die herren koenen und schlicher von progressive audio

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

elegant, diese elise

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

breitschultriger typ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

dynamikks-lautsprecher, entzerrt und zur hälfte aktiviert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

was ist denn das?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

schluckt so ziemlich alles, was an quellmaterial im angebot steht

Die „Elise“ ist ein Klassiker im Programm von Progressive Audio, (www.progressiveaudio.de) seit 1997 gibt es die Zwei-Wege-Säule schon. Nun hat sie eine Überarbeitung erfahren, firmiert dementsprechend unter „Elise II“ und ist seit Januar dieses Jahres erhältlich. Natürlich ließen es sich die Herren Koenen (rechts im Bild, Geschäftsführung und Entwicklung) und Schlicher (links daneben, Marketing und Vertrieb) nicht nehmen, diese Lautsprecher-Dame dem Münchner Publikum vorzustellen und in die Hand des schreibenden fairaudio-Redakteurs (linke untere Bildecke :-)) einige technische Highlights beziehungsweise Änderungen zur Vorgängerin zu diktieren.

Herr Koenen und Schliche rvon Progressive Audio

So wird der Achtzöller mit Kohlefasermembran und Magnesiumkorb von einem neuen Hochtöner unterstützt, einer Titan-Oxid-Inverskalotte von Focal. So ausgestattet, liegt der Paarpreis bei 8.800 Euro, wer auf Keramik als Membranmaterial für die oberen Oktaven setzt, muss für die Elise II dagegen 9.000 Euro ausgeben.

Progressive Audio auf der High End 2012

Neu ist auch das Weichenkonzept. Die auf „Zeitrichtigkeit“ gezüchtete 6-dB-Frequenzweiche trägt einen Gutteil zur „perfekten Sprungantwort“ des Lautsprechers bei, so Koenen, und erreicht dabei gleichzeitig einen sehr linearen Impedanzverlauf, die Abweichung vom Mittel – 7,6 Ohm – beträgt nur +/- 0,2 Ohm. Auch das Gehäusematerial wurde komplett überdacht: Statt Holz kommen nun 2 cm starke Acrylscheiben zum Einsatz, welche in einem großen Ofen quasi miteinander „verbacken“ werden. Gerade in Hochglanzschwarz eine sehr elegante Erscheinung, diese Elise ...

Elise II von Progressive Audio

Von schwarz gewandten Lautsprecherdamen hin zu breitschultrigen Herren in Schwarz/Weiß:

Dynamikks auf der High End 2012

Ulf Moning von Dynamikks (www.dynamikks.de) hatte sein Spitzenmodell mit im Gepäck, den Monitor 12.18 in der PCLS-Variante (Processor Controlled Loudspeaker System), welcher am „Kopf“ mit einem Koax aufwartet, dessen Mitteltönermembran 12 Zoll durchmisst und im Hochton durch ein Horn aus Aluminium komplettiert wird. Damit es frequenzseitig untenrum nicht zu mager ausfällt, wurde zu einem 18-Zöller gegriffen, der rückseitig durch je zwei großzügig dimensionierte Bassreflexkanäle atmet. Membranfläche rules.

Monitor 12.18 mit Eelktronik an Trinnov und NuForce

In der normalen Variante liegt Dynamikks größter Lautsprecher bei 23.000 Euro, in der in München präsentierten Form inklusive des Trinnov Audio Optimizer ST2 Hifi – ein Raumakustikprozesser inklusive D/A-Wandler-, Vorstufen- und bald auch Streamerfunktionalität – bei 30.000 Euro. Durch den Prozessor wird eine hörraumspezifische Abstimmung auf nahezu perfekte Phasen- und Frequenzganglinearität möglich, so Moning, und da die Korrekturarbeiten vom Trinnov erledigt werden, darf die Frequenzweiche des Lautsprechers im Vergleich zur Standardvariante noch minimalistischer ausfallen.

Dynamikks Modelle Monitor 10.15 und 8.12 sowie db8.2
Dynamikks Modelle Monitor 10.15 und 8.12 sowie db8.2 (v.l.n.r.)

Auch wird via „PCLS“ eine Halbaktivierung möglich (aber nicht nötig), da der Akustik-Rechenknecht als Aktivweiche fungieren kann – so kamen auf der High End denn auch gleich vier NuForce Reference 18 Monos zum Einsatz: je zwei für den aktivierten Bass und zwei für den Mitten/Hochtonkopf der großen Dynamikks. Übrigens: Das kleine Modell, wenn man bei Dynamikks‘ Monitor-Serie von „klein“ reden darf, die 8.12, steht gerade zum Test in der fairaudio-Redaktion. Bald gibt es auf diesen Seiten also mehr zu den Themen hoher Wirkungsgrad, üppige Membranfläche und Koaxial-Technik zu lesen.

Erlo Ergün von Antelope Audio

Natürlich gab es in München nicht nur auffällige Lautsprecher, sondern auch Elektronik zu entdecken – Erol Ergün von Antelope Audio (www.antelopeaudio.com/de) präsentierte beispielsweise stolz das erste Modell des „Rubicon“ - eine Komponente, die nicht nur durch das ungewöhnliche Art-Déco-Design hervorsticht, sondern auch durch die Bezeichnung der Gerätegattung: Atomic AD/DA Preamp. Was ist denn das?

Antelope Rubicon auf der High End 2012

Nun, zunächst einmal sitzt im Rubicon eine (Rubidium-)Atomuhr, und das bekommt man doch recht selten geboten. Externe Masterclocks von Esoteric/Teac fallen einem dazu ein oder eben solche von Antelope selbst. Hier nun ist die angeblich 100.000-mal präziser als ein Quarz arbeitende Clock aber ins Gerät integriert worden, ein Gerät, das im weitesten Sinne als Vorverstärker durchgehen darf. By the way: Die vergoldeten Lamellen oben auf dem Rubicon dienen der Atomuhr als Kühlungselement.

Rubicon von hinten

Der Antelope Rubicon schluckt so ziemlich alles, was an Quellmaterial im Angebot stehen könnte: In digitaler Form darf die Datenanlieferung nicht nur via S/PDIF, Toslink, AES/EBU und USB erfolgen, sondern auch mittels Ethernet-Strippe, denn im Rubicon wurde ein DLNA-Streamingmodul integriert. Analoges darf freilich auch hinein, und das nicht nur von Hochpegelquellen, sondern auch von MM-/MC-Abtastern. Aber liebe Analogies, jetzt bitte ganz tapfer sein: Das Phono-Signal wird im Antelope zunächst digitalisiert – mit recht flotten 384 kHz übrigens – und dann in dieser Form quasi vom bordeigenen Rechner entzerrt. Frevel oder Fortschritt? Gute Frage. Preislich jedenfalls wollte man sich noch nicht festlegen, aber klar ist schon, dass für diese Maschine ein fünfstelliger Betrag aufgerufen werden wird.