fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Test: Elac FS 249 BE (Black Edition) | Lautsprecher
Preis: 4.999 Euro

Eros und Audio

Elac FS 249 BE (Black Edition)

April 2012 / Frank Hakopians

Wie wäre es, die Abende mit einer schlanken Mittelgroßen zu verbringen? Gewandet in enganliegendem Schwarz? Vielleicht hätte sie auch so manche Vorzüge und Fähigkeiten, die Sie bei Ihrer jetzigen Flamme schon lange vermissen? Ich würde da ein paar Erfahrungen mit Ihnen teilen wollen. Stopp, Halt! Bevor Sie sich im falschen Film respektive im falschen Magazin wähnen: Ich rede von der Elac FS 249 Black Edition. Einem Standlautsprecher von immerhin 105 Zentimetern Höhe und gut 29 Kilogramm Gewicht, was auch objektiv betrachtet zu recht ansehnlichen Proportionen verhilft. Und ja, meine Frau ist natürlich über alles informiert.

Stellt sich nur die Frage, ob Lautsprecher überhaupt feminin sein können? Der Lautsprecher? Die Elac? Wie auch immer. Wenn Sie Elacs FS 249 Black Edition aus dem Karton heben und die Schutzfolien entfernt haben, ist der Gedanke an ein weibliches Wesen ob der sich vor einem entfaltenden Eleganz der klavierlackschwarzen Säulen nicht völlig abwegig.

elac spikes

Ein Wesen, das zudem mit recht umfangreichem Zubehör aufwartet. So finden sich in den Kartons weiße Baumwollhandschuhe, einschraubbare Spikes (inklusive einer zusätzlichen abgerundeten Variante), Gummistopfen für die rückwärtige Bassreflexöffnung (Bass-Control) und filzartige Schaumstoffringe (Jet Dispersion Control) zur Veränderung des Abstrahlverhaltens des Hochtöners in kritischeren Hörräumen. Dazu gibt es dann auch noch eine ausführliche Betriebsanleitung und mehrsprachige Heftchen mit gut gemeinten, teilweise aber auch etwas naiv anmutenden (aber wohl rechtlich nötigen) Warnhinweisen, wie zum Beispiel dem Rat, die passiven Schallwandler nicht direkt mit dem Stromnetz zu verbinden ... wird nicht gemacht, versprochen.

Meinem Wissen um die Firma Elac - bis dato eher lückenhaft - half ein Blick auf die gut designte, erst letztes Jahr relaunchte Website: www.elac.de. Tatsächlich schrieb die Electroacustic GmbH so etwas wie ein kleines Stückchen deutsche Industriegeschichte. Zusammengefasst ergibt sich etwa folgendes Bild: Gegründet 1926, befasste sich die Firma mit Sitz in Kiel zunächst mit der Entwicklung von Echolottechnik und der Schallübertragung im Wasser sowie in der Luft. Über den Bau eines Radios in Lizenz für Siemens gelangte man dann zur Unterhaltungstechnik. In den Jahrzehnten nach Kriegsende wuchs Elac schließlich zu einem wichtigen Akteur am deutschen Unterhaltungselektronikmarkt heran. 1978 meldete man zwischenzeitlichen Konkurs an, um sich nach einem Unternehmensteilverkauf und einigen weiteren finanziell angespannten Jahren ab 1984 fortan auf die Entwicklung von Lautsprechern zu konzentrieren.

Dabei ist man bei Elac nicht zuletzt auf die hohe Fertigungstiefe stolz. So werden zum Beispiel alle Chassis selbständig entwickelt und die meisten auch vor Ort gefertigt. In Zeiten der Globalisierung beileibe nicht der einfachste und billigste Weg, zum Ziel zu kommen.

elac fs 249 be

 

 

 

Im Test:

Lautsprecher:

Elac FS 249 BE

UVP: 4.999 Euro/Paar

Hersteller:

ELAC Electroacustic GmbH

Web: www.elac.de
eMail: info@elac.com

Telefon: 0431-647740 


 

Equipment:

Quelle:

digital:
Bladelius Gondul M

analog:
Laufwerk: Horstmann & Petter Ullysses; Tonarme:  Audiocraft AC 4400 , Horstmann & Petter  Iason;Tonabnehmer: Dynavector XV-1S , Denon DL 103 „Volpe; Pre: Naim Superline mit Netzteil HiCap, Tessendorf Phono

Verstärker:

Pre: Melody 1688 II;
End: Tenor Audio 75 Wi Monoverstärker, Mudra M 500 Monoverstärker

Lautsprecher:

Kharma Ceramique CE- 3.2, Tocaro 40 b , Tocaro 40 d; Sub: A.C.T. 4x

Stromversorgung:

Accuphase PS 500V, Trenntrafos von Steinmusic und Moll-Audio, AHP-Klangmodule,Furutech-Steckdose

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

weibliches wesen
mit spitzen ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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