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fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Endstufe MAA-406

Advance Acoustic Endstufe MAA-406

Die riesigen VU- Meter mit blauer Hintergrundfarbe dominieren die Front der Endstufe. Vielleicht hätte sie ohne die Anzeigen dann doch zu riesig und eintönig gewirkt, denn die Dimensionen der Endstufe sind in allen Richtungen durchaus beachtlich und werden erfreulicherweise nicht durch künstlich umbaute Luft erzeugt, wie ein genauer Blick unter die Haube belegt. Rückwärtig gebietet sie über einen XLR- sowie Cinch-Eingang und einen 3,5mm Klinkenstecker als Remoteverbindung zur Ferneinschaltung per Vorstufe. Das ist sehr komfortabel, werden alle Geräte doch hinten mit einem harten Schalter vom Netz getrennt und nur am vorderen Standbyschalter oder eben per Fernbedienung bei Untätigkeit in den Schlaf geschickt. Wohlgefällig sind auch die Anschlüsse für die Lautsprecher: Fest zupackende und griffige Schraubklemmen, die sowohl für Spades als auch für Bananenstecker genutzt werden können.

Advance Acoustic Endstufe MAA-406 innen

Im Inneren des Gehäuses nimmt ein riesiger Ringkerntrafo samt Regel-, Schutz- und Siebelektronik fast ein Drittel des verfügbaren Raumes ein. Den Rest teilen sich zwei überdimensionale Kühlrippen mit aufgesetzten Platinen, jede davon bestückt mit jeweils vier Leistungstransistoren zur Befeuerung der Lautsprecher. Hier zeigt die Sichtprüfung schon, dass ausreichend Leistung und Reserven satt zur Verfügung stehen. Die VU-Meter sind abgeschottet hinter der Frontplatte beheimatet. Mein Forscherdrang reichte aber hier, wie auch bei den anderen Geräten, nicht aus, um die gesamten einzelnen Abteilungen völlig aufzuschrauben und zu begutachten.

Advance Acoustic Endstufe MAA-406 Trafo

 

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CD-Spieler MCD-203II

Advance Acoustic CD-Player MCD-203II

Das Sahnestück dieser Kette ist definitiv der mit einer Röhrenausgangsstufe arbeitende CD-Spieler. Die Röhre trifft dabei auf eine zeitgemäße, mit 24 Bit bei 192 kHz arbeitende Digitalsektion und arbeitet ohne Bandbreiten limitierende Ausgangsübertrager.

Advance Acoustic CD-Player MCD-203II Röhrenausgangsstufe

Jeder der sauber aufgebauten Bereiche (Stromversorgung, Analog und Digital samt Laufwerk) arbeitet separat und voneinander abgeschirmt.

Advance Acoustic CD-Player MCD-203II innen

Laufwerk und Digitalsektion erhalten dazu noch einen Schutzdeckel, um mögliche Einstreuungen zu unterbinden.

Advance Acoustic CD-Player MCD-203II innen mit Haube

Auf der Rückseite geht es im Gegensatz zur Vorstufe überschaubar zu: Der MCD-203II verfügt über insgesamt vier Ausgänge (Analog: XLR- und Cinch, Digital: koaxial und optisch). Muss man bei der Vorstufe zwischen XLR und Cinch umschalten, steht hier das Signal nicht nur an allen analogen sondern auch digitalen Ausgängen gleichzeitig zum Abgriff bereit.

Advance Acoustic CD-Player MCD-203II Ausgänge

Das hat beim Experimentieren mit dem CD-Spieler in Verbindung mit der Vorstufe MPP-505 dazu geführt, alle Signalwege (ausgenommen den optischen) direkt miteinander vergleichen zu können, ohne auch nur eine Steckverbindung anrühren zu müssen. Auf der Front ist die Anzahl an Tasten erfreulicherweise auf ein notwendiges Minimum reduziert. Open / Stop / Play, vor und zurück sowie ein obligatorisches Display sind vorhanden. Alle weiteren Funktionen sind per Fernbedienung schaltbar. Eine Programmierfunktion fehlt indes.

Anschlussorgie

Die Advance Acoustic Kette spielt im Hörraum an einem Naim Lautsprecher vom Typ Allae. Seitens der elektrischen Daten stellt der Lautsprecher eine unkomplizierte Last (6 Ohm) mit einem eher geringen Kennschaldruck (88 dB) dar. Leistung in der Hinterhand zu haben, so wie hier mit dem MAA-406, kann also nicht schaden. Das Setup zu Beginn des Tests fand mit kompletter Cinch-Verkabelung statt. Die XLR-Verkabelung wie auch die koaxiale 75 Ohm Digitalverbindung zwischen CD-Spieler und Vorverstärker wurde vom Vertrieb Domino Design freundlicherweise während des Testzeitraums nachgeliefert.

Einschalten

Vor dem Loslegen mit der Advance Acoustic Kette steht allerdings das Warten auf die Einsatzbereitschaft des CD-Spielers. Nach dem Einschalten und einem kurzen "Hallo" zählt die Anzeige im Display gemütlich von 59 auf 00 herunter. Notwendig ist diese Schweigeminute zum Aufwärmen der Röhrenausgangsstufe. Aber auch sonst geht es gemächlich zu beim CD-Spieler: Befehlen, die man über die Tasten auf der Front eingibt, folgt er eher behäbig und die ein oder andere Eingabe (z.B. beim Skippen) wird auch gerne mal ignoriert. Ein Drücken der Play-Taste am Gerät direkt nach dem Schließen der Lade führt zum Griff nach der Fernbedienung, nachdem man seinen Hörplatz erreicht hat. Auch der Vorverstärker zeigt dieses eher gemütliche Verhalten beim Umschalten zwischen den analogen Quellen. Die Ausnahme bilden die flink agierenden Digitaleingänge, hier sind die Umschaltzeiten sehr kurz. Ungemütlich kann es dagegen bei der Endstufe werden. Sie erzeugt bisweilen so hohe Einschaltspitzen, dass der flink reagierende Sicherungsautomat regelmäßig den Dienst quittiert. Darauf wird in der Betriebsanleitung aber fairerweise hingewiesen und diesen Ratschlag sollte man auch in die Tat umsetzen, wenn man nicht, wie ich während des Testzeitraumes, die Endstufe permanent im eingeschalteten Zustand belassen möchte.