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Test: Genelec Syno 30, Syno 30+, Syno 40 (Lautsprecher 8030A, 8040A und Subwoofer 5051A) | Preis: ab 1.250 Euro

Niedliche Profis

Genelec Syno Lautsprecher

Juli 2012 / Ralph Werner

fairaudios's favourite Award 2012Der finnische Lautsprecherhersteller Genelec (www.genelec.de) möchte neben seinem angestammten Feld – der Ausstattung von Musik-, Fernseh- und Rundfunkstudios – auch im HiFi-Bereich stärker Fuß fassen und rechnet sich mit der Syno-Lautsprecherlinie gute Chancen dafür aus.

Boxenbauer aus dem Pro-Bereich begegnen allerdings regelmäßig zwei Problemen, wollen sie ins Consumerlager hinein: In der Regel sind die eigenen Lautsprecher aktiv und bei Lichte betrachtet will das Gros der highfidelen Endkunden dann doch lieber passiv Genelec Syno 30bleiben. Und vielfach schauen diese Pro-Kisten auch nicht wirklich hübsch aus – was im Studio geduldet wird, darf im heimischen Wohnzimmer nicht immer auf die gleiche Toleranz hoffen.

Letzteres sollte für die Syno-Linie – die fünf aktiven Zweiwegler der Serie sehen alle sehr ähnlich aus, sind letztlich nur unterschiedlich groß – kein Problem darstellen (Kommentar der Redaktion, Mai 2013: Die Syno-Linie wurde von der fast baugleichen G- bzw. F-Serie abgelöst, zu den Unterschieden siehe hier): Fast ist es ja schon so, dass ein Apple-Schriftzug dort unten, wo jetzt Genelec steht, nicht wirklich wundern würde, so weiß, so geschwungen, so knuffig-rundlich-mehrheitsfähig sind die Dinger. Den ominösen WAF-Faktor dürften sie im hohen Maße besitzen. Und die „passive Mehrheit“? Die dürfte es immer noch geben, klar, aber kann es nicht auch sein, dass im Zuge der Computer-HiFi/DAC/Musikserver-Zeiten ein neues Publikum heranwächst, das sich offener gegenüber smarten Aktivlösungen zeigt?

Genelec

Jedenfalls machen die Synos auch neben dem Rechner eine gute Figur, und zumindest die beiden kleinsten Sets dürften schwerpunktmäßig auch genau darauf abzielen. In diesem Testbericht soll es aber um die mittleren Genelec-Syno-Lautsprecher-Sets – Nummer 30 und 40 – gehen sowie um den Subwoofer 5051, der zur Tieftonverstärkung des 30er-Systems dient. Doch halt: Was heißt hier eigentlich „Set“?

Nun, die sogenannten Sets enthalten in der Hauptsache die Lautsprecher – welche unter den Nummern „8030A“ respektive „8040A“ zwar schon länger bekannt sind, aber in neuen Märkten machen sich neue Namen gut – sowie Wandhalter und für HiFi/Consumer-Zwecke passende Kabel, soll heißen: Cinch-auf-XLR- und Miniklinke-auf-XLR-Strippen.

Cinch-auf-XLR- und Miniklinke-auf-XLR-Strippen

Die vom bekannten Produkt- und Möbeldesigner Harri Koskinen entworfenen Gehäuse der Syno-Lautsprecher dienen natürlich nicht nur dazu, mittels Rundlichkeit das Kindchenschema zu bedienen, sondern verfolgen durchaus akustische Zwecke: Da ist zunächst einmal das Material. Die Syno-Gehäuse bestehen aus Aluminiumdruckguss, was hohe Festigkeit garantiert und das bei deutlich geringeren Wandstärken (5-8 mm) als vergleichbar dimensionierte Holz-Boxen aufweisen würden, was ein tendenziell größeres Innenvolumen und damit einen tiefergehenden Bass ermöglicht, so Genelec. Und zum anderen die Form: Die Rundungen minimieren Beugungseffekte an den Grenzen des Lautsprechergehäuses, die dafür verantwortlich sind, dass dort Pseudoschallquellen entstehen, welche durch Interferenz mit dem eigentlichen Signal Unregelmäßigkeiten im Frequenzgang erzeugen; die räumliche Abbildung soll ebenfalls von den Abrundungen profitieren. Eine durchaus gängige Sache im Lautsprecherbau, die Finnen nennen es „Minimum Diffraction Enclosure“ (MDE).

Genelec 8030A
Bei der Genelec 8030A lässt sich der Basspegel in drei Schritten (Bass Tilt) und der Hochton (Treble Tilt) um einen 2-dB-Schritt absenken. Der Bass Roll-Off (bei 85 Hz) ermöglicht das Zusammenspiel mit einem Subwoofer ...

In der Gehäuseform steckt aber auch noch ein DCW, soll heißen: „Directivity Control Waveguide“. Dieser Waveguide soll für ein gutes Zusammenspiel der Abstrahlcharakteristik des Hochtöners mit der des Tief/Mitteltontreibers Sorge tragen und zudem die (Pegel-)Ausbeute der Kalotte anheben, weshalb sie sich nicht so sehr „anstrengen“ muss, um die gewünschte Lautstärke zu erreichen – was wiederum die Verzerrungsanfälligkeit mindern hilft.

Genelec 8040A Anschlussfeld
... bei der Genelec 8040A kann man noch mehr einstellen, zum Beispiel auch die Eingangsempfindlichkeit. Desktop Control senkt übrigens den Basspegel um 160 Hz herum ab und wird bei Platzierung auf dem Schreibtisch empfohlen

Die fünf Synos der Lautsprecherserie wachsen kontinuierlich von Nummer 10 bis 50 an. Natürlich wächst dabei nicht nur das Gehäuse, sondern auch die Treiberbestückung – bei den Testkandidaten Syno 30 und Syno 40 sind es beispielsweise ein 13-cm- und ein 16-cm-Basstreiber – sowie die Verstärkerpower: Je Box 2 x 40 Watt sind es bei den 8030A, 2 x 90 Watt dagegen bei den 8040A. Entsprechend nimmt auch die mögliche Maximallautstärke zu – und die untere Grenzfrequenz sinkt.

Dann hören wir uns die runden Profis jetzt doch einfach mal an ...

 

 

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Im Test:

aktive Kompaktlautsprecher,
Subwoofer:

Genelec Syno 30, Syno 30+, Syno 40

UVP:
Syno 30: 1.250 Euro
Syno 30+: 2.400 Euro
Syno 40: 1.970 Euro

Vertrieb:
Audio Export Georg Neumann & Co. GmbH

Telefon: 07131 - 2 63 60

eMail: info@audioexport.de

Web: www.genelec.de


 

Equipment:

Quellen:

analog:

Laufwerk:
VPI Scout II

Tonarme:
SME M2 12 Zoll
VPI JMW 9T

Tonabnehmer:
Denon DL-103
Ortofon MC Rondo Bronce
ZU Audio DL-103

Phono-Vorverstärker:
SAC Gamma Sym

digital:

(SA)CD-Player:
Luxman D-05

Computer & Co:
Logitech Squeezebox 3
Readynas Duo NAS-Server
HP Notebook

DA-Wandler:
Benchmark DAC1 USB

Verstärker:

Vorverstärker:
Octave HP300 inklusive MC-Phonoboard

Endverstärker:
Electrocompaniet AW180

Vollverstärker:
Denon PMA-2010AE

Lautsprecher:

Ascendo System F
Thiel SCS4

Diverses Zubehör, Kabel, Racks etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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form- und materialfragen