Quadral Aurum
fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Da der mitgelieferte Funkkopfhörer von Philips klanglich nicht mit kabelgebunden Spitzenmodellen mithalten kann, wurden die Hörvergleiche allesamt mit hochwertigen Kabelkopfhörern durchgeführt (zum Einsatz kamen hauptsächlich Beyerdynamic DT880, Sennheiser HD650 und AKG K701).

kopfhoerer

Zunächst einmal muss man den gewünschten Surroundmodus wählen. Im Philips gibt es drei wählbare Voreinstellungen: einen akustisch stark gedämpften mittelgroßen Raum, einen akustisch leicht lebendigen mittelgroßen Raum und einen sehr lebendigen großen Raum.

Letzterer vermittelt tatsächlich den größten Raumeindruck, allerdings sind die Reflexionen und Halleffekte so stark, dass das Tonmaterial zu sehr verfälscht wird. Für mich hat sich herausgestellt, dass der leicht lebendige Raum für Filme sehr gut funktioniert, da man am ehesten das Gefühl hat, über ein 5.1 Lautsprechersystem zu hören, und der stark gedämpfte Raum ideal für 5.1-Abmischungen von Musikmaterial ist, um dieses möglichst unverfälscht genießen zu können.

Bei der Beyerdynamic Headzone Box sieht die Anpassung etwas anders aus. Hier kann man Raumgröße und "Lebendigkeit" des Raumes unabhängig voneinander in 33 Stufen einstellen. Auch hier bevorzuge ich einen eher toten Raum für Musikmaterial und einen etwas lebendigeren für Filme, allerdings sind die Halleffekte und Reflexionen beim Beyerdynamic wesentlich natürlicher und weniger störend, so dass man auch in einem akustisch sehr lebendigen Raum noch angenehm hören kann.

Genelec
Kef T-Serie

Bei Filmen machen beide Boxen ihre Arbeit sehr gut. Man kann das Geschehen deutlich entspannter verfolgen und die lästige In-Kopf-Lokalisation aller Schallquellen verschwindet beinahe vollkommen. Der Center-Kanal wird von beiden sehr gut wiedergegeben; Dialoge sind ausgezeichnet zu verstehen und scheinen aus der Tiefe zu kommen. Im Surroundbereich gibt es Unterschiede: Hier zeigt das Beyerdynamic-System seine feinere Abstimmung und überzeugt mit deutlicher links/rechts-hinten-Ortung der Signale.

Beim Philips kann man die Surround-Back Signale zwar auch klar erkennen, allerdings werden sie mehr seitlich als von hinten dargestellt. Headzone erzeugt insgesamt ein etwas homogeneres Klangbild um den ganzen Kopf herum, wogegen der Cineos eher einzelne Schallquellen darstellt.

Das Surrounderlebnis bei Filmen ist bei beiden im Vergleich zum normalen Stereohören gut zu erleben, aber im direkten Vergleich überzeugt Beyerdynamic mit der genaueren Ortung und der deutlich tieferen Bühne mehr. Auch fällt hier auf, dass es einen Unterschied in der Abstimmung und Tonalität der beiden Geräte gibt - das Filmerlebnis wird dadurch aber nicht sehr gestört.

musik

Anders sieht das bei Musik aus. Eine 5.1 Abmischung klingt über den Philips stark verfälscht. Zu Gunsten eines besseren Kinofeelings wurden hier die Mitten und Höhen abgesenkt und der Bassbereich etwas verstärkt. Sehr deutlich lässt sich dies beim Umschalten vom reinen Stereomodus auf die 5.1-Simulation hören. Stimmen wirken weiter entfernt und alles klingt bedämpft. Die Brillianz der Musik geht beinahe vollkommen verloren.

Das Headzone-System ist hier besser. Obwohl man auch hier einen kleinen tonalen Unterschied zwischen dem Bypass-Modus (Stereo) und der Mehrkanalsimulation hört (die Höhen werden ganz leicht spitzer und klirrender bei Mehrkanal) bleibt das Gesamtklangbild angenehm und neutral. Bei Oldfields 5.1 Abmischung der Tubular Bells fühlt man sich mitten im Klanggeschehen - genau so, wie es über eine gute Mehrkanalanlage im optimierten Raum klingen sollte. Alle Instrumente sind klar getrennt, trotzdem fügt sich alles zu einem homogenen Gesamtbild zusammen. So macht Mehrkanalaudio wirklich Spaß!

In diesem Bereich konnte die Philips Box überhaupt nicht überzeugen.