fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Test: Sauermann Stereo-Endverstärker | Preis: 8.500 Euro

Kunstvoll oder künstlich?

Sauermann Audio Verstärker

November 2011 / Jörg Dames

fairaudios's favourite Award 2012Ein bisschen hat‘s mich ja doch gejuckt, in der Headline zu diesem Bericht mit dem Wörtchen Rostlaube zu spielen - was allerdings vielleicht doch ein wenig fies ausschauen und darüber hinaus nur auf den ersten Blick halbwegs passen würde.

Denn das Braune auf der Frontplatte des Sauermann-Stereoverstärkers ist zwar tatsächlich Rost, aber genau deswegen zählt das Gesicht dieses Amps ja zu den interessantesten, die je bei mir aus dem Rack lugten. Und wagt man dann einen zweiten Blick und sucht die Website von Sauermann Audio auf, so sieht man, dass diese Endstufe auch gänzlich rostfrei, nämlich zum Beispiel in den Ausführungen Stahl gebläut oder Acryl erworben werden kann, zudem ist auch Schiefer möglich. Die Rostvariante beansprucht freilich eine gewisse Reife- und damit auch Lieferzeit: Zirka 6-8 Wochen sind hier, so der Entwickler und Unternehmensgründer Gerd Sauermann, einzukalkulieren. Und natürlich sei man mit Blick aufs Material und/oder die Gestaltung auch für kreative Ideen seitens der Kundschaft offen, sprich unterbreite gegebenenfalls gerne ein individuelles Angebot.

Dass man sich den optischen Auftritt eines solchen Designkonzepts nicht mit einer schnöden Leuchtdiode oder Ähnlichem im Konterfei verschandeln will, liegt fast auf der Hand. Daher erfolgt die Betriebsanzeige von unten über die Stellfläche gespiegelt, wobei die Beleuchtungsfarbe an die Optik der Frontplatte oder einfach den eigenen „Lichtgeschmack“ angepasst werden kann. Apropos Geschmack: Wie stark der Verstärker - und das ist ja das wichtigste - akustisch mit dem eigenen Gusto konform geht, kann auch im eigenen Hörraum probeweise untersucht werden, denn mit Herrn Sauermann lassen sich zu diesem Zweck Hausbesuche vereinbaren.

sauermann verstärker

Übrigens: Die Sauermänner machen Endverstärker - neben der Stereoendstufe hat’s noch Monos (10.500 Euro) im Portfolio - und sonst nix. Woran man auch in Zukunft festhalten will, denn diese bringe, wie Gerd Sauermann mutmaßt, im HiFi-Bereich insbesondere regelbare DACs und Streaming-Clients hervor, welche „klassische Vorstufenlösungen“ ersetzen werden. Und die Konzipierung von DACs und Clients gehöre eben nicht zur Kernkompetenz von Sauermann Audio.

Okay, Designfragen und Blicke in die Kristallkugel hin oder her - schauen wir im Folgenden mal hinters kreativ gestaltete Antlitz und hören uns den Sauermann-Verstärker vor allen Dingen intensiv an ...

 

 

 

 

Im Test:

Endstufe:
Sauermann Stereoverstärker

Hersteller & Vertrieb:
Gerd Sauermann audio

Telefon:
+49 (0)228 3908075
eMail:
info@sauermann-audio.eu
Web:
www.sauermann-audio.eu


 

Equipment:

Quelle:

CD-Player Fonel Simplicité,
Laptop mit foobar2000 und J River MC im Verbund mit DA-Wandller Northstar USB dac32 bzw. Benchmark DAC1 USB

Lautsprecher:

Thiel CS 3.7
Sehring S 703SE

Verstärker:

Vollverstärker:
Fonel Emotion
Abacus Ampino

Vor-/Endverstärker:
Funk MTX Monitor V3b
Audionet AMP Monos

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Vovox

LS: HMS Fortissimo, Reson LSC 350

Netz: Quantum-Powerchords, Hifi-Tuning Powercord Gold inkl. IeGo-Konfektionierung, Netzleiste MF-Electronic

Rack:

Lovan Classic II

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

apropos geschmack ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

endverstärker - und sonst nix