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Test: Nubert nuPro A-20 | Aktiv-Lautsprecher mit integriertem D/A-Wandler | Preis: 570 Euro

Minimax

Nubert nuPro-A-20

Dezember 2011 / Jochen Reinecke

Von wegen „Aller guten Dinge sind drei“! Die Nubert nuPro A-20 ist inzwischen mein persönlicher Testkandidat Nummer vier aus dem Schwabenländle - nachdem ich bereits der nuBox 101, der nuLine32 und der nuVero 10 auf den audiophilen Zahn fühlen durfte. Während die letztgenannten Lautsprecher primär auf die Zielgruppe Wohn- und Arbeitszimmer zugeschnitten sind, soll sich mein heutiger Proband explizit im (Heim-)Studiobereich zuhause fühlen - aber nicht nur dort.

Schauen wir mal, was man fürs Geld bekommt: Die nuPro A-20 vereint mehrere Komponenten. Primär ist sie ein Aktivlautsprecher, der pro Chassis je einen Schaltverstärker mit 80 Watt Sinusleistung aufweist. Weiterhin ist ein D/A-Wandler integriert, der das Zuspielen digitaler Signale via USB erlaubt. Zu guter Letzt enthält die nuPro A-20 eine Nubert-Spezialität, nämlich ein Klangregelnetzwerk, das in vereinfachter Form den für andere Nubert-Lautsprecher separat erhältlichen „ATM“-Tuningmodulen ähnelt. Hierbei handelt es sich um eine Art von stufenlos regelbarer Loudness-Funktion mit zwei Drehreglern; einen für den Bass-, einen für den Mittel/Hochtonbereich.

Die klassische Loudness-Funktion findet beziehungsweise fand man ja überwiegend in guten alten Mittelklasse-Wohnzimmervollverstärkern. Eingeschaltet bewirkt sie eine mehr oder minder sanfte Anhebung der Frequenzgangenden, um auch bei geringen Abhörlautstärken einen „gefühlt“ satten Klang zu erzielen. Da jene Loudness-Schalter jedoch üblicherweise nur um je eine definierte Bass- und Hochtonfrequenz mit einer vorher eingestellten Filtergüte herum agieren, „verbiegen“ sie den Frequenzgang vergleichsweise stark oder „wellig“.

nubert nunpro a-20 klangregelung

Die Nubert-Lösung (www.nubert.de) hingegen arbeitet anders. Im Bassbereich arbeitet sie wie eine stufenlos regelbare Loudness-Funktion. Im Mitten- und Obertonbereich hingegen wird beim Dreh am Mid/High-Regler ab einer Grenzfrequenz von 50 Hz aufwärts das gesamte Frequenzspektrum kontinuierlich linear angehoben oder abgesenkt. Eine solche Veränderung des Frequenzbands, so postuliert man bei Nubert, wirke gehörpsychologisch angenehmer. An den Endpunkten des Mid/High-Stellers - die Mittelstellung ist der Neutralpunkt - ist eine Anhebung von plus beziehungsweise minus 10 dB bei 20 kHz erreicht.

nubert nupro a-20

nubert nupro a-20 anschlüsse

Die Nubert nuPro A-20 lässt sich in verschiedenen Szenarien einsetzen. Im Verbund mit einer Hochpegelquelle, zum Beispiel einem CD-Spieler, kann sie als Kernstück einer kleinen Kette durchgehen. Hierzu wird die Quelle per „normalem“ Cinchkabel direkt mit einer der beiden A-20 verbunden - dieser Lautsprecher ist dann automatisch der für den linken Kanal zuständige. Über den „line out“ geht man sodann von diesem Lautsprecher in den linksseitigen „aux in“ des rechten Lautsprechers. Ebenso gut kann man jedoch auch von der Quelle aus beide Lautsprecher separat verkabeln, hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass bei beiden Lautsprechern jeweils der linke Aux-Eingang benutzt wird, dieser fungiert dann quasi als „Mono“-Eingang.

nubert nupro a-20 anschlüsse

Die nuPro A-20 kann jedoch aufgrund ihres D/A-Wandlers auch als „externe Soundkarte“ genutzt werden. Hierzu verbindet man mit dem beigelegten USB-Kabel einfach den PC oder Laptop mit der hierdurch wiederum automatisch für den linken Kanal zuständigen Box. Sie wird vom Rechner ohne weiteres Treiberinstallationsgefummel sofort als Audioausgabegerät erkannt und schon kann es mit Wandlung & Wiedergabe losgehen. Dabei geht es abermals von der linken Box über „line out“ in den linken Aux-Eingang der rechten Box. Klingt vielleicht verwirrend, ist aber leichter zu verstehen, wenn man statt „linker Aux-Eingang“ einfach „Mono-Eingang“ sagt oder denkt.

Erwähnenswert ist noch, dass die Nubert nuPro A-20 per Schalter hart vom Netz getrennt werden kann, aber auch über eine Einschaltautomatik verfügt, die es gestattet, im Leerlaufbetrieb mit einer niedrigen Leistungsaufnahme von 0,5 Watt nach potenziell eintreffenden Signale zu lauschen - und erst dann in den Vollbetrieb zu gehen, wenn auch wirklich ein Signal anliegt.

nubert nupro a-20 hochtöner

Auf dass der Lautsprecher in einem möglichst großen Pegelbereich unbelastet aufspiele und um Intermodulationsverzerrungen zu minimieren, wurde jedem Chassis ein separater Class-D-Verstärker spendiert; die Zuführung der einzelnen Frequenzbänder erfolgt über eine digitale DSP-Frequenzweiche. Erfreulich ist neben der tadellosen Verarbeitung auch, dass die Nubert nuPro A-20 trotz des moderaten Preises bereits über abgerundete Gehäusekanten (das Gehäuse stellt bei Lautsprechern ja meist den maßgeblichen Kostenfaktor dar) verfügt, was im allgemeinen für ein verbessertes Abstrahlstrahlverhalten beziehungsweise verringerte Kantenreflexionen gegenüber „kastenförmigen“ Lautsprechern bürgt.

nubert nupro a-20
Die nuPro A-20 von oben

 

 

 

 

Im Test:

Aktiv-Lautsprecher:
Nubert nuPro A-20

Preis: 570 Euro/Paar


Hersteller & Vertrieb:
Nubert electronic GmbH

Web:
www.nubert.de

Telefon:
0800 - 682 37 80

eMail:
info@nubert.de


 

Equipment:

Quelle:

ipod Video 80GB mit Pure i-20 Dock
Marantz SA 7001 CD/SACD
Yamaha CD-S 1000
Pro-Ject Xpression III mit Ortofon OM 30 Super

Verstärker:

Funk LAP-2 Vorstufe
Dynavox TPR-2 Vorstufe
Trends Audio TA-10.2 SE
Yarland FV-34C III
Myryad MXA 2150 Endstufe

Lautsprecher:

Neat Momentum 4i Stand-Lautsprecher
Nubert nuBox 101 mit AW 441 Subwoofer
Selbstbau-Transmissionline (Breitband F120A)

Kabel:

AVI Deep Blue Cinchkabel
Kimber 4 VS LS Kabel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

class-d & usb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der richtige dreh?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

immer von links nach rechts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ohne treibergefummel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

lauschen mit
0,5 watt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tadellose verarbeitung