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leserBericht: Digitale Audiostation

Maßgeschneidert ...

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Ihr fairaudio-Team


 

Oktober 2009 / Jens Bondarenko

CD-Regale bersten, die Festplatte kreischt unter der Musiklast und man weiß nicht mehr, welches Album wo zu finden ist - dabei will man doch nur entspannt Musik hören. Und täglich erscheinen hunderte Alben in Deutschland. Nur wohin mit der vielen Musik? Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, ist der Gedanke an eine rein digitale Musikstation an der HiFi-Anlage sicher schon gekommen.

Die Technik ist alles andere als neu, wie man auch bei fairaudio nachlesen kann, aber inzwischen ergeben sich mit zahlreichen neuen Playern und externen D/A-Konvertern, die vieles versprechen, oder Notebooks unter 200€ völlig neue Perspektiven. Die individuell angepasste Lösung ist machbar - Schluss mit winzigen CD-Player-Displays und eingeschränkten Anschlussmöglichkeiten. Und Internetradio ist ja auch ganz nett ...

Die Lösung, die hier vorgestellt wird, folgt primär wenigen klaren Zielvorgaben, die aber dafür jeweils Ausschlusskriterien bei der Suche nach Alternativen waren:

- high-endiger Klang
- maximale Formatflexibilität bezüglich der Audiofiles
- leichte Bedienbarkeit bei minimalem Pflegeaufwand
- schickes Design der Bediengeräte
- Kosten- und Energiesparsamkeit
- Internetzugang

Am Anfang stand die zentrale Frage: Wo sollen wie viele Daten in welchen Formaten liegen, wer soll sich wann bedienen? Da ich auch gerne etablierten Standards huldige, fanden sich schnell die üblichen Verdächtigen flac und mp3 ein, die für alle Rechner im Haushaltsnetzwerk verfügbar sein sollen. Ersteres für eigene CD-Ripps, letzteres für Material aus Onlineshops. (Am Rande sei bemerkt, dass ich ausgesprochen gern Musik direkt bei Künstlern kaufe - hier kommt fast jeder Cent nur bei denen an, deren kreative und handwerkliche Leistung das Leben so versüßt. Daniel Lanois z. B. bietet auch den Download von WAV-Files auf seiner Homepage an, natürlich DRM-frei ... Qualitätsfragen sind damit oft hinfällig.)

Da der Technikpark in meiner Wohnung auch aus einem Rechner besteht, auf dem selbst Musik gemacht wird, der also entsprechend leistungsfähig und gut ausgestattet ist, wurde er als CD-Ripp- und Kodier-Station identifiziert. Er tummelt sich zudem auch im haushaltseigenen WLAN. Das erleichterte die Suche nach einem geeigneten Player erheblich - WLAN sollte unterstützt werden, ein optisches Laufwerk nicht.

Die Frage nach der Lautstärke im Betrieb (also nicht nur im Leerlauf) beschränkte den Bieterkreis schlagartig auf portable Lösungen, da lüfterlos gekühlte Desktoprechner meistens leider speziell konstruiert und daher relativ teuer sind. Und sie haben kein eigenes Display, womit wir beim Energieverbrauch wären.
Desktopmonitore verbrauchen in der Regel viel Energie und haben beim Musikabspielen wenig zu tun: Cover, Titelname, Spielzeit und dergleichen anzeigen, alles andere ist früher oder später sowieso Spielerei und gehört oft nicht zu entspannten Musikabenden.

anlage

Desktoplösungen haben allerdings einen Vorteil: Sie sind oft leistungsfähig und könnten auch Bewegtbilder flüssig wiedergeben. An dieser Stelle musste ich mich entscheiden: Spielt Video in Form von DVD oder BluRay eine Rolle, kommt nur ein externer (großer) Monitor und im Falle der BluRay auch ein leistungsstarker Rechner in Frage. Dies allerdings schränkt Energiesparpotenziale und Lautstärkearmut von vornherein ein. Daher wurde darauf verzichtet - die Lösung bietet keine Videopräsentationsmöglichkeiten - außer YouTube auf einem „kleinen“ Monitor ...

Im Test:

Vollverstärker:
Dussun V8

Audiochina GmbH

UVP: 1.200 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Creek Destiny

Verstärker:

Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF

LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema