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leserBericht: HighEndNovum MKT (Musikalischer Klang Tripod)
Preis: 379 Euro pro Dreier-Set

Resonante Dreifüßler

highendnovum mkt

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November 2010 / Frank Hakopians

highendnovum Multifokalresonatoren MFRSeit fast einem Jahr stehen Michael Jungbluts Klangschalen, die Passiven Multivokal-Resonatoren (PMR, Bild rechts, siehe auch fairaudio-leserBericht) nun in meinem Hörraum und verrichten ihr segensreiches Werk. Auch Bekannte und Verwandte, die zu einem Besuch kamen, haben sich inzwischen an ihren Anblick gewöhnt. Sie stehen nicht mehr auf meinen Mudra-Monoblöcken, sondern auf Ständern in etwa  einem Meter Höhe seitlich zwischen meinem Hörplatz und den Lautsprechern.

Die klanglichen Verbesserungen sind so noch etwas intensiver ausgefallen. Alle Versuche, die PMR aus dem Hörraum zu entfernen, endeten stets mit der prompten Rückkehr der Klangschalen auf ihren angestammten Platz. Zu groß war das Gefühl eines Verlustes an Selbstverständlichkeit, Stringenz und Fluss im musikalischen Geschehen.

highendnovum Multifokalresonatoren MFR

Seit Monaten habe ich die PMR nun an Ort und Stelle belassen und damit jedes analytische Hören bezüglich der PMR zugunsten einer entspannten und genussorientierten Rezeption meiner Musik aufgegeben. Dem Paradies sehr nahe, dachte ich. Und dann meldete sich Michael Jungblut (www.highendnovum.de) und berichtete von einer Innovation im Bereich der Resonatoren. Kleiner, viel kleiner als der PMR, mit drei Beinen, daher auch Musikalischer Klang Tripod getauft, kurz MKT. Lange habe man an der endgültigen Form gearbeitet und jetzt sei der MKT endlich zum Einsatz bereit. Gedacht sei er zum Unterstellen unter Audiogeräte und Stromversorgungen, somit Ersatz für Gerätefüße und Unterstellbasen. Aber auch als ideale Basis für den PMR und sogar als Mini-PMR tauglich, wenn die PMR nicht platziert werden können oder in ihrer Performance noch gesteigert werden sollen.

Ziemlich starker Tobak, dachte ich, aber die Erfahrung der letzten Monate hatte mich ja gelehrt, die Äußerungen Michael Jungbluts sehr ernst zu nehmen. Und so wehrte ich mich nicht, als er offenbarte, dass bereits einige dieser MKT auf dem Wege zu mir seien, natürlich nur zum unverbindlichen Ausprobieren.

highendnovum Musikalischer Klang Tripod

Was dann einige Tage später eintraf, war eine Holzkiste von nicht unerklecklichem Gewicht. Nachdem ich alles ausgepackt hatte, stand letztlich die stolze Anzahl von 15 golden glänzenden MKTs um mich herum. Kleine Minischalen mit drei Beinen, auf Glanz poliert und unerwartet schwer. Haptisch ein echter Handschmeichler, besteht der MKT wohl aus der gleichen oder einer ähnlichen Glockenbronze wie der PMR. Hatte der Entwickler nicht auch erwähnt, dass Naturheilkundler sich sehr für die Anwendung dieser Legierung an ihren Patienten interessierten? Nein, vergessen wir das, ich habe schließlich eine schulmedizinische Ausbildung genossen und überhaupt, zurück zur Musik ...

Wenn man neues Zubehör in seine Anlage einbringt, ist es natürlich ratsam, nicht gleich an mehreren Stellen Veränderungen vorzunehmen. Also habe ich zuerst je einen MKT unter meine zwei PMR gestellt, um so die Jungblut'sche These, es gäbe nicht Besseres, worauf man einen PMR platzieren könne, einer Prüfung zu unterziehen. Was dann geschah, ist schwer zu beschreiben. Erster Versuch: Ein Gefühl von Richtigkeit, So-muss-es-sein stellte sich ein.

