Netzwerkplayer (NAS-Server, UPnP, Streaming, WLAN 802.11g, Ethernet) |
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Netzwerkplayer (auch Streaming-Client, Media Streamer, UPnP-Media-Renderer) können via Netzwerkkabel (Ethernet) oder drahtlos (WLAN, WiFi) und in der Regel über einen Router vermittelt Kontakt zu Rechnern oder zum Beispiel Dateiservern (Network Attached Storage=NAS) aufnehmen. Im Musikanwendungsbereich können sie neben anderen Komponenten im HiFi-Rack Platz finden und quasi als Quellgerät fungieren - die (Fern-)Bedienung gerät trotz des erweiterten Funktionsumfangs meist ähnlich intuitiv wie bei anderen Audio-Geräten. Die eigentlichen Musikdateien sind in der Regel aber außerhalb des Netzwerkplayers abgelegt (obwohl es auch Netzwerkplayer mit integrierter Festplatte gibt). Als Speicherort für die Musikbibliothek dienen dann PC, Laptop oder NAS. Diese Speicherorte müssen sich keinesfalls in unmittelbarer Nähe zum Player befinden, sondern können optisch unauffällig - gegebenenfalls in anderen Räumen - platziert werden.
Über die Bedienoberfläche (Control Point*) des Players - der über WLAN oder Ethernet in bidirektionaler Verbindung zu den Speicherorten steht - erhält der User Zugriff auf seine Musiksammlung, so dass er auf einfache Weise die Bibliothek durchstöbern und (*Formal unterscheidet man in der UPnP-Architektur zwischen den Rollen MediaRenderer, Controlpoint und MediaServer - wobei Netzwerkplayer in praxi die beiden ersten Rollen in sich vereinigen.)
NAS Systeme unterscheiden sich von normalen (externen) Festplatten unter anderem dadurch, dass sie über ein eigenes Betriebssystem verfügen (und zum Beispiel auch mit eigenständiger Rip-Funktion inklusive Internetzugriff ausgestattet sein können), weswegen sie als eigenständige Computer zu betrachten sind. Der eigentliche Rechner kann beim Musikhören mittels Netzwerkplayer/NAS also außen vor beziehungsweise ausgeschaltet bleiben. Zudem wird es bei Verwendung eines NAS mit zwei integrierten Festplatten möglich, die Datensicherung zu automatisieren: Die zweite Festplatte beinhaltet dann automatisch ein Daten-Spiegelbild der ersten Festplatte (RAID 1/Redundant Array of Independent Disks). Allerdings wird zu diesem Punkt bisweilen kritisch angemerkt, dass sich die Sicherungskopie doch optimalerweise an einem anderen Ort und nicht im gleichen Gerät befinden sollte. Auch das Rückgängigmachen von zum Beispiel Taggingfehler kann sich aufgrund des automatischen Backups merklich erschweren. Damit es mit dem Musik-Streamen dann tatsächlich klappt, braucht es neben geeigneter Hardware auch noch sogenannte Medien-Server-Software, die auf dem Speicherort der Musik (Rechner, NAS) installiert werden muss (einige NAS werden auch bereits vorinstalliert ausgeliefert). Diese dem Netzwerkplayer beiliegende oder frei downloadbare, teilweise aber auch proprietäre Software bereitet unter anderem das Inhaltsverzeichnis der Musikbibliothek auf und sorgt dafür, dass dem Netzwerkplayer die Inhalte des Speicherorts zugänglich/zugeliefert werden. Das Zusammenspiel von Player und Server sollte sich für den Nutzer vor allen Dingen dann problemlos gestalten, wenn die Komponenten dem UPnP-Standard (Universal Plug and Play: www.upnp.org) folgen - dieser von Intel und Microsoft initiierte Standard hat zum Ziel, die Kommunikation zwischen den beteiligten Netzwerkgeräten auf eine einheitliche Basis zu stellen und sie damit zu vereinfachen: Dies betrifft unter anderem das Finden/Erkennen von Geräten im Netzwerk, die Beschreibung der Schnittstelle, die eine bestimmte Geräteart (Router, Drucker, ...) zur Verfügung stellen muss oder die Definition der Steuerung einer Netzwerkhardware. Auf UPnP aufbauend, wurde zudem der enger spezifizierende DLNA-Standard (Digital Living Network Alliance) ins Leben gerufen, welcher zum Beispiel die Minimalforderungen in Sachen unterstützter Datei-Formate und Transportprotokolle vorgibt. Soll die Kommunikation von Netzwerkplayer und Server drahtlos per Funk (WLAN) erfolgen, tritt ein weiterer Standard auf den Plan: Der häufig vorzufindende, im Jahre 2003 ratifizierte Funkstandard IEEE 802.11g definiert eine maximale Übertragungsrate von 54 Megabit pro Sekunde - mit reinen Audioanwendungen sollte man bereits bei diesem Standard an keine Grenzen stoßen (selbst das ältere 802.11b taugt hierzu). Ist ab und an auch die Übertragung eines hochauflösenden Films angedacht, empfiehlt es sich darauf zu achten, dass der neuere 802.11n-Standard - der theoretisch bis zu 600 MBit/s liefern kann - von der beteiligten Hardware, inklusive des Routers, unterstützt wird. |
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