
von Martin Mertens
"Serenade zu dritt", 1933 von Ernst Lubitsch für die Paramount gedreht, ist die Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks von Noël Coward. Der Film ist einer meiner Lieblings-Filmklassiker. Die Handlung: Gilda (Miriam Hopkins) kann sich nicht zwischen dem Dramenautor Tom (Frederic March) und dem Maler George (Gary Cooper) entscheiden und heiratet deshalb ihren alten Freund und Verehrer Max Plunkett (Edward Everett Horton). Warum ich das hier erwähne? Nun, ich habe mir beim Hi-Fi Händler zwei aktuelle CD-Spieler (Linn Majik und Rega Apollo) ausgeliehen um herauszufinden, ob es an der Zeit ist, meinen betagten Player (Creek CD 43 Mk 2) gegen ein aktuelles Modell auszutauschen. Ich stehe also vor der Entscheidung, ob ich meinem alt bewährten Player treu bleibe oder ob ich mich für einen der beiden anderen Kandidaten entscheide.
Ansonsten hat der Film wenig mit Musik zu tun. In einer Schlüsselszene des Films - Gilda hat sich für George entschieden und Tom kommt sie besuchen - wird das Klingeln von Toms Schreibmaschine Symbol die fortbestehende Liebe zwischen Tom und Gilda. Der Satz "Und es klingelt immer noch...", beschwört diese Liebe wieder herauf.
Hauptdarsteller

Die Firma Rega genießt einen legendären Ruf in Sachen analoger Musikwiedergabe, und das seit Anfang der 70'er Jahre. Mit ihrem ersten CD-Spieler hat sich die Firma, die sonst eher auf Plattenspieler spezialisiert ist, Zeit gelassen. Dafür will man das Thema CD jetzt sehr grundlegend angegangen haben. Die Besonderheit des Apollo ist die von Rega entwickelte, aufwendige Signalverarbeitung. Ein 32 Bit Prozessor arbeitet die von der CD-gelesenen Daten zunächst so auf, dass sie weitgehend den "Red Book" Spezifikationen entsprechen, bevor die eigentliche DA Wandlung erfolgt. Dazu verfügt der Player über 20 MB eingebauten Speicher.
Der Apollo ist ein Toplader mit einem sehr gewöhnungsbedürftigen Deckel. In der Mulde unter dem Deckel sitzt die CD direkt auf der Motorachse, wo sie wie bei portablen CD-Laufwerken durch drei Kügelchen fixiert wird. Gegen die Art der CD-Fixierung habe ich nichts einzuwenden. Sie gefällt mir besser als die Verwendung eines magnetischen Pucks oder ähnliche Konstruktionen. Die CD wird gut auf der Achse zentriert und kein Puck kann verloren gehen. Allerdings überzeugt mich die Mechanik des Deckels nicht. Er schwingt ein wenig hoch und nach hinten, bleibt aber halb über der Mulde, in der die CD steckt, schweben. Zum Wechseln der CD muss man mit spitzen Fingern unter dem Deckel nach der Scheibe angeln. Die Qualität des Gehäuses überzeugt mich auch nicht ganz. Front und Rückseite sind ebenso wie der Deckel der CD-Mulde aus Plastik, dessen Gussgrade keinen wertigen Eindruck vermitteln. Dafür liegt der Rega preislich mit 1000 € im bezahlbaren Rahmen.
Vollverstärker:
Dussun V8
Audiochina GmbH
www.dussunpower.org
UVP: 1.200 EUR
Equipment:
Quelle:
Audiomeca Obsession II
Creek Destiny
Verstärker:
Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C
Lautsprecher:
Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta
Kabel:
NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF
LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema