Zendo Cable by Mundorf
fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

 

das wird nicht klappen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

forschung an der schnittstelle lautsprecher/raum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

marketing-blabla?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

equalizer?

 

 

 

 

 

 

 

 

vier hölzer und innovatives design

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wellenförmige gabel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

seltsame basskontrolle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zeitverhalten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zur belohnung
ein paar

Versuch einer Erklärung:

Shakti Hallograph

"Wenn ich es einem ganz normalen Menschen hätte erklären können - nun, ich hätte den Nobelpreis nicht verdient." (Richard Feynman)

Dies ist normalerweise die Stelle, bei der Sie erwarten, ich würde Ihnen erklären, wie der Hallograph funktioniert. Das wird nicht klappen. Wir brauchen hierbei ein wenig Hilfe, also bitte: lesen Sie weiter! Dann kommt der Part, an dem ich beschreiben sollte, wie sie sich denn auswirkt, diese Holzgabel - das wird schon eher klappen, jedenfalls werde ich mir Mühe geben. Aber erst ein mal eine kurze Beschreibung zum Hallograph (entnommen der Shakti-Website): "Der Hallograph Soundfield Optimizer besteht aus zwei Teilen, die hinter den Lautsprechern, in der Nähe der Raumecken zu positionieren sind. Der Hallograph ist eine Shakti-Eigenentwicklung, gefertigt wird er aus exotischen Harthölzern. Die versetzt angeordneten Leisten münden in einen eleganten Ständer - eine Erscheinung, die sich sehr gut in jeden Raum integrieren lässt."

"Der technologische Durchbruch, für den der Hallograph steht, resultiert aus einer über zehnjährigen Forschungsarbeit an der Schnittstelle Lautsprecher/Raum. Wir haben gelernt, die chaotischen Schallreflexionen von den Wänden des Raumes so zu modifizieren, dass diese nicht mehr (hörbar) den Direktschall der Wandler überdecken bzw. mit diesem interferieren. Der Hallograph beeinflusst den Frequenzgang, die Amplitude und das Zeitverhalten der ersten Reflexionen - mit den Ergebnis eines erstaunlichen Realitätsgewinns bei der Wiedergabe."

Ganz netter Stoff, oder? Lasst mich nur kurz einwenden, dass es nicht der "erstaunliche" Realitätsgewinn war, den ich als erstes feststellte - Gott sei Dank nicht, denn ich werde sofort argwöhnisch, wenn mich eine Komponente stante pede in Erstaunen versetzt. Das erste Wort, welches mir einfiel, war "natürlich". Wenn Sie damit nicht viel anfangen können - nun, in meiner "Hörwelt" übersetzt sich "natürlich" mit "besser" ...

"Stunde um Stunde ging er stirnrunzelnd und mit einer brütenden Stille im Raum auf und ab." (aus "Arme Leute" von Dostojewski)

Bevor ich mehr erzähle, sei so viel verraten: Ich wurde schlagartig süchtig. Aber ich war auch ziemlich unzufrieden mit der recht dürren Erklärung, die die Shakti Website bereithielt. Nach der Hörsession und vor Beendigung dieses Tests, rief ich daher einmal bei Shakti Innovations an - am Apparat war Herr Ben Piazza. Als er herausfand, was ich eigentlich vor habe, gab er mir auf den Weg, dass Herr Dave Caplan als Mitentwickler gleich großer Verdienst gebührt und ich ihn entsprechend erwähnen sollte. Was hiermit geschehen ist.

Ich merkte an, dass zwar ein ausführliches Dokument zum Shakti Stone auf der Website zu finden sei - aber nicht zum Hallograph. Ob er mir denn mehr verraten könne, als das bisschen, das dort zu finden sei? Schließlich war das doch nur reines Marketing-Blabla ...

"Ja, natürlich. Im Grunde genommen verdrängt der Hallograph den Raumgeräuschpegel, indem er die wichtigste 'Quelle' des indirekten Schalls wird. Stellen Sie sich einen passiven Lautsprecher vor, der die (Schall-)Antwort des Raumes modifiziert."

Shakti Hallograph im SpiegelOkay, das kann ich versuchen. Dann fragte er mich nach meinen Erfahrungen mit ihnen. Wir quatschten ein bisschen über meine Verwunderung, dass sie überhaupt einen Effekt hatten in meinem eigentlich "Nicht-Raum" zu nennenden Zimmer (es ist nicht abgeschlossen, sondern sehr offen; zudem stehen die Lautsprecher an recht ungewöhnlicher Stelle). Herr Piazza merkte an, es gäbe nicht viele Leute, die eine "alternative Platzierung der Wandler" vornähmen - er kenne lediglich drei, meine Wenigkeit schon inklusive ...
(Die Vorschriften sind mir ziemlich klar, aber wie bei mir schon mehrfach diagnostiziert wurde: Ich bin ein notorischer Trotzkopf.)

"Das Hallograph-System sollte - wie es ja auch ausführlich in der Bedienungsanleitung beschrieben steht - am besten hinter die Lautsprecher und an deren Außenseite aufgestellt werden. Das ist dann in aller Regel in den Ecken hinter den Lautsprechern - eine normale Lautsprecherpositionierung einmal vorausgesetzt. Sollte keine oder nur eine Ecke vorhanden sein, dann ist eine symmetrische Anordnung - aber wiederum hinter den Wandlern und außerhalb der Basisbreite(!) - zu empfehlen."

"Ein zweites, seitliches Paar kann als eine Art Equalizer-Werkzeug verwendet werden, um bestimmte Aufnahmen nach dem eigenen Geschmack abzustimmen. Eine Aufnahme, die etwas zu trocken und muffig klingt, gewinnt schlagartig mehr Leben, wird der Hallograph etwas in Richtung Hörer gedreht. Und umgekehrt, ist eine Aufnahme eher hell und leicht überpräsent, wird eine entgegengesetzte Drehung dem Klang mehr Wärme verleihen. Das erste Pärchen kann ebenfalls einen kleinen Equalizer-Effekt haben, aber hauptsächlich ist das Seitenpaar hierfür verantwortlich."

Größere Räume sollen von einem dritten, hinteren Paar (hinter dem Hörplatz) profitieren, indem sie "einen natürlichen Nachklang hinzufügen, wie in Konzerthallen oder Klubs üblich. Hinzu kommt eine Prise mehr Realismus bei der Darbietung."

Des Weiteren klärte mich Ben über die Konstruktion auf: Sie enthalte vier verschiedene Holzarten und das Design sei ziemlich innovativ - eine Kombination aus Reflektor und Diffusor. Schließlich sprach er recht freimütig über etwas tiefer gehende Erkenntnisse zum Hallograph, die eigentlich für das erst noch zu publizierende "White Paper" vorgesehen waren ...

Was macht den Hallograph einzigartig?

"Vor allem die bewusste Modifizierung des reflektierten Signals und das hohe Maß an Diffusion, welches durch eine solch kleine Oberfläche bewerkstelligt wird. Wie schon gesagt, der Hallograph ist so etwas wie ein zweites Lautsprecherpaar, welches gewissermaßen das erste Paar vom Raum entkoppelt. Anstatt den Raumschall abzuschwächen - ein Vorhaben, welches viel Materialeinsatz erfordert - versuchten wir, ein musikalisch komplementäres Element zu entwickeln, das die ersten Reflexionen, die beim Hörer eintreffen, dominiert."

"Der Direktschall von den Wandlern enthält die Hinweise auf den Aufnahmeraum, wie er von den Mikrophonen aufgezeichnet wurde. Aber der Hörraum modifiziert dieses Bild, da er diesem die eigene akustische Signatur aufstempelt. Nun können wir den Raum unmöglich los werden - aber sehr wohl können wir die 'akustische Signatur' um einen gewissen Grad abschwächen. Indem wir nämlich eine 'neue Grenze' ziehen - mir einem Diffusor, dessen Geometrie der flachen Oberfläche des Raumes überlegen ist."

"Ein normaler Reflektor/Diffusor besteht aus einer bestimmten Art Holz und/oder verwendet ein bestimmtes Absorptionsmaterial, welches miteinander verbunden wird. Bei dieser Technik wird die Diffusion durch eine asymmetrische Struktur der einzelnen Teile zueinander erreicht. Der Hallograph besitzt eine offene, wellenförmige und abgerundete Gabel-Geometrie, um die Asymmetrie zu erreichen, die zur Diffusion des Schalls notwendig ist. Zudem werden bei unserem Produkt vier verschiedene Holzarten verwendet. Das offene Gabel-Design ermöglicht eine doppelte Diffusion, da die Wandreflexionen ein zweites Mal durch den Hallograph hindurch gehen - ein wichtiger Unterschied gegenüber normalen Diffusor-Typen."

"Wenn man sich die sekundären Schallwellen in einem Raum als Wasserwellen vorstellt, welche chaotisch in alle möglichen Richtungen strömen, so fällt es vielleicht leichter, einzusehen, warum das Gabel-Design einen weit höheren Glättungseffekt pro Quadratzentimeter erzielt, als es mit den konventionellen Bauformen möglich ist. Der Hallograph wirkt in gewisser Weise wir eine starker Propeller, durch den die Wasserwellen hindurch müssen - dabei ändern sie ihre Form, sie glätten sich. Unser Diffusor besitzt sechzig Wellen pro Kanal (pro Stück) und die abgerundeten Ränder vervielfachen die Fläche, die die Diffusion ermöglicht. Im Gegensatz zu konventionellen Typen, bei denen viele Paneele eingesetzt werden müssen, um zu einem befriedigenden Resultat zu gelangen, kann schon ein Hallograph-Paar einen dramatischen Effekt haben."

