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Test: InEar Stage Diver 4 | In-Ear-Kopfhörer | Preis: 679 Euro

Frisch gepflückt

InEar Stage Diver 4

Juli 2015 / Thomas Kopanz

Nicht jeder mag sie, doch wer die Vorzüge von High-End-In-Ears schon einmal genießen konnte, der weiß sie zu schätzen. Der Stage Diver 4 stellt die neueste Kreation der im hessischen Roßdorf ansässigen Firma InEar (www.inear-monitoring.eu) dar. Das zuallererst auf Bühnenmonitoring und Beschallung der Musiker bei Liveauftritten spezialisierte, aber auch im Motorsport als Bereitsteller von maßgefertigten Gehörschutzsystemen aktive Unternehmen, erweiterte in seiner nunmehr 14-jährigen Firmengeschichte das Angebot um handgefertigte Universalprodukte, welche auch Konsumenten mit höchsten Ansprüchen an den Musikgenuss zufriedenstellen sollen.

Die an maßgeschneiderte Custom-Monitore erinnernde Stage-Diver-Serie wird von einem kompetenten Team in Deutschland per Hand gefertigt. Das Design wurde so gewählt, dass es sich perfekt an nahezu jedes Ohr anpasst. Wem die große Bauform dennoch nicht passen sollte oder der In-Ear einfach nur zu klobig wirkt, dem seien die seit Kurzem erhältlichen kleineren Stage Divers in der S-Version ans Herz gelegt – zum gleichen Preis, versteht sich. Tatsächlich passten die (normal großen) Stage Diver 4 fast perfekt in meine Ohrmuscheln. Auch nach längerem Hören spürt man den InEar SD-4 kaum und kann sich somit getrost durch mehrere Stunden Musikmaterial hören.

InEar Stage Diver 4

Das aus Acryl gefertigte Gehäuse, welches in schlichtem Hochglanzschwarz gehalten ist, wirkt sehr robust. Ein Eindringen von Schmutz (wie Cerumen etc.) ins Innere wird durch einen auswechselbaren Filter wirkungsvoll verhindert. Auch kann das Gehäuse mittels mitgelieferter Reinigungstücher sauber gehalten werden. Aufbewahrt wird der SD-4 in einer kleinen, aber sehr robusten Box, die wasser-, staub- und bruchfest ist. Im Lieferumfang befinden sich außerdem noch Silikonaufsätze in vier Größen, um den optimalen Sitz in jedem Ohr zu gewährleisten, sowie ein Adapter von 3,5 mm auf 6,3-mm-Klinke.

Die Filter der InEar Stage Diver 4
Die Filter der InEar Stage Diver 4

Die InEar Stage Diver 4 besitzen eine in dieser Preisklasse übliche Balanced-Armature-Treibertechnik. Die sogenannten BA-Treiber haben den Vorteil, dass durch ihre Größe (oder besser: Kleinheit) auch mehrere davon in ein Inear-Gehäuse passen. Dadurch wird es möglich, das Frequenzspektrum besser auf den jeweiligen vom Ingenieur gewollten Klang abzustimmen und mehr Details aus der Musik herauszuholen. Genau wie häufig auch bei großen Lautsprechern, wird aufgrund des begrenzten Frequenzbereiches eines jeden Chassis eine Frequenzweiche benötigt, um zum Beispiel Basstreiber und Mitten-/Hochtöner miteinander in Einklang zu bringen und gesondert anzusteuern. Der SD-4 besitzt insgesamt vier der besagten BA-Treiber.

Verschiedene Ohrpassstück sind mit an Bord - und natürlich ein Klinkenadapter
Verschiedene Ohrpassstücke sind mit an Bord - und natürlich ein Klinkenadapter

Dass diese aber nur durch einen einzigen Crossover-Punkt getrennt sind – der Stage Diver 4 ist ein 2-Wege-System mit zwei Basstreibern und zwei Mittel-/Hochtontreibern – ist in dieser Preisklasse eher unüblich. Laut InEar wurde bei der Treiberauswahl des StageDiver 4 auch mit anderen Mehrwege-Systemen experimentiert, man sei allerdings zu der Erkenntnis gekommen, dass ein 2-Wege-System in diesem Falle mehr Details ans Tageslicht befördert. Aber genug der technischen Erläuterungen. Wie klingen denn nun diese hochgezüchteten InEars?

 

 

 

Im Test:

In-Ear-Kopfhörer
InEar Stage Diver 4

UVP: 679 Euro

Hersteller & Vertrieb:

InEar GmbH & Co.KG

Telefon: 06154 - 693 90

eMail:
monitoring@inear.de
Web:
www.inear-monitoring.eu

Equipment:

InEars

Ultimate Ears UE200,
Fischer Audio Consonance, Brainwavz M3,
TDK BA100,
Audiofly AF160,
Ultimate Ears UE900

Over-Ears

Edifier H850,
Klipsch Image One,
Creative Aurvana Live! 2,
AKG K550,
Beyerdynamic DT880 600

Verstärker

FiiO E10 USB-DAC/ KHV,
FiiO E17 mobiler USB-DAC/KHV, Denon F88

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

spürt man kaum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vier treiber, aber
nur zwei wege