Schon nach einigen Takten Musik war ich verblüfft, hatte ich doch meine Kette in dieser Form noch nie gehört. Die Klangveränderung ist schwer zu beschreiben, denn mehr Höhen oder mehr Bass sind nicht zu vermelden. Vielmehr öffnet sich der Raum, der Klang löst sich von den Lautsprechern. Die Natürlichkeit nimmt zu und ich habe den Eindruck, dass hier wirkliche Menschen mit wirklichen Instrumenten spielen, weniger HiFi und viel mehr Musik. Es fällt viel leichter, der Stimme und Artikulation der koreanischen Sängerin zu folgen, weil Durchzeichnung und Plastizität zunehmen. Ich höre eine Gitarre nicht lauter oder besser, bekomme aber eine bessere Vorstellung davon, dass hier ein akustisches Instrument aus Holz spielt, habe das Gefühl, mehr dabei zu sein.

Hifi-Anlage mit Hifine-kugeln

Im zweiten Schritt waren dann die Raumzylinder an der Reihe. Je einer rechts und links hinter den Lautsprechern nahe den Raumecken, und einer mittig zwischen den Boxen auf halber Strecke zum Hörplatz. Die Klangbühne dehnt sich nach hinten und zur Seite aus, durch Verschieben des Raumzylinders vor die Boxen lässt sich das Klangbild mehr zu sich heranholen.

Im letzten Schritt kamen diese Raumzylinder auch jeweils im Paar hinter dem Hörplatz zum Einsatz, was wieder den Raumklangeindruck veränderte. Was ist ein sinnvoller Einstieg, um mit den Hifine-Gerätekugeln zu beginnen? Mein Anfang mit nur zwei Exemplaren war eher unbefriedigend, ein Set aus fünf Gerätekugeln und einem Raumzylinder stellte eine für mich sehr beeindruckende Lösung dar, die bei Bedarf ausgebaut werden kann.

Anlage

Peter Kroack macht auf mich den Eindruck genau zu wissen wovon er redet, wohin er mit seinem Zubehör will und gibt auch bereitwillig Auskunft über die Wirkungsweise. Bei mir bleibt ein gewisses Maß an Ratlosigkeit, denn was hier genau passiert, erschließt sich mir technisch nicht. Das klangliche Ergebnis bei mir zu Hause spricht aber eine deutliche Sprache, in Form einer inneren Zufriedenheit und dem Gefühl, meiner Lieblingsmusik ein Stück näher gekommen zu sein. Für wen lohnt sich die Beschäftigung mit den Holzkugeln?

Eins ist für mich ganz klar, aus einer einfachen Anlage wird kein Highend, Fehler bei Zusammenstellung und Platzierung im Raum werden nicht ausgemerzt. Für den HiFi-Begeisterten, der quasi seine Hausaufgaben gemacht hat und liebevoll und mit Bedacht seine Kette elektrisch und mechanisch auf den Punkt gebracht hat, kann eine ausführliche Beschäftigung mit den Produkten von Peter Kroack lohnenswert sein, um sich ein Stück mehr Musik nach Hause zu holen. Ein gewisses Maß an Offenheit und Lust auf etwas Neues kann helfen - um sich einfach mal verblüffen zu lassen.

Meine Anlage:

  • Vorverstärker: Octave HP-300
  • Endverstärker: PS-Audio Trio im Bi-Amping-Betrieb
  • Lautsprecher: MBL 311 D
  • CD-Spieler: Ayon CD-1
  • Digitalwandler: Ayre-QB-9 mit Mini-PC/Windows 7
  • Analog: Kuzma Stabi-S und Pure Sound MM-Phonovorverstärker
  • Verkabelung: HMS-Fortissimo, Netz- und NF-Kabel von Klang und Kunst.

Link zum Hersteller: www.hifine.de