Shakti Hallograph

Okay, das ist ein hilfreiches Bild, um es sich ungefähr vorzustellen. Aber wie passt das zu der besseren Basskontrolle, die ich festgestellt habe?

 

Tellurium Q Kabel
Kef T-Serie
Thomas Scherer Audio Engineering
Heolo Lautsprecher

 

"Der Ständer ist cirka 1,2 Meter hoch und ebenfalls asymmetrisch gebaut - er ist für die hörbar gewonnene Klarheit im Bassbereich mitverantwortlich. Ziel war es wieder, die enormen Verzerrungen durch den Raum in den Hintergrund zu befördern und damit ein wesentlich neutraleres Klangfeld zu schaffen. Das Reflektormaterial des Hallographs besteht aus verschiedenen Holzarten, die jeweils ein unterschiedliches Resonanzverhalten aufweisen. Bei den drei Reflektoren sind die jeweiligen Holzlängen versetzt angeordnet. Jeder Reflektor besitzt eine flache Oberfläche, die in eine abgerundete Form mündet. Diese verflochtenen, aber geometrisch unterschiedlichen Formen, zeigen einen verblüffenden Effekt. Die vom Hallograph direkt reflektierte Energie (durch die glatten Stellen des Reflektors) und die gestreute Energie (durch seine kurvigen Teile) wirken auf den wahrgenommen Umgebungsschall."

"Es ist dieses Verhältnis von direktem zu indirektem Schall, welches eine natürlichere Akustik wieder möglich macht - analog wie in einer Konzerthalle. Demzufolge werden die Unterschiede von Aufnahme zu Aufnahme nicht mehr durch den Hörraum und dessen akustischen Verhalten 'über den gleichen Kamm geschoren'. Stattdessen werden die unterschiedlichen Aufnahmeorte wesentlich realistischer transportiert. Hinter jedem Reflektor befindet sich eine Kammer, die den Frequenzgang und die Amplitude modifiziert - und vor allem auch das Zeitverhalten des Reflektors* selbst. Insgesamt erzeugt dies eine abgestimmte Kopplung zwischen den Lautsprechern und dem Raum."

Was meinen Sie mit "Zeitverhalten"?

"Im Wesentlichen: Wie lange 'klingelt' ein Material nach, nachdem es durch Schallwellen angeregt wurde? Mittels des Raums hinter dem Reflektor können wir dieses Zeitverhalten so justieren, dass es wesentlich kürzer ausfällt, als es durch das Wandmaterial des Raumes vorgegeben wird. Diese Justage hat auch Einfluss auf den Frequenzgang, denn der steht in einer direkten Korrelation mit dem Zeitverhalten. Die Amplitude wird durch die Wahl der Hölzer, der Diffusions-Geometrie (Formgebung) und einer speziellen Behandlungen bestimmt, die im Patent näher erläutert wird."

Wo wir gerade dabei sind: Welche Hölzer werden verwendet?

"Das schwarze afrikanische Holz hat eine sehr dichte Porenstruktur. Es verhält sich schon fast wie Metall, vergleicht man die Reflexions-Geschwindigkeit mit der der Raumwände. Stellen sie sich vor, sie stehen auf einer Eisenbahnschiene und der Zug ist ungefähr vier Meilen entfernt. Ich stehe nur zwei Meilen von ihm entfernt - aber nicht auf den Schienen. Sie werden den Zug zuerst hören, sie sind zwar doppelt so weit entfernt, aber das Signal wird durch das Metall viel schneller transportiert."

Ich weiß, dass sie ein paar harte Daten zum Shakti On-Line gesammelt haben. Gibt es hierfür auch Pläne beim Hallograph?

"Ja, das stimmt mit den On-Lines ... Nun, über die Jahre kamen so einig Leute und hörten sich unseren Hallograph an. Vielen kratzten sich den Kopf und gingen wieder ... Die meisten fragen, wo die Black Box sei. Anderen brauchen erstmal einen Drink! Wir hoffen, dass wir bald mit einer Universität zusammenarbeiten, um tatsächlich aussagekräftige Messungen durchführen zu können. Jeder Ingenieur, der uns helfen kann, den Hallograph zu quantifizieren, bekommt zur Belohnung ein Paar. Oder auch zwei ... Wussten sie eigentlich, dass neulich Digitaltechniker zu einer Hörsitzung vorbeikamen? Sie sagten, der Hallograph reduziere das Kanal-Übersprechen - etwas, welches sie normalerweise auf elektronischem Wege versuchen, zu verhindern. Zwei Lautsprecher in Stereo-Position erzeugen eben auch ein Übersprechen, linker und rechter Kanal durchmischen sich. Es scheint so zu sein, das der Hallograph diese Neigung reduziert, indem er die Amplitude des ganz rechts oder ganz links aufgenommenen Instrumentes/Stimme erhöht. Zudem glauben wir, dass Geschwindigkeit und Kürze des vom Hallograph kommenden Signals auch wesentlich zu diesem Effekt beitragen."