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Herr Fung, der East Sound-Entwickler, hat sich für den E5 drei Jahre Zeit genommen. Das "Basismodell" war der E3, ein für den chinesischen Markt konzipierter CD-Player. Die ausschließlich für den Export bestimmten Versionen des E5 - die "European" und die "Signature" Edition - wurden von ihm nochmals mit klanglichem Feintuning bedacht. Hauptansatzpunkt hierbei war die interne Verkabelung der Player - und genau dies soll auch den leicht unterschiedlichen Klangcharakter der beiden ausmachen, denn das jeweils verwendete Leitermaterial unterscheidet sich. Bei der Bauteileauswahl scheint Herr Fung übrigens ein Faible für "Markenklamotten" zu haben: Philips Laufwerk, Crystal DAC, Kondensatoren von Elna und Wima, hochwertige Widerstände von Vishay ...
Drei Jahre Entwicklung sind eine recht lange Zeit, es passt so gar nicht zum Klischee "schnell mal was schweres zusammenbauen und die westlichen Märkte aufmischen". Herr Dasbach von Speakers Delight erzählte mir die Anekdote, dass eigentlich schon länger ein Vollverstärker von East Sound erwartet wird. Erste Modelle seien auch schon gesichtet worden, aber Herr Fung war mit ihnen noch nicht 100% zufrieden. Und so wurde die Markteinführung auf unbestimmte Zeit verschoben - zwecks weiteren Feintunings. Die Konkurrenz mache sich schon etwas lustig über ihn ... Eigentlich ganz sympathisch.
Unser Testproband ist die MK II-Version des E5 Signature Edition, oder genauer: die "Prime Version". Seit Juli diesen Jahres gib es diese "erstklassige Version": Ein mechanisch soliderer Unterbau für das CD-Laufwerk (daher ist die Schublade auch eine Etage nach oben gezogen und befindet sich nun über dem Display) und ein verbesserter Laser-Vorverstärker sind die wesentlichen Änderungen zum Vorgängermodell. Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht, aber ich frage mich gerade, ob er nicht da auch gleich die Laser-Endstufe hätte aufpeppen können, dieser Tüftler ...;-)

Ausgänge besitzt der East Sound E5 Signatur Edition Prime Version jeweils zwei, soll heißen: Analog geht es sowohl symmetrisch (via XLR) als auch unsymmetrisch (via Cinchbuchse) nach draußen; digitale Daten können im S/PDIF-Format über Cinch oder über TOSLink abgegriffen werden. Ein klanglicher Unterschied zwischen symmetrisch / unsymmetrisch ist mir beim besten Willen nicht aufgefallen - aber es ist gut, diese Option zu haben, sollte daheim ein "richtig" symmetrischer Verstärker auf Futter warten - und nicht "nur" einer mit 'ner XLR-Buchse. Die Ausgangsstufe des East Sound ist übrigens eine transistorverstärkte Class-A Schaltung.

"Das Gerät ist übrigens die nagelneue "Prime Version" des CD-E5 Signature Edition ...", war von Speakers Delight zu vernehmen - und beim Wörtchen "nagelneu" reagier ich prompt mit "Einspielen!".
Da traf es sich ganz gut, dass ich sowieso einen verlängerten Wochenend-Trip geplant hatte - da bekam der East Sound dann fünf Tage Zeit, im Dauerrepeat-Modus die immer gleiche CD abzunudeln. Ob er es auch nötig hatte, weiß ich ehrlich gesagt nicht - geschadet hat's wohl kaum. Dass mit dem Einspielen kann übrigens recht lästig werden: Bei CD-Playern ist das ja noch okay. Aber haben Sie schon einmal Damenbesuch ins Schlafzimmer begleitet, im dem mannshohe Lautsprecher - von frühen Ministry-Scheiben befeuert und gemeinsam zwecks Dämpfung unter einem Federbett kuschelnd - recht seltsame Geräusche von sich geben? Verständnisvolle und schmachtende Blicke sind nicht zwingend das, was Sie zu erwarten haben! Und mit den erläuternden
Worten, dass sich 200 beats-per-minute-Industial hervorragend
zum
Durchkneten der Sicken eignet, kommen Sie auch nicht groß weiter ... Also liebe
Leute: Schickt doch bitte fertig eingespielte Modelle! Aber zurück
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