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Test: Stand-Lautsprecher Geithain ME 150

Studi ...

geithain

Oktober 2008 / Jörg Dames

Mir erscheint sowas ja fast schon verdächtig. Wenn einem – ohne, dass man nun gerade drum gebettelt hätte - allzu viele Vorschusslorbeeren von verschiedenen Stellen an den Kopf geknallt werden. Wobei diese Lorbeeren, wie sollte es anders sein, nicht mal mir galten, sondern quasi nur in meine Richtung flogen. Und das passierte jedesmal dann, wenn‘s um „jemanden“ ganz Bestimmtes ging: Nämlich um die sächsische Firma musikelectronic geithain gmbh beziehungsweise deren Produkte.

Ja, Vorschläge von augenscheinlich recht enthusiasmierten Lesern „da mal was zu testen“, rieseln schon seit geraumer Zeit in durchaus nennenswerter Stückzahl bei uns ein. Aber auch aus der Profi-Szene (und zwar sowohl den HiFi- wie den Studio-Bereich betreffend) gab’s in Sachen Geithain immer wieder mal Interessebekundungen oder Anerkennendes zu vernehmen – sogar vom vermeintlichen Wettbewerb.

Was die Sache für mich aber letztendlich interessant erscheinen ließ, war eher der Umstand, dass die sächsischen Lautsprecher eben recht wenig mit irgendwelchen (kurzlebigen) Geheimtipps oder Hypes zu tun haben: In HiFi-Gefilden zwar in der Tat noch eher unbekannt, geht Geithain im Studiobereich und bei Rundfunkanstalten nun mal keineswegs als Nobody durch. Und eine 40jährige - zudem recht bewegte - Firmengeschichte (siehe dazu unter Historisches auf der Website von Geithain) sollte doch wohl mehr als nur ein paar Zusatz-Fältchen im Gesicht des Firmenchefs Herrn Joachim Kiesler hinterlassen haben –  und doch hoffentlich  auch in einer ausgereiften Produktqualität ihren Niederschlag finden ...

Äußerlich haftet unserem Testprobanden jedenfalls  ein  recht eigenständiges und dabei durchaus ein wenig ins Rustikale gehendes Design an. Die Geithain ME 150 wird in den meisten Fällen wohl weniger aufgrund feinsinniger Linienführung begeistern, als durch eine sauber ausgeführte und irgendwie Solidität verströmende Machart ins Auge fallen:

geithain

Ja, ein ausgesprochener Womanizer ist an der Geithain ME 150 augenscheinlich nicht verloren gegangen. Meine Freundin stufte die sächsischen Zöglinge in Sachen Attraktivitätsgrad dann auch nicht gerade als unwiderstehlich ein, bemerkte aber immerhin, dass sie (wie auch immer das zu deuten sein mag) ein „sympathisches Gesicht“ hätten ...

Technisches
Ohne dieser Aussage näher auf den Grund gegangen zu sein oder direkt mal nachgefragt zu haben, wie ich denn eigentlich im Vergleich gesichtstechnisch so rüberkomme: In meiner Vorstellungswelt wird die „Gesichtspartie“ der Geithain auf jeden Fall von der auffälligen Koax-Konstruktion (siehe z.B. auch Punktschallquelle) dieses Drei-Weglers geprägt.

ma geithain

Woraufhin einem spontan zwei Fragen in den Sinn kommen könnten. Die erste könnte vielleicht wie folgt lauten: Warum spannt man den Hochtöner der ME 150 überhaupt separat vor den Mitteltöner, anstatt – wie ja häufiger vorzufinden - ein einzelnes Koaxchassis mit zwei Spulen zu verwenden?

 

 

 

Im Test:

Standlautsprecher:
Geithain ME 150

musikelectronic geithain
gmbh

www.me-geithain.de

UVP: 5.000 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Fonel Simplicitè

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
Sehring S 703 SE
AuCantus V8F


Verstärker:

Vor-/Endverstärker:
Fonel Emotion
Bel Canto PRe3/M300
Funk LAP-2.V2
Myryad MXP2000/MXA2150
Trigon TRV 100

Vollverstärker:
Accuphase E212
Lua 4040C

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso

LS: HMS Fortissimo, Reson LSC 350, Ortofon SPK 500, Atlas (Bi-Wiring)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

kein nobody

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

rustikale linienführung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

das gesicht?