
Klanglich wollte es zuerst nicht so recht klappen, es klang recht lustlos und steril. Herr Sachweh vom PS Audio-Vertrieb wies im Gespräch mehrmals auf die Wichtigkeit eines guten Standplatzes hin - und er hat natürlich recht. Meine anderen Geräte stehen auf Ceraballs von Finite Elements und der Wandler zurzeit noch auf einem Plastikkorb zwischen Lautsprecher und HiFi-Regal - so nicht! Er dankte dann auch die Platzierung auf meinem HiFi-Regal, allerdings musste er hinter den DVD-Player weichen. Durch die längliche Bauform kein Problem und ich komme für schnelle Kabelwechsel bestens hinten dran.
Klanglich von Bedeutung für Nutzer von Windows vor Vista (XP, 2000) ist noch ASIO4ALL v2, dieser Treiber umgeht den K-Mixer in Windows und die Daten kommen unverfälscht beim DAC an. Dieser Treiber kann kostenlos unter www.asio4all.de installiert werden.
Ich habe ihn auch installiert und meinte auch Unterschiede zu hören, die waren wohl aber eher auf das Akklimatisieren des DAC zurück zu führen, er blieb dann auch, wie alle Geräte bei mir, ständig unter Strom. Einzige Ausnahme ist die Endstufe meines Verstärkers, der getrennte Netzteile für Vor- und Endstufe besitzt. Die Endstufe wird beim nach Hause kommen angeworfen, so ich denn noch Musik hören will. Der Stromverbrauch von Player und Vorstufe ist sehr gering und ich kann das mit meinem Gewissen in Zeiten des Klimawandels vereinbaren. Bei neuen Komponenten würde ich darauf sehr viel Augenmerk legen, kalte Geräte klingen nun mal nicht so gut.
Was ist bei der Installation vom DAC zu berücksichtigen? Nichts!
Einfach alle Kabel am DAC anschließen, er braucht dafür nicht eingeschaltet sein und dann das USB-Kabel in den hochgefahrenen Rechner stecken, er installiert sich in Sekunden von selbst. DAC einschalten, iTunes o.ä. starten und los geht's.
Vor dem Runterfahren des Rechners habe ich erst das USB-Kabel gelöst, ansonsten gab es schon mal Probleme. Dies kann aber auch an Vista oder einfach an meinem Rechner liegen. Abmelden wie eine externe Festplatte muss man den DAC nicht.Stichwort Festplatte: Wer vorhat, seine Musik in Zukunft von selbiger zu hören, sollte sich eine genügend große zulegen. Ich hatte mir kurz vorher eine 500 GB Festplatte zum Speichern meiner Videodateien zugelegt, da war noch genügend Platz. Eine zweite Festplatte zum Spiegeln der Daten gibt Sicherheit, denn leider kann so eine Festplatte auch mal kaputt gehen. Die Preise für Festplatten sind aber so weit gesunken, es sollte daran nicht scheitern.
Wie sollte man die Daten einlesen? Ich habe viel probiert und verglichen, jedoch beim gleichen Format WAV keine Unterschiede hören können, egal mit welchen Programmen ich eingelesen bzw. abgespielt habe. Auch Apples Lossless zeigte mir keinerlei Abweichungen im Klang von WAV. Bei Lossless (wie der Name schon sagt) wird zwar Speicherplatz reduziert, die Musikdaten sind aber - vergleichbar mit einer Zip-Datei - verlustfrei rekonstruierbar.
Wir haben auch CDs im datenreduzierten AAC (MP4) eingerippt und selbst bei diesem Format allenfalls minimale Unterschiede zu Lossless gehört. Aber, Festplattenkapazität ist heute kein Thema mehr und für zuhause würde ich die Daten möglichst unkomprimiert lassen.
Für mich ein ganz wichtiger Aspekt ist der zusätzliche Nutzen eines DAC. Schließen Sie mal ihre anderen Geräte mit Digitalausgang an, da kommt plötzlich richtig Klang raus. Mein Festplattentuner zum Beispiel (DVB-S) hängt an sehr hochwertigen NF-Verbindern von Hägermann, trotzdem kann er an die Wiedergabe über den DAC in keiner Weise ran kommen. Ich bin ja kein Radiohörer, höchstens morgens zum Frühstück mal. Für Radiofans tun sich aber neue Welten auf. Mal abgesehen vom plötzlich hervorragend klingenden Satellitentuner lässt sich auch über iTunes wunderbar aus dem Internet Musik hören - da bleibt kaum ein Wunsch offen.