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leserBericht: High End Novum - Passiver Multivokal Resonator
Preis: 970 Euro

Die Schale

HighEndNovum - PMR

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Januar 2010 / Frank Hakopians

Nach gut zwanzig Jahren Beschäftigung mit High-End kann man schnell zu der Meinung gelangen, dass echte Novitäten rar gesät sind, dafür aber um so häufiger der berühmte alte Wein in neuen Schläuchen serviert wird. Dennoch ist bei mir eine nicht geringe Neugier auf interessante Produkte und ungewöhnliche Lösungsansätze geblieben.

Ein solches Produkt ist für mich der Passive Multivokal Resonator (im weiteren PMR genannt) von Michael Jungblut / HighEndNovum. Der Name erinnert an gewisse esoterische Gerätschaften, mit denen man Wasser oder gleich ganze Häuser behandelt, die anschließend von schlimmen Eigenschaften und anderem Übel befreit sind. Wenn das auch mit der heimischen Anlage funktionieren könnte, ist es einen Versuch allemal wert.

Ein längeres Telefonat mit Michael Jungblut und meine Neugierde war vollends geweckt. Insbesondere, als ich von der Wirkungsweise des PMR durch Anregung bestimmter Obertonspektren erfuhr.

HighEndNovum - PMR

So hatte ich bereits des Öfteren die durchaus positive Wirkung der bekannten „Klangschälchen“ demonstriert bekommen, ohne deshalb allerdings sofort in den ultimativen Haben-wollen-Modus verfallen zu sein.

Die Wirkungsweise dieser Schälchen und des PMR soll dem Vernehmen nach ähnlich sein. Man geht davon aus, dass während des Aufnahmeprozesses für den Originalklang wichtige Obertöne verloren gehen und dass der Einsatz entsprechender Resonatoren diese dem Signal wieder hinzufügen kann.

Wichtiger aber als alle Theorie war, dass ich aufgrund eines unvergessenen Konzerterlebnisses im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins (Mahlers 1. Sinfonie mit den Wiener Philharmonikern unter Georges Pretre) zu der Überzeugung gelangte, dass bestimmte Obertöne, welche der Musik hinzugefügt werden, zu einem ganz besonders involvierenden, fast magischen Musikerleben führen können.

HighEndNovum - PMR

Im Falle des Wiener Musikvereins wird dies mittels in der Wandkonstruktion integrierter hohler Bronzefiguren bewirkt, welche beim Anschlagen ein durchaus deutlich vernehmbares Eigenleben führen. Dies ist sicher nicht die einzige konstruktive Besonderheit dieses für mich in seiner klanglichen Signatur einmaligen Konzertsaales. Aber hier geht es ja um den PMR ...

Wenn so etwas also bei „echter“ Musik funktioniert, so mein Gedanke, warum soll ein PMR nicht auch etwas ähnlich Magisches in meinem eigenen Hörraum bewirken?

Im Test:

Vollverstärker:
Dussun V8

Audiochina GmbH

UVP: 1.200 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Creek Destiny

Verstärker:

Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF

LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema