checkliste
der nörgelzwang ...
Klangeindrücke
Das übliche Testprocedere:
Der Witz an der Geschichte ist, dass man häufig bei Phase 3 mit den Achseln zuckt und sich sagt: "Okay, anders eben." - während es dann wiederum manche Komponenten gibt, bei denen man sagt: "Okaaaay, schon was anderes!" Im ersten Fall geht's fließend zu Schritt 4 über, aber im zweiten denkt ich mir meist: "Oh man, jetzt auch das noch ..."
Fonels Symphony gehört ganz klar zum zweiten Typus. Mit ihm klingt es farbenprächtiger, profilierter und vor allem: lebendiger! Warum muss ich das jetzt alles auseinanderklamüsern und analysieren? Vielleicht, weil ich mir diesen Job ausgesucht habe ... Und das schönste dabei ist, dass ich auch sofort etwas zum nörgeln finde, sobald der Kopf eingeschaltet wird:
Ganz
an den Enden des Frequenzspektrums könnte es deutlicher klingen,
eine kleine Verrundung ist hier nicht zu leugnen. Aber damit keine Missverständnisse
aufkommen: Der Symphony klingt nicht mittig, es geht wirklich
um die äußersten Randbezirke. So gefällt
mir angeschlagenes Blech und Hi-Hat, Zimbel, Triangel usw. ausnehmend
gut - ja, es gerät authentischer, als ich es gewohnt bin, prägnant
und plastisch, à la "das
ist nicht das Geräusch eines Beckens, das ist ein Becken". Aber "ausnehmend
luftig" geht es eben auch nicht zu, der Symphony flutet den Raum nicht
gleich mit Hochton-Air. Analog im Bassbereich: Ich liebe ihn wegen seines
Tempos, weil er so schnell und forsch ist - und griffig gestaltet. Aber
die letzte Feindifferenzierung in den alleruntersten Frequenzlagen bleibt
der Symphony schuldig. Damit kann man leben, aber es sei erwähnt.
Wie auch, dass der Fonel zwar detailreich zeichnet, aber nicht detailversessen: Diese Phonostufe scheint der Auffassung zu sein, dass der musikalische Schwung wichtiger ist als "Mikroskopie" - und im Zweifel entscheidet sie sich deshalb für jenen und nicht für diese. Und dem kann ich durchaus zustimmen.