Naim ND5 XS
fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Leider wusste ich das damals noch nicht und außerdem stand der nächste Umzug an. Nun ging es in den Keller mit der Anlage und ich hatte mir extra die Baupläne vom Vermieter geben lassen, um die optimale Position der Boxen zu ermitteln. In der Praxis hatte ich aber dann viel zu viel Bass, da beide Boxen in Ecken standen. Damals besuchte ich Ingo Hansen von Phonosophie in Hamburg, eigentlich weil ich nach einer neuen Verstärkerlösung suchte. Ich schilderte ihm mein Bassproblem und er malte mir eine Skizze, wie er die Boxen stellen würde.

Ich erinnere mich noch gut an die folgende Nacht. Mir gingen seine Empfehlungen nicht aus dem Kopf, immerhin hatten wir 3 Stunden intensiv gesprochen und gehört. Die Nacht war um drei Uhr vorbei, da ich nicht mehr schlafen konnte. Bis zum Morgen war der Raum völlig umgebaut und gegen 07:00 Uhr stand der erste Hörcheck an, meine Freundin erklärte mich für verrückt! Wahnsinn, kaum zu glauben! Die Boxen standen nun vor der langen Wand und das Sofa stand mitten im Raum. Es klang um Längen besser als vorher und auch besser als im vorigen Haus, trotz nicht optimaler Deckenhöhe. Die Tipps von Herrn Hansen waren einfach - wenn du optimal Stereo hören willst, musst du auf beiden Seiten das Gleiche machen.

Also Lautsprecher exakt gleichmäßig ausrichten, d.h. Abstand nach hinten und auch die Einwickelung der Wandler müssen genau gleich sein. Das geht nur mit Zentimetermaß! Da ich eine recht harte Wand hinter den Lautsprechern hatte, stapelte ich Schallschluckplatten hoch und verdeckte diese mit einem Vorhang. Die niedrige Decke bekam ich mit einem großen Tuch in den Griff, was zu frühe Reflexionen von der Decke minimierte.

 

Input Audio
Audreal

 

Beim nächsten Haus sollte alles noch besser werden und meine Freundin half bei der Suche nach einem passenden Mietshaus mit. Ich erinnere mich noch gut, ein wunderschönes Haus, direkt an der Aller (schöner Fluss in Niedersachsen) gelegen. Wir gingen durchs Haus und sie rief mir zu "kein Raum für die Anlage". O.K. es sprachen noch mehr Gründe gegen das Haus, z.B. dass der Garten regelmäßig vom Hochwasser überschwemmt wurde.

Das nächste Haus war zwar ganz in Ordnung, doch super toll klang es nicht. Schon waren wieder neue Boxen im Gespräch aber auch hoch gelobte und deutlich teurere klangen bei uns zu Hause in meinen Ohren eher schlechter als meine geliebten Hales Revelation 3. Ich hatte doch alles richtig gemacht, oder? Ein dicker Teppich zwischen Lautsprecher und Sofa. Nach hinten freier Raum, den die Reflexionen von hinten sind genauso schädlich wie die von vorne. Einen großen Schritt nach vorne brachte das Kippen der Boxen nach hinten über verstellbare Spikes.

Damit kann man die Laufzeitunterschiede der einzelnen Treiber ausgleichen. Höhe Töne sind schneller als tiefere, durch das Kippen nach hinten haben die Töne aus dem Hochtöner einen längeren Weg und beim Ohr kommen die Töne dann gleichmäßig an. Einige Hersteller bieten verstellbare Systeme an, die sich exakt auf den Hörplatz einstellen lassen. Das geht aber auch mit jeder Box so ganz gut und man kann es nach Gehör einstellen.