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Test: KEF M400 | Kopfhörer | Preis: 260 Euro

Britpop

KEF M400

Januar 2016 / Sebastian Eilzer

Inzwischen sind bei Kopfhörerneuheiten nicht nur altbekannte Spezialisten zu finden, sondern man stolpert immer häufiger über geläufige Namen aus dem hochwertigen Lautsprecherbereich. Diesmal erreichte mich das neueste Modell des für seine Koaxial-Treiber bekannten Herstellers KEF (www.kef.com). Bei Lautsprechern liegt mir die Klangsignatur des britischen Herstellers durchaus.

KEFs M-Modellreihe umfasst inzwischen vier Kopfhörer: Während es sich bei den kleinen M100 und M200 um In-Ears handelt, befinden sich in den „großen“ Hörern M500 und M400 40-mm-Treiber. Das kleinere und neuere Modell der beiden, der M400, hat den Weg auf meine Ohren gefunden.

KEF M400

Der KEF M400 ist als kleiner, faltbarer Kopfhörer für unterwegs ausgelegt und in vier verschiedenen Farben erhältlich. Deren Benennung erinnert mich ein wenig an die Kreativität diverser Automarken und beinhaltet „Deep Black“, „Champagne White“, „Racing Blue“ und das mir gelieferte „Sunset Orange“. Die aus Aluminium gefertigten äußeren Spangen sind in mattem Orange ausgeführt und wirken hochwertig – sie sind durch ein schwarzes, gut gepolstertes Kopfband verbunden und halten frei bewegliche, ebenfalls schwarze Ohrpolster. Das einseitig geführte Kabel beinhaltet mehrere schöne Details: So ist es, passend zum Kopfhörer, ebenfalls in Schwarz und Orange gehalten und fügt sich so perfekt in den Gesamteindruck ein. Des Weiteren beinhaltet es eine Fernbedienung mit Mikrofon, welche der Tastenbelegung des Apple-Standards folgt. Die Tasten selbst sind gummiert und sogar mit Handschuhen klar erfühlbar. Cleveres Detail: Die beiden gleich aussehenden 3,5-mm-Klinkenstecker an den Kabelenden unterscheiden sich in der Farbe der Isolatoren, sodass man auch im aufgewickelten Zustand schon auf den ersten Blick sieht, welches Ende man in den Händen hält und wie das Kabel anzubringen ist.

Das Kabel des KEF M400

Dies wird man auch häufiger tun, da der KEF M400 wie gesagt primär für den mobilen Betrieb gedacht ist. Einen Adapter auf 6,35-mm-Klinke gibt es dementsprechend auch nicht, dafür aber einen fürs Flugzeug sowie eine Transporttasche. Ein Faltscharnier in jeder Seite ermöglicht das Einklappen beider Ohrmuscheln (sofern das Kabel entfernt wurde) und damit ein erstaunlich kleines Endpaket. Die Scharniere sind von außen versteckt und stören die Optik nicht – eine durchdachte und durchaus schöne Lösung.

KEF M400

Die ohraufliegenden Polster sind oval ausgeführt und bestehen aus Akustikschaum; bezogen sind sie mit hochwertigem, weichem, auf der Innenseite perforiertem Kunstleder. Das Besondere an diesen Polstern: Sie bieten aufgrund des weichen Materials und der mit der Kugelgelenklagerung einhergehenden Bewegungsfreiheit einen sehr hohen Tragekomfort. Auch nach einigen Stunden bleibt der KEF M400 bequem und kann dabei gleichzeitig mit einer sehr guten Geräuschisolation überzeugen.

Explosions-Grafik vom Aufbau des KEF M400
Explosions-Grafik zum Aufbau des KEF M400

Dies rechne ich dem KEF speziell auch im Hinblick auf die kleine Baugröße hoch an. Bei mobilen Kopfhörern spielt das nämlich eine besonders große Rolle, da man nur bei ausreichender Isolation seine Musik trotz der alltäglichen Umgebungsgeräusche genießen kann, ohne auf gehörgefährdende Lautstärken ausweichen zu müssen. Die Polster des M400 bieten vor allem eine sehr gute Dämpfung in den oberen Mitten und im Hochton – der Bereich, der sich am störendsten hinter der eigenen Musik bemerkbar macht, dringt also leiser und damit deutlich dezenter ans Ohr.

Weich gepolstert: KEF M400

Ein paar Kleinigkeiten, die mir bei der Nutzung des KEF M400 aufgefallen sind, sollen hier ebenfalls nicht unerwähnt bleiben: Bei mobilen Kopfhörern spielt es aufgrund der meist vorhandenen Bewegung eine größere Rolle, ob die durch das Kabel erzeugten Geräusche (die entstehen, wenn das Kabel an der Kleidung reibt) an die Ohren übertragen werden. Dies war beim KEF M400 kaum der Fall, sodass man auch beim Laufen relativ ungestört hören kann. Einzige Ausnahme bildet für mich die Fernbedienung, die durchaus hörbar am Kragen der Jacke reiben kann, was sich allerdings durch eine kurze Änderung der Kabelführung beheben lässt. Schwieriger ist das mit den Windgeräuschen. Ein Phänomen, welches prinzipiell alle Kopfhörer betrifft, jedoch beim KEF M400 besonders auffiel. Durch die freie Aufhängung der Ohrpolster haben die Spangen zur Innenseite eine schärfere Kante. Diese neigt bei starkem Wind von vorne oder hinten dazu, ein Pfeifen zu erzeugen, welches sich durch das Gestell bis zu den Ohren ausbreitet. Störend ist mir dies aber nur bei wirklich starkem Wind aufgefallen, und sobald man die Richtung wechselt, geht es sofort unter.

Jetzt hatte ich den Hörer schon so viele Zeilen auf den Ohren und habe immer noch kein Wort zum Klang verloren. Das soll sich in den nächsten Absätzen ändern ...

 

 

 

 

Im Test:

Kopfhörer KEF M400

Vertrieb:

GP Acoustics GmbH

Telefon: 0201 - 17039-0

eMail:
sales@gpaeu.com
Web:
www.kef.com

 

Equipment:

Kopfhörer:

AKG 271
AKG 501
AKG 701
Audio Technica A900Ltd
Beyerdynamic DT880
Beyerdynamic T1
Denon D7000
Grado HF-1
Sennheiser HD650
Sennheiser HD800
UltimateEars Triple Fi Pro

Kopfhörerverstärker:

Ray Samuel Audio Emmeline The Hornet, Headamp GS-1 w/DACT, Musical Fidelity X-CANv3 (modifiziert) mit PSU, Meier Audio Corda HeadFive, Corda Swing

CD/SACD-Player:

Sony SCD-XB790 und BDP-S790

D/A-Wandler:

Musical Fidelity X-DACv3 mit PSU

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

kefs neuer hörer
für unterwegs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

praktischer farbcode

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

kann sich
klein machen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

gute geräuschisolation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ein paar kleinigkeiten