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fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

leserBericht: Hörerfahrung Myryad MXI 2080

Britische Stippvisite

fairaudio-leserbericht: Myryad MSI 2080

von Volker Schmeing

Als ich mit Ralph von fairaudio sprach und er mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, meine Erfahrungen mit einem Verstärker zu beschreiben, war ich für diese Idee natürlich sehr zu haben: Ich hatte grade meine alten Kappa 7a durch ein Paar JM Lab Focal 907BE ersetzt (umzugsbedingt ist mein Hörraum von 30qm auf 16 qm geschrumpft) und bin seitdem wieder stark vom HiFi Virus ergriffen.

Als nächsten Ausbau meiner Anlage wollte ich mich eigentlich meiner Quelle zuwenden, und mich ggf. nach einem Ersatz für meinen Sony CDP 55 ES umschauen. Trotzdem war ich gespannt, wie sich ein neuer englischer Verstärker im Vergleich zu meinem Accuphase E206 in meiner Kette macht.

Wobei ich gestehen muss, dass ich mit dem Herstellernahmen Myryad zunächst wenig anfangen konnte. Zumindest hatte ich die Marke bislang weder im Fachhandel gesehen, noch ist sie mir in einem der deutschen HiFi Magazine aufgefallen. Und dieses verwundert, denn Myryad ist nicht einer der vielen neuen Marken, die heutzutage als Fernost Joint Venture über uns schwappen, sondern hat seinen Sitz im englischen Waterlooville und das bereits seit 12 Jahren. Und mit Chris Short (ehm. Mordaunt - Short) und Chris Evans (ehm. NAD und Arcam) verfügt Myryad auch über ein erfahrenes Leitungsteam. Nichts desto trotz muss man sich schon durch die internationale Einträge googeln, um einen Eindruck über die vielfältigen Erfolge der Marke zu gewinnen. So gewann der MXI 2080 z.B. einen großen Vergleichstest von sieben Verstärkern zwischen 950 und 1325 Pfund in der britischen What Hifi September 2005. Ansprechpartner in Deutschland ist der Vertrieb Friends of Music (F.O.M.) in Rossdorf.

fairaudio-leserbericht: Myryad MSI 2080

Als ich ein paar Tage später den Myryad MXI2080 auspackte, stieg meine Spannung noch. Mit respektablen 11 kg, einem soliden Gehäuse und einer Unmenge von Anschlüssen wiederlegte der MXI 2080 durchaus so manches Vorurteil, welches ich wohl gegenüber HiFi Geräten von der Insel z.T. noch hegte. Die Frontplatte wirkt sehr übersichtlich. Lediglich ein Lautstärkeregler, zwei Kanalwahltasten (up and down), den Tape Schalter und die Ellipse in einem großen Display sind hier untergebracht.

fairaudio-leserbericht: Myryad MSI 2080

Dass der Myryad trotzdem kein Ausstattungsasket ist, beweißt der Blick auf die mitgelieferte Fernbedienung (im Zusammenspiel mit anderen Myryad Komponenten auch eine Systemfernbedienung), sowie die umfangreiche Bedienungsanleitung, welche man sorgfältig lesen sollte.

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Hier erfuhr ich mehr über die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten, die dieser Verstärker bietet. So lassen sich z. B. Vor- und Endstufe trennen und auch mehrere Endstufen hintereinander schalten. Darüber hinaus bietet der MXI 2080 auch Bi Amp Ausgänge zum Anschluss separater MXA 2080 Endstufen. Myryad bietet für seinen MXI 2080 also noch eine Menge Erweiterungsmöglichkeiten, über die man mit seinem Fachhändler tüfteln kann.

 

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Aber auch für die Verwendung als Vollverstärker hat die Bedienungsanleitung einen nützlichen Tipp. Für diese Betriebsart muss man nämlich zunächst mit zwei Kabelbrücken jeweils die jeweiligen Line In Eingänge mit der jeweils zugehörigen Pre Out Buchse verbinden. Angenehm, dass Myryad hierfür zwei durchaus wertige Kabelbrücken mitliefert.

Weiterhin ermöglicht der MXI 2080 mit den passenden Myryad Quellgeräten eine sogenannte "Smart My Link®" Verbindung, die es als Kommunikationsbus ermöglicht, das alle verbundenen Komponenten als System arbeiten.

Die Lautsprecheranschlüsse erscheinen wertig, wobei Myryad den Anschluss von vorkonfektionierten Kabeln empfiehlt. Der Anschluss meiner Mogami Blue Rockets bereitete mir keine Probleme.

Der MXI 2080 verfügt über Eingänge für Tape, CD-R, Line Direct, CD, Tuner, TV, DVD und Aux, für alle Quellen stehen nur analoge Eingänge zur Verfügung. Hier fand ich auch den einzigen wirklichen Malus an der Verarbeitung des Myryads. Die Geräterückwand wirkt wirklich etwas instabil, so das ich mich beim Verkabeln schon fragte, wie häufig man die Cinch Buchsen wohl mit einem Steckerwechsel belasten kann. Sollte Myryad dieses Manko noch abstellen, so ist die mechanische Verarbeitung dieses Verstärkers wirklich hervorragend. Freunde häufiger Kabelexperimente sollten diese bis dahin jedoch wirklich mit Vorsicht genießen.

fairaudio-leserbericht: Myryad MSI 2080

Die Bedienung des MXI 2080 ist durchaus einfach und pragmatisch. Über die Fernbedienung (welch Luxus zu meinem E206) kann man neben den allgemein bekannten Funktionen und den erwähnten Systemfunktionen auch ein Menu zur individuellen Anpassung des MXI 2080 anwählen. Dieses erlaubt u.a. die Einstellung der Balance, die Umbenennung der einzelnen Quellen und als Highlight die Lautstärkeanpassung der einzelnen Eingänge. Wermutstropfen für mich ist die Lage des Netzschalters auf der Verstärkerrückseite. Über die Ellipse und die Fernbedienung ist der MXI 2080 lediglich auf Standby und Ein zu schalten. Hier wäre mir ein wirklicher Netzschalter (Ein / Aus) auf der Frontplatte lieber gewesen, da ich es ablehne, für die 10 Stunden pro Woche, die ich es vielleicht schaffe Musik zu hören, meine Anlage die restlichen 158 Stunden Strom nuckeln zu lassen. So musste ich immer in mein Rack greifen, um den Netzschalter zu bedienen.

Doch nun genug zu Ausstattung und Bedienbarkeit, wichtig ist schließlich auch, "was hinten rauskommt". Mit 2 x 80 Watt Dauerleistung an 8 Ohm und 2 x 120 Watt an 4 Ohm hat der MXI zumindest nominell genügend Dampf für die kleinen, aber durchaus anspruchvollen Focals ...

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Im Test:

Vollverstärker:
Dussun V8

Audiochina GmbH
www.dussunpower.org

UVP: 1.200 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Creek Destiny

Verstärker:

Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF

LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema