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Test: PHIO Audio Signature Stand-Lautsprecher

In Stein gegossen ...

PHIO Audio Signature

Januar 2009 / Ralph Werner

Lustig ist das Testerleben: Kaum ist der eine Standlautsprecher abgearbeitet – nun, was heißt hier „Arbeit“, die ZU Audio Presence hat verdammt viel Spaß gemacht – kommt der nächste dran: Aber bis auf das Preisschild ähnelt sich hier kaum etwas. Der Zwei-Wege-Lautsprecher „Signature“ von PHIO Audio ist aus anderem Holz geschnitzt, beziehungsweise Stein gegossen ...

Duisburg ist die Heimat von PHIO Audio und Herrn Carsten Wendt - dem Mann dahinter. Einigen Selbstbauern wird der Name vielleicht ein Begriff sein, bietet Herr Wendt doch schon seit längerem Lautsprecherbausätze an. Allerdings gibt's auch Gerätebasen von PHIO sowie passende Pucks dazu; auch ein Tonabnehmergehäuse für die Denon-103-Stripperszene ist im Programm. Aber hier soll‘s um seine Fertiglautsprecher gehen, genauer gesagt, um das mittlere Bassmodul und das kleinere Hochtonhorn des „Signature-Baukastens“. Denn das ist das Erste was man lernen muss: Es gibt keine strenge Produkt-Hierarchie, sondern ein System, bestehend aus drei verschiedenen Tieftonmodulen und zwei Hochtonhörnern, die miteinander kombinierbar sind.

Und deshalb hängt die Entscheidung darüber, welchen Wandler man wählt, zwar auch vom Preisschild ab, aber mehr noch von den eigenen räumlichen Gegebenheiten und dem persönlichen Hörgeschmack. Ja, natürlich: Es gibt Preisunterschiede - der Einstieg in PHIOs Lautsprecherwelt liegt bei 8.800 Euro und die kostspieligste Variante bei 12.200 Euro. Aber teurer muss nicht unbedingt besser seinPHIO Audio Modulsystem (gilt sowieso, wird hier aber auch mal vom Hersteller bestätigt ...), sondern in gewissen Fällen passender. Oder auch nicht. Für mich und meinen Raum war die oben genannte Kombi passend - deren Preis bei 9.600 Euro liegt. PHIOs Modul-Ansatz erinnert mich in gewisser Weise an den Berliner Hersteller Sehring (siehe auch Test Sehring 700 & 701 SE bzw. Sehring 703 SE). Vernünftige Sache sowas, aber (deshalb?) nur selten vorzufinden.

PHIO Audio SignatureAuffälligstes Merkmal der Wendt‘schen Wandler ist der Einsatz von Kunststein. Das Hochtonmodul besteht komplett aus diesem Material, Schallwand und Deckel der Basseinheiten ebenso. Was man allerdings nicht sieht, ist, dass es je Einsatzgebiet „andere Steine“ sind. Herr Wendt scheint gerne unterschiedliche Materialien zu mixen, und dabei geht es nicht nur um Kunststein: Auf die Frage, was er denn von MDF halte, kam zur Antwort, dass er es wie Salz verwende – ohne sei’s denn doch zu fad, aber ein ganzes Mahl daraus zu bereiten, käme ihm nicht in den Sinn ...

 

 

 

 

 

 

Im Test:

Stand-Lautsprecher:
PHIO Audio Signature

UVP: 9.600 Euro

Hersteller & Vertrieb:
PHIO Audio
Tel. +49-(0)203 / 3178640

eMail:
info@phio-audio.de
Web:
www.phio-audio.com


 

Equipment:

Quellen:

analog:

Laufwerk:
Acoustic Solid MPX

Tonarme:
Phonotools Vivid-Two
SME M2 12 Zoll

Tonabnehmer:
Denon DL-103
Ortofon MC Rondo Bronce
Zu Audio DL-103

digital:

CD-Player:
audiolab 8000CD

Computer & Co:
Logitech Squeezebox
Readynas Duo NAS-Server
HP Notebook

DA-Wandler:
Aqvox USB2DA-MKII
Benchmark DAC1 USB

Verstärker:

Phono-Pre:
Aqvox 2 CI MKII

Vorverstärker:
Octave HP 300 MK2

Endverstärker:
SAC il piccolo (Monos)

Vollverstärker:
Lua 4040C
Myryad MXI 2080
Octave V 80

Lautsprecher:

AudiaZ ETA
Sehring 703
ZU Audio Druid mk4
ZU Audio Presence

Racks & Stands:

Creactiv, Taoc,
Liedtke Metalldesign Stand, Shale Audio Base

... sowie diverse Kabel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

salz in der suppe?