Musikalischer Klang Tripod

Zweiter Versuch: Synergie, Synergie, Synergie! Dritter Versuch: Keine Klangbeschreibung, Basta, die Dinger bleiben unter den PMR, für immer.

Ein paar Tage später kamen drei weitere MKT in das Plattenregal, welches sich über fast die gesamte Rückwand meines Hörraums erstreckt. Es dient nicht nur als Aufbewahrungsort meiner Vinylschätze, sondern ist auch ein veritabler Diffusor, sodass es niemals beim Hören auf den Ohren drückt. Wer schon einmal nahe einer schallharten Rückwand sitzend Musik hören musste, wird sicher bemerkt haben, wie unangenehm der reflektierte Schall auf das Gehör einwirkt. Diese Schallenergie sollte durch einen Diffusor, wie zum Beispiel ein mit Schallplatten gefülltes Regal oder auch eine schallschluckende Fläche, ein dicker Vorhang oder Ähnliches egalisiert werden. In dieses Regal wurden nun zwei MKT obenauf platziert, in etwa zwei Meter Abstand. Den Dritten habe ich etwa in Kopfhöhe mittig zwischen die beiden Ersten gestellt. Als Musik wählte ich Cara Dillons Album „Hill of Thieves“. Eine schöne unprätentiöse Frauenstimme, meist von akustischen Instrumenten begleitet. Handgemachte Musik mit irischen Wurzeln, ohne zu sehr ins Folksujet abzugleiten.

highendnovum Ein paar Tage später kamen drei weitere MKT in das Plattenregal, welches sich über fast die gesamte Rückwand meines Hörraums erstreckt. Es dient nicht nur als Aufbewahrungsort meiner Vinylschätze, sondern ist auch ein veritabler Diffusor, sodass es niemals beim Hören auf den Ohren drückt. Wer schon einmal nahe einer schallharten Rückwand sitzend Musik hören musste, wird sicher bemerkt haben, wie unangenehm der reflektierte Schall auf das Gehör einwirkt. Diese Schallenergie sollte durch einen Diffusor, wie zum Beispiel ein mit Schallplatten gefülltes Regal oder auch eine schallschluckende Fläche, ein dicker Vorhang oder Ähnliches egalisiert werden. In dieses Regal wurden nun zwei MKT obenauf platziert, in etwa zwei Meter Abstand. Den Dritten habe ich etwa in Kopfhöhe mittig zwischen die beiden Ersten gestellt. Als Musik wählte ich Cara Dillons Album „Hill of Thieves“. Eine schöne unprätentiöse Frauenstimme, meist von akustischen Instrumenten begleitet. Handgemachte Musik mit irischen Wurzeln, ohne zu sehr ins Folksujet abzugleiten.

Bei dem Stück „The verdant braes of skreen“ beginnt das Piano und Cara Dillon setzt einige Takte später ein. Ich lauschte intensiv und hörte ... nichts. Jedenfalls nichts Neues. Ha, dachte ich, Jungblut, jetzt habe ich dich, den Mund wohl etwas voll genommen, was? Fairerweise hörte ich mir das Stück noch einige Male an, die MKTs mal auf dem Regal, dann wieder ohne. War da nicht doch etwas anders? Einbildung bestimmt. Nein, doch, aber was? Die Stimme kannte ich ja nun zu Genüge, auch das Piano änderte seine Klangfarben nicht. Und dennoch schlich sich das Gefühl ein, irgendetwas sei verändert, sodass mir die Aufnahme mit den MKTs im Regal letztlich als stimmiger, involvierender erschien. In solchen Fällen mache ich meistens Schluss mit der Hörsitzung, um nicht doch letztlich einer Autosuggestion zu erliegen.

Im Test:

Vollverstärker:
Dussun V8

Audiochina GmbH

UVP: 1.200 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Creek Destiny

Verstärker:

Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF

LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema