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fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

 

 

edle verpackung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wir sind alle opfer
von vorurteilen ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

suck my kiss!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

timbre & finesse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

schönheit der röhre plus kontrolle des transistors ...

Einstein Audio: Light In The Dark Verpackung"Um den Verstärker schnell zu machen, ohne dass es zu Phasenproblemen kommt, haben wir ihn extrem breitbandig ausgelegt. Die Level-Anpassung, die auf der Rückseite eingestellt werden kann, liegt selbstverständlich nicht im Signalweg und dient dazu, den Verstärker mit jedem Pre perfekt anzupassen."

Ich habe die LITD nach der von Einstein empfohlenen Art angeschlossen - der Hersteller ist hierbei recht deutlich: Bei diesem Verstärker ist die symmetrisch Verkabelung am besten. Punkt.

 

Ein Wort noch zu der Verpackung: Außerordentlich! Die LITD steckt in einem rot-samtenen Beutel verpackt und dieser liegt in einer Holzkiste, die mit dem gleichen purpurnen Material ausgeschlagen ist. Weiße Baumwoll-Handschuhe werden mitgeliefert, damit das Chrom unbefleckt bleibt. Sie würden es nicht anders haben wollen.

Klang:

"Das Einzige, was mein Lernen behindert, ist meine Bildung"

Wir sind alle Opfer von Vorurteilen und "Erfahrungswerten". Die Wahrnehmung und Beurteilung eines Produktes ist abhängig vom persönlichen Geschmack des HiFi-Testers oder von den Komponenten, die vorher schon da waren ... und es liegt sicherlich auch an dem jeweiligen Referenz-System. Ab und an gibt es aber Produkte, die unsere gewohnte Haltung verändern oder anders formuliert - unsere Vorlieben transzendieren. Einsteins LITD ist ein solches Produkt. Die Präsentation der LITD besitzt eine derartige Finesse - ja, fast Romantik - dass sie den Zuhörer entspannt und ihn trotzdem (paradoxerweise) völlig in das musikalische Geschehen zieht. Diese mühelose Darstellung gleicht in keiner Weise der von Verstärkern, die Detail oder Dynamik, Tempo und Erregung vermissen lassen. Ja, tatsächlich, er ist überragend in allen genannten Disziplinen - und meistert zudem den Balanceakt zwischen "musikalisch" und "analytisch". Und obwohl er geringfügig entspannter zu Werke geht, als andere Verstärker - gerade hierdurch überzeugt der Einstein, er lässt diese "Vortragsart" als die richtige erscheinen. Und nicht die "vorwärtspreschenden Art" manch anderer Komponenten.

Ein perfektes Beispiel für die tonale Qualität dieses Einsteins, gibt meine seit langem im Einsatz befindliche "Referenz-CD" Curandero's Aras. Beim Track drei, "Segue", kann der komplexe Mix aus Instrument- und Stimmen-Effekten andere Verstärker in Verlegenheit bringen - oder sie zumindest ein wenig schlingern lassen. Die LITD separiert die Instrumente und geleitet sie in einer völlig glaubwürdigen, kohärenten Weise, die jegliche Überpräsenz vermeidet und gleichwohl einer eventuell aufkeimenden Unordnung Einhalt gebietet. Das Timbre der Gitarre und der Tabla ist vollkommen realistisch und in Verbindung mit den Stimmen wird hier eine sehr tiefe und weite Bühne präsentiert. Die LITD kann auch ein wunderschönes Air in den oberen Oktaven transportieren und ermöglicht so ein Gefühl der Präsenz. Die Atmosphäre des Aufnahme-Ortes wird lebendig.

Die Basswiedergabe ist eine weitere besondere Stärke der LITD. Hört man "Suck My Kiss" von der Red Hot Chili Peppers Platte "Blood Sugar Sex Magic", gleicht das einer Übungsstunde in sexueller Notzucht - der sadomasochistischen Art! Die LITD puscht den Bass mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit und "Wumms" voran und dabei kontrolliert sie den Beat mit eiserner Faust. Über diesen Verstärker gehört, sind Fleas Bass und Jack Irons' Drum-Spiel schlicht und ergreifend großartig. Und mehr noch: Jacks Snaredrum trifft durch das Gemenge mit Biss, es prasselt - und das mit müheloser Dynamik und ohne dabei Keidis Stimme zu verdrängen. Tiefer und noch tiefer, dort wo die untersten Oktaven eines Klaviers oder einer Orgel sich befinden, wird die LITD zwar etwas lichter, ein wenig schlanker in der Balance - aber immer noch vollauf befriedigend.

 

Blumenhofer Acoustics
Dynamikks
Acoustic Solid
BMC Audio

 

Wo wir gerade beim Thema Stimmwiedergabe waren - männlich oder weiblich, der Einstein ist in beiden Fällen herausragend. Tonfall und Akzentuierung sind "live" und die Stimmen sind präsent und völlig überzeugend in Ihrer Klangfarbe. CDs mit Orchester- und Kammermusik kamen mit diesem Verstärker in die heavy rotation. Die Art, wie der Einstein mit dem Timbre umgeht, seine Finesse und die geradezu delikate Art, mit der Mikrodynamik und Detail gehändelt werden, lassen ihn bei der Wiedergabe von Violinen- und Klavierwerken geradezu transzendental erscheinen. David Wilsons wunderbar eingefangene Sonaten für Violine und Piano waren ein schlagendes Beispiel für die Art, wie die LITD mit diesen Instrumenten umgeht. Die Darmsaite und der Filzhammer waren einfach als perfekte Kopie der Realität wahrnehmbar - und doch spielten sie sich nicht auf Kosten des musikalischen Ganzen in den Vordergrund. Über den ganzen Frequenzbereich wurde das Klavier in Klang und Attacke richtig wiedergegeben und die Dichte des Körpers und der Sinn für die Präsenz stellten es fast als physikalischen Gegenstand in den Raum hinein.

Einstein Audio: Light In The Dark von oben

Fazit:

"Jeder halbwegs pfiffige Dummkopf kann die Dinge größer, komplizierter und gewalttätiger machen. Es braucht den Hauch eines Genies - und viel Mut - um sich in die umgekehrte Richtung zu bewegen."

Also, wenn wir die Klangqualitäten dieses brillanten Stück Equipments zusammenfassen wollen, dann suchen wir (normalerweise) solche Begriffe wie tonale Schönheit und Textur, filigranes Detail, Basskontrolle, dynamische Brutalität und Raumausdehnung. Das sind so die Worte, die den anspruchsvollen und erfahrenen Hörer anziehen - ein eher intellektuelles, denn unmittelbar gefühlsmäßiges Vergnügen.

Die Entwickler der Light In The Dark Hybrid-Endstufe haben es geschafft, die den Röhren innewohnende tonale Schönheit mit der Kontrolle und der dynamischen Ausdruckskraft von Transistoren zu verbinden - das Ergebnis ist ein Verstärkungsinstrument der Superlative. Dieser Einstein ist einfach genial. Und es braucht nicht den höchsten akademischen Grad, um dies "Hirn" wertzuschätzen ...