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fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

leserBericht: Erfahrungen mit Kopfhörern

Der einsame
Musikgenuss

kopfhörer

von Sebastian

Neben der großen Breite der Lautsprecher für die heimische Anlage gibt es auch noch einen weiteren Weg seine Musik zu erleben - den Kopfhörer.

Von vielen belächelnd abgetan, fristet er sein Dasein im Schatten der Lautsprecher. Dabei gibt es auch für eingefleischte LS-Hörer inzwischen einige Gründe, sich einen Kopfhörer als Ergänzung zuzulegen - oder aber wenigstens darüber nachzudenken.

Der Stand der Dinge

Der oft schlechte Ruf der Kopfhörer kommt aus der Vergangenheit, in denen man tatsächlich oft den Telefonhörer nicht vom Hifi-zertifizierten Kopfhörer unterscheiden konnte, seitdem ist aber viel Zeit vergangen und die Geräte sind kontinuierlich weiterentwickelt worden. Inzwischen gibt es von vielen Herstellern Kopfhörer auf einem sehr hohen Niveau und man kann sich ganz nach den eigenen Klangvorstellungen sein passendes Modell auswählen. Natürlich gilt auch hier:

Probehören ist Pflicht, um für sich persönlich den optimalen Kopfhörer zu finden.

Man unterscheidet die Kopfhörer in verschiedene Kategorien. Einerseits die Technik betreffend, andererseits wegen ihrer Bauform:

Technisch ist der Markt eigentlich sehr übersichtlich. Da gibt es die große Menge an dynamischen Kopfhörern (diese benutzen eine Spule und Magneten um die Membran zu bewegen), Elektrostaten (eine dünne Folie zwischen zwei stark geladenen Gittern wird bewegt) und ein paar sehr seltene Exoten. Die dynamischen Kopfhörer können in fast allen Fällen direkt an die (soweit vorhandene) Kopfhörerbuchse der Anlage angeschlossen werden; Elektrostaten benötigen ein eigenes Speiseteil, da sie mit hoher Spannung versorgt werden müssen.

 

Input Audio
Zendo Cable by Mundorf

 

Bei der Bauweise wird es dann schon komplizierter. Hier gibt es ohraufliegende (supraaurale) und ohrumschließende (circumaurale) Modelle und Ohrhörer (Earbuds) sowie IEMs (In Ear Monitors). Meistens sind ohrumschließende Modelle auf die lange Sicht bequemer, aber speziell portable Modelle, bei denen es auf die Größe ankommt, werden oft in ohraufliegender Weise konstruiert. Ohrhörer werden in die Ohrmuschel eingehängt und IEMs in den Gehörgang geschoben; ursprünglich sind sie für Musiker auf der Bühne konzipiert worden.

Der letzte wichtige Unterscheidungspunkt ist die Bauweise der Muscheln. Es gibt geschlossene und offene Modelle. Erstere sind besonders für Studioarbeiten oder eine lautere Umgebung gedacht und dämpfen einerseits alle Geräusche von außen, lassen aber auch keine Musik nach außen durchdringen.

IEMs sind ein extremes Beispiel hierfür, da sie quasi den gesamten Hörgang blockieren und so ähnlich wie Ohropax isolieren. Mit offenen Kopfhörern hingegen hat man nicht so stark das Gefühl, von seiner Umwelt ganz und gar abgeschottet zu sein und bekommt das meiste um einen herum problemlos mit, die eigene Musik wird aber auch von den Menschen um einen herum noch gut gehört, was natürlich störend und unerwünscht sein kann. Offene Kopfhörer sind wegen der fehlenden Reflexionen einfacher zu konstruieren und bieten so bei gleichem Preis meist die höhere Klangqualität.

Noch ein Wort zu Funkkopfhörern: So praktisch sie auch sein mögen - klanglich kann keines der am Markt erhältlichen Modelle mit den kabelgebundenen Kopfhörern mithalten. Selbst bei deutlich günstigeren Kabelkopfhörern geht der Vergleich oft zu Ungunsten des Funkkopfhörers aus ...

Im Test:

Vollverstärker:
Dussun V8

Audiochina GmbH

UVP: 1.200 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Creek Destiny

Verstärker:

Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF

LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema