahr? Dies ist mit Worten auch nicht zu leicht zu klären, aber ich kann mich mal auf Ursachenforschung begeben. Die Stichworte nannte ich ebenfalls schon ...
Zum einen ist da dieses Talent, kontrastreich mit der Klangfarbenpalette umzugehen - ohne in einen völlig expressiven Rausch zu verfallen. Es wirkt authentisch, differenziert und eben kräftig - egal ob nun E-Gitarren-Schrammeleien oder Violinen-Streicheleien gefordert sind. Andere Phono-Pres können dagegen vergleichsweise schon fast aquarellig wirken, blasser und farbloser. Damit ist der erste Punkt benannt, womit der Fonel Pre für sich einnimmt.
Aber
nicht nur "farblich" wirkt er sehr kontrastreich, sondern auch
hinsichtlich der räumlichen Darstellung und der Plastizität
der Klänge.
Stimmen und Instrumente positioniert er dabei etwas weiter vorn, als
ich es über den Aqvox
Pre zu hören gewohnt bin - ja, vielleicht
ein klitzekleines bisschen pushy. Oder andersherum: nicht so laid-back
/ reserviert. Er fängt aber nicht nur weiter vorn an, sondern hört
auch weiter hinten auf - sprich, die Tiefenstaffelung beherrscht der
Fonel richtig gut. Und das hat den Vorteil, dass zwischen den musikalischen
Akteuren mehr Raum liegt, klarer voneinander getrennt spielen sie nun
auf. Zudem sind diese "Akteure" auch "körperlich ausgedehnter" -
nicht im Sinne von größer, sondern von plastischer, gestalteter.
Es liegt ein hoher 3D-Faktor vor, griffig und physisch glaubhaft stehen
die Instrumente auf der ausgedehnten Bühne.