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Genaugenommen arbeitet der 10kg schwere C.E.C TL51XR mit zwei PCM 1796-Wandlern von Burr-Brown in 24-bit-Technologie und einem 192kHz Upsampling. Was die Verstärkung betrifft, herrscht zunächst strikter Doppel-Mono-Aufbau vor.
Zudem ist Herr Carlos Candeias mal wieder mit von der Partie: Durch die von ihm entwickelte Load-Effect-Free- Technologie (LEF - siehe dazu auch den Test zum C.E.C. AMP5300) soll auf eine "Über-Alles-Gegenkopplung" verzichtet werden können. Die zugehörige Class-A-Verstärkung - in "Single Ended"-Ausführung - ist mit dem LEF-Konzept übrigens untrennbar verbunden. (Für Interessierte: Durch einen höheren Ruhestrom und der damit verbundenen Verlagerung des Arbeitspunktes zur Mitte der Transistorkennlinie (Class-A), wird ein einzelner Endtransistor (Single-Ended) in die Lage versetzt, sowohl die positive, als auch die negative Halbwelle des Signals zu verstärken. Letztes vermeidet u.a. Übergangsverzerrungen, die dann entstehen können, wenn sich zwei separate Transistoren lediglich auf jeweils eine Halbwelle des Signals spezialisieren.)
Candeias Verstärkermodule sind beim Blick ins Innere kaum zu übersehen:

Der Riemenantrieb des C.E.C. TL51XR ist beim Blick unter die Haube schon etwas schwerer zu erkennen. Will man mehr sehen, so gilt es, sich noch offensiver mit den Schraubenzieher vorzuwagen. Ich habe mich mit einem Blick durch die Schlitze begnügt:

Nach Angaben von C.E.C. ermöglicht die Technologie des Riemenantriebes eine weitgehende Isolierung des antreibenden Spindelmotors vom Plattenteller: Das soll nicht nur Vibrationen unschädlich machen, sondern auch vom Motor ausgehende elektromagnetische Störeinflüsse im Zaum halten. Apropos Vibrationen: Auch die Bodenplatte gibt lediglich ein lustloses, mattes "Plock" zurück, wenn man mit den Fingerknöcheln dagegen klopft. Ein kleines Loch an der Unterseite des C.E.C. TL51XR verrät, dass diese aus mehreren Schichten besteht:

Zum Konzept der Japaner gehört ferner, dass beim Abspielen ein Puck auf die CD gelegt werden muss. Vergisst man diesen aufzulegen, wird man durch ein wenig sympathisch klingendes Rattern nachdrücklich daran erinnert, dieses nachzuholen ... Der Puck führt zur zusätzlichen Eindämmung von Vibrationen und darüber hinaus zu einem verbesserten Gleichlauf. Letzteres wird durch die erhöhte Masseträgheit bzw. dem damit verbundenen "Schwungradeffekt" erreicht.

Im Endergebnis verspricht sich C.E.C. von diesen mechanischen Maßnahmen einen verbesserten Jitter - und weniger notwendig werdende elektronische Korrekturen - sowie einen signifikant höheren Rauschabstand